Verein Deutsche Sprache
11. August 2006
Seit heute bin ich Mitglied im Verein Deutsche Sprache. Dieser Verein setzt sich für die deutsche Sprache ein, besonders aber wettert er gegen “Denglisch“. Kürzlich setzte man sich außerdem dafür ein, dass die “Netzauftritte der EU-Ratspräsidentschaften” auch auf Deutsch erscheinen. Immerhin wird Deutsch neben Englisch als häufigste Sprache von den EU-Bürgern gesprochen.
12. August 2006 um 23:05
Hallo Fredric,
nach langem Zögern habe ich diesen Schritt vor knapp einem halben Jahr ebenfalls getan. Nach Zögern, weil ich sicher gehen wollte, keinem “angebräunten” Verein auf den Leim zu gehen. Den auf dem Gebiet Sprachwahrung tummeln sich etliche rechtslastige Scharlantane, allen voran die “Deutsche Sprachwelt”. Deren “Schriftleiter” Thomas Paulwitz schreibt außer in seiner eigenen Gazette vor allem in der “Jungen Freiheit”, deren politische Ausrichtung für mich absolut unakzeptabel ist.
Diese Bedenken habe ich beim “Verein Deutsche Sprache” nicht. Schon allein wegen der vielen prominenten Mitglieder, denen man vieles, aber gewiss keine Affinität zu braunen Kreisen nachsagen kann. Willkommen an Bord, je mehr Mitglieder, desto eher werden wir etwas gegen den Denglischwahn und für einen besseren Status der deutschen Sprache im In- und Ausland erreichen können.
1. September 2006 um 22:51
Hallo Leon,
schön, daß Du so begeistert von deinem Verein bist, aber Eure Truppe sollte es wohl nicht nötig haben, Konkurrenten “anzubräunen”, um in einem besseren Licht dazustehen.
2. September 2006 um 20:28
Für “unsere Truppe” kann ich nicht reden, ich habe lediglich dargelegt, warum ich mich für sie entschieden habe,
Und was die “Anbräunung” anbetrifft, so hat mir Prof. Ickler kräftig auf die Sprünge geholfen. Der renommierte Reformkritiker, sonst immer für Mitstreiter gegen die RSR dankbar, hat sich wiederholt von der rechtslastigen “Deutschen Sprachwelt” distanziert.
“Meine Abgrenzung zur Jungen Freiheit und zur Deutschen Sprachwelt (entgegen meiner früheren, längst als falsch erkannten Offenheit nach allen Seiten) ist politisch motiviert. Ich habe mit der Rechten nichts zu tun.” http://www.sprachforschung.org/ickler/index.php?show=news&id=211#881
4. Oktober 2006 um 14:10
[...] Die aktuelle Ausgabe von DER SPIEGEL widmet sich im Titel einem Thema, welches hätte meine Idee sein können: Die Deutsche Sprache. Unter dem Titel “Rettet dem Deutsch! - Die Verlotterung der Sprache” beschreibt Kultur-Autor Mathias Schreiber brilliant, wie SMS-Abkürzungen und die englische Sprache dem Deutsch zum Garaus werden. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), der spricht, wie man schreibt, fordert in einem Interview, die EU müsse alle Texte in deutscher Sprache vorlegen. Außerdem soll Deutsch in unsere Verfassung, in das Grundgesetz fest verankert werden. Immerhin leitet sich der Name unseres Landes (Deutschland) von der Sprache ab, die unser Volk spricht. Eine Forderung, die ich unterstütze - übrigens, laut Lammert, auch alle Fraktionen. Ich bin gespannt und werde als Mitglied des Verein Deutsche Sprache den Herrn Präsidenten beim Wort nehmen. [...]
3. November 2006 um 18:51
Tag Leon, Ickler ist ein toller Kronzeuge, denn er hat sich auch von Sprachpuristen wie dem VDS distanziert.
5. November 2006 um 21:36
Stimmt nicht ganz, Martin. Ickler hat sich nicht von VDS distanziert. Er hat freilich bedauert, dass der VDS im Streit um die Rechtschreibreform neutral geblieben ist und keine entsptrechende Aufrufe unterzeichnet hat. Trotzdem hat die Ickler-Truppe und der VDS eines gemeinsam: beide wollen mit der rechtslastigen Deutschen Sprachwelt nichts zu tun haben.
1. Juli 2007 um 19:10
[...] Sprache ergebnislos gewesen zu sein. Schade, Portugiesen! Soziale Lesezeichen: del.icio.us // Google // MisterWong [...]
7. Dezember 2007 um 22:20
Man muß ja die „Anbräunung” nicht nachmachen; denn Ickler nennt keine Fakten, sondern nennt seine Abgrenzung „politisch motiviert“. Wer ebenfalls keine Fakten und stichhaltigen Argumente nennt, wie Leon, bräunt sich selber an.