Heckstädt, hellau!
21. Februar 2009
Aufgrund von Bitten, stelle ich eine Auswahl meiner heute geschossenen Bilder vom Eschborner Faschingsumzug online.
























Weiter geht’s
3. Februar 2009
… aber vorerst nur auf Twitter, was mir erlaubt, einfacher und kompakter zu kommentieren. Solange Grüße an meinen Kollegen Keller und Hinweise auf das “PR-Desaster” der Deutschen Bahn.
Dieses Mal mit Schnee
3. Januar 2009
Bereits im Sommer berichtete ich aus dem österreichischen Ramsau am Dachstein - und veröffentlichte Bilder von der Landschaft und der Natur. Dieses Mal das Ganze mit Schnee:
















Die linke SPD und ihre Jusos
12. Oktober 2008
Ich überlege mir gerade, was mir lieber wäre. “Schießwütige” Mitglieder der so genannten “Linkspartei”, oder Anhänger der Roten Hilfe der Jusos. Immerhin: Beide wollen den Kapitalismus “kaputtmachen”.
Das war nicht zuletzt am an diesem Wochenende in Weimar tagendem “Bundeskongress” der Jusos zu sehen. Die “Jung Sozialisten” sind die Nachwuchspolitiker der SPD, wie dies die Junge Union bei der CDU/CSU ist. Doch die Differenz zwischen Linken der “Linkspartei” und den Linken um ihre Vorsitzende Franziska Drohsel bei den Jusos wird immer kleiner, ist quasi nur noch marginal.
Es wächst bei der SPD zurzeit ein starker Linksruck, den der Partei-Nachwuchs gerne auch im Bundestagswahlkampf 2009 umgesetzt sehen würde. Das Paradoxe dabei ist: Personen wie Drohsel oder die stellv. SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles hätten theoretisch die Macht, stark zu opponieren; doch statt die wichtigen Positionen mit Personen ihresgleichen zu besetzen, sollen Frank-Walter Steinmeier (Bundeskanzler-Kandidat) und Franz Müntefering (designierter Parteichef) die SPD in das “Super-Wahljahr 2009″ führen. Beide stehen für die Agenda 2010, von der die Jusos und Konsorten überhaupt nichts halten.
Dazu gibt es zwei plausible Erklärungen:
- Der Linke-Parteiflügel mit der Parlamentarischen Linken hat zwar einen starken Rückhalt - nicht zuletzt bei den Jusos -, doch ist der rechte Flügel nicht einfach zu übersehen, sondern ist mit guten Strategen besetzt. Etwa der “Seeheimer Kreis“: Nicht nur, dass der Großvater Günther der aus Hessen bekannten “Stimmverweigerin” Dagmar Metzger damals diesen Flügel gründete; in ihm sind einige einflussreiche Bundespolitiker organisiert. Hier sei Umweltminister Sigmar Gabriel genannt, der als Nachfolger Peter Strucks als Fraktionschef der SPD im Gespräch ist. Hier sei Thomas Oppermann hervorgehoben, erster parlm. Geschäftsführer der Bundestagsfraktion der Sozialdemokraten. Wie die Seeheimer, argiert auch das reformorientierte “Netzwerk Berlin” konträr zu den Parteilinken, etwa Generalsekretär Hubertus Heil. Den Parteirechten gelingt es, Schlüsselpositionen zu besetzen - und bekanntlich ist die SPD-Bundestagsfraktion konservativer als die Basis.
- Auch Frau Nahles ist eine Taktiererin und obgleich Frau Drohsel im Fernsehen überheblich wirkt, kennt sie die Spielchen. Beide wissen, dass Erfolg in der Politik Zeit benötigt. Möglicherweise wollen sie noch abwarten und durch eine Tolerierung der “Linken” des rot-grünen-Projektes in Hessen eine salonfähige “Linkspartei” für die Bundestagswahl 2013 aufbauen. Nächstes Jahr ist die Zeit noch nicht reif, den Wählern eine rot-rote-Koalition auf Bundesebene zu vermitteln.
Diese Entwicklung ist zumindest konsequent - und steht dafür, dass sich die politischen Lagern entgegen der Prognosen einiger Politikwissenschaftler nicht aufweichen (”die Mitte”), sondern wieder das Bürgerliche und das Linke Konjunktur findet.
Beispiel Bayern: Die CSU verlor die absolute Mehrheit - doch die Stimmen gingen nicht zur SPD, sondern zu der FDP und den “Freien Wählern“. Beides sind Parteien aus dem bürgerlichen Lagern.
Obgleich es meist heißt, es sei ja egal, welche Partei gerade regiere, lässt sich en detail doch ein klarer Unterschied machen - nicht zuletzt bei der Ideologie. Es bleibt den beiden Lagern - bürgerlich und links - daher nichts anderes übrig, als ihre Klientel zu bedienen und dadurch Profil zu zeigen. Die Jusos praktizieren dies zurzeit par excellence, in dem sie den Kapitalismus “überwinden” wollen. Unternehmen sollen verstaatlicht werden, besser hätten es Kommunisten nicht fordern können. Diese Entwicklung ist sehr beunruhigend, aber - wie geschrieben - rein konsequent.
