Sonntag ist bald SamStag
7. November 2006
Die Zeitung liest man vom Montag bis Freitag, meistens noch am Samstag - und in den letzten Jahren immer häufiger auch am Sonntag. Da gibt es die “BILD am Sonntag” (BamS), die - ehrlichgesagt - kein Mensch braucht, die “Welt am Sonntag” (WamS), und vor fünf Jahren versuchte sich die Frankfurter Allgemeine (FAZ) mit einem Sonntagsblatt, um dem Axel Springer Verlag nicht die gesamten Sonntagsleser kampflos zu überlassen. Inzwischen ist die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (FAS) beliebter als die WamS - der Aufwärtstrend hält an.
Die gleichen Überlegungen wie vor wenigen Jahren in Frankfurt haben jetzt auch die Münchner. Der “Süddeutsche Verlag” hat kürzlich einen Entwurf einer Sonntagsausgabe vorgestellt - einem ausgewählten Publikum von Medienprofis, die beurteilen sollten, ob das Projekt Erfolg haben könnte, berichtet der “Spiegel” in seiner neusten Ausgabe. Die Experten waren begeistert. Inzwischen arbeiten rund 30 Mitarbeiter an der “Süddeutsche am Sonntag” (SamS) getauften Zeitung, um sie zu entwickeln. Zurzeit befindet sich das Projekt in der Marktforschung.
Ursprünglich wollte die Verlagsleitung langsam vorgehen und zeigt sich nun überrascht von der Euphorie in der Redaktion. Die hauseigenen Journalisten waren schon immer ein wenig traurig, der Konkurrenz aus Berlin und Frankfurt am Sonntag die ganzen
Leser zu “schenken”. Inzwischen hat es aber auch der Verlagschef eilig. Die SamS könnte bereits im kommenden Sommer starten, schreibt der “Spiegel”.
Eine gute Idee ist es allemal. Die SamS könnte den Zeitungsmarkt beleben und dürfte eine Alternative zur FAS und WamS sein. Schaun mehr mal, würde jetzt “Kaiser” Franz Beckenbauer sagen.
10. November 2006 um 15:30
Ich freue mich als Abo Inhaber sehr über die o.g. Zeilen. in der Hoffnung, dass das Team der Sams auch alles bedenkt und der Startschuss nun bald fallen kann.
Wollen wir hoffen, dass es den SamS`lern auch nicht an Themen mangelt. Nach kurzer inhaltlichen Durststrecke befindet sich die SZ ja wieder auf Kurs.
Man kann Ihnen nur Gutes wünschen und das Ostern und Weihnachten bald gemeinsam aufschlägt.
Ein Gedanken an alle Zeitungsausträger-