Es ist deshalb utopisch zu glauben, das “Njet” von Steinmeier & Co., es gebe auf Bundesebene definitiv keine Koalition mit den “Linkspartei”, hätte irgendeine Bestandsgarantie. Wir haben es an Frau Ypsilanti gemerkt: Was man vor der Wahl sagt, ist danach schnuppe - wenn ich mir dadurch die Macht retten kann.
Die SPD will an die Macht. Sie ist bereit, dafür Preise zu bezahlen. Die Sozialdemokraten sind sogar dafür bereit, den Parteinachwuchs vorzuschicken, indem Frau Drohsel an der langen, statt an der kurzen Leine genommen wird.
Schlussfolgernd: Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt - und dafür spricht so einiges -, ist es in naher Zukunft fast egal, ob jetzt die “Linkspartei” oder die (linke) SPD an der Macht wäre, beide verkörpern sehr linke Thesen.
SpOner Vielfalt
12. Oktober 2008
Marcel Reich-Ranicki wagte gestern das bislang Ungewagte: Er lehnte den Deutschen Fernsehpreis (heute Abend als ZDF-Aufzeichnung) für sein Lebenswerk ab und sorgte so für einen “Eklat”, schreibt spiegel.de. Das ist besonders. Vielleicht hat Ranicki auch gerade deshalb den Preis verdient, eben weil der Literaturkritiker gerne das sagt, was er denkt.
Doch darum soll es hier nicht gehen. Viel spannender ist, wie “Spiegel Online” das Thema als vierte Topmeldung an diesem Abend verkauft. Martin U. Müller berichtet extra aus Köln und beruft sich dabei auf eine Agenturmeldung der AP. Übrigens wie auch FAZ.net. Doch im Gegensatz zu den Kollegen vom Online-SPIEGEL aus Hamburg, wissen die Frankfurter immerhin, wie Herr Ranicki korrekt geschrieben wird - und nicht Reich-Ranickki respektive Reich-Ranitzky:
“Marcel Reich-Ranicki hat den Deutschen Fernsehpreis für sein Lebenswerk abgelehnt, der ihm am heutigen Samstag in Köln für das ‘Literarische Quartett’ verliehen werden sollte.“
“Reich-Ranickki ließ sich aus über den ‘Blödsinn, den wir hier heute Abend zu sehen bekommen haben.’“
“Nachdem Reich-Ranitzky das Kölner Coloneum durch den Hintereausgang verließ, war auch Thomas Gottschalk kurz verwirrt (…)”
(Einmal abgesehen davon: Was in Gottes Namen ist ein “Hintereausgang”?)
Rechtspopulistisches Österreich
28. September 2008
Österreich hat sich entschieden und dabei den zwei großen Parteien ÖVP und SPÖ einen Dämpfer verpasst - beide, die zuletzt eine Große Koalition stellten, verlieren an Wählergunst, die ÖVP sogar knapp zehn Prozent. Damit wird womöglich der Streit zwischen den beiden Großen abgestraft, was am 7. Juli zu einer Aufkündigung der Koalition führte, woraufhin die heutige Neuwahl notwendig wurde.
Stark sind in Österreich hingegen rechtspopulistische Vereinigungen, die in Deutschland keine nennenswerte Ergebnisse erzielen. Auf 18,3 Prozent lt. Hochrechnung verbesserte sich die FPÖ, das BZÖ liegt nunmehr bei 11,5 Prozent. Beide vereinigen auf sich mehr Stimmen als der prozentuale Sieger der heutigen Nationsratswahl, die SPÖ (29,2 %).
Spannend ist nun, wie sich Österreichs Politiker in der Regierungsfrage entscheiden. Traditionell arbeitet man gerne in Großen Koalitionen, eine Mehrheit hätten jedoch auch ÖVP plus FPÖ & BZÖ.
Auf “parlamentarischer Ebene” möchte die SPÖ mit allen Parteien sprechen, eine Koalition mit den Rechtspopulisten soll es hingegen nicht geben. Das kennen wir Deutschen von der hiesigen SPD, die rein offiziell eine Koalition mit der “Linkspartei” ausschließt - und sich in Hessen jetzt tolerieren lassen möchte.
Das gute Ergebnis für die SPÖ wird womöglich auch an der Schützenhilfe von Österreichs Medium “Kronen Zeitung” liegen, welche in Person ihres Herausgebers Hans Dichard (Pseudonym: Cato) Lobeshymnen und Gedichte auf SPÖ-Chef Werner Faymann verfasste.
Eine starke FPÖ und ein starkes BZÖ konnte jedoch auch “Machtmensch” Dichard nicht verhindern.
Eintracht holt Schalker Bajramović
30. Juli 2008
Eintracht Frankfurt hat einen weiteren Neuzugang zu vermelden: Zlatan Bajramović (28), gebürtiger Bosnier, erhält beim Bundesligist einen Vertrag bis 2011, zuletzt spielte er bei Schalke 04. Für sein Heimatland bestritt er bislang 30 Spiele, in denen er zwei Tore erzielte.
Allerdings kann Trainer Funkel mit der Neuverpflichtung nicht die eh schon schmerzende Krankenliste kompensieren. Bajramović wurde vergangene Woche in Berlin am Großzehengrundgelenk operiert und fällt noch mindestens zehn Wochen aus.
Impressionen aus dem Hessischen Landtag
29. Juli 2008





Das Zitat der Woche II
24. Juli 2008
“Wenn alle Fische stromabwärts schwimmen, bin ich der, welcher stromaufwärts schwimmt.”
Obama in DeutscKanhland
24. Juli 2008

“Spiegel Online” begrüßt Senator Obama in “DeutscKanhland”. Während dieser Beitrag entstand, hat die Redaktion den Fehler jedoch wieder korrigiert.