Angeblich sollte das neue Welt.de bereits am vergangenen Freitag starten. Jetzt wurde Dienstag draus. Unter www.welt.de steht seit wenigen Minuten ein neuer Auftritt. Erstes Fazit: Aus dem abgrundtief hässlischen Layout wurde ein modernes, seriöses. Kurz: Toll gemacht! Auch funktionell gefällt mit die Seite (absofort “Welt Online”) gut.

Chefredakteur Christian Keese schreibt, dass der Inhalt der Seite in einem Newsroom von den Redakteuren der Print-WELT, der Welt Kompakt und von Welt Online gestaltet wird: “Bei der Welt-Gruppe ist jeder Journalist immer auch ein Onliner.” Und: “Dutzende von Beiträgen pro Tag werden exklusiv für Online produziert.” Das hört sich schon einmal gut an.

Dank der Mitarbeit von Peter Schink und Thomas Wanhoff gibt es zahlreiche Weblogs und viele Web 2.0-Funktionen. Darunter die Wortwolke (”Tag clouds”) in jedem Artikel, wie sie bereits auch Spiegel Online hat, oder wie bei mir im Einsatz. Wanhoff hat sich vor allem um den Videobereich gekümmert, schreibt er auf seinem Weblog.

Leider fehlen mir die sozialen Lesezeichen (”Social Bookmarks”), wie sie das Internet-Angebot des Sterns hat. Dafür gibt es endlich eine Auflistung aller Redakteure inklusive einer kleinen Biographie - super! Unter “zweite Meldung” werden zudem die Artikel von den Konkurrenzseiten eingeblendet, was ich sehr fair finde. Daran sollten sich auch andere Nachrichtenportale ein Vorbild nehmen. Bislang gab es lediglich das “News im Web” der Netzeitung, die hierbei eine Vorreiterrolle einnahm.

Ich bin gespannt, wie sich das neue Welt Online macht. Letztendlich zählt der Inhalt.

P.S.: Bitte, Timo! Ach: Und die Benachrichtung, die ich von Welt Online bekommen sollte, sobald der Relaunch vollzogen ist - ja, die kam noch nicht an.

6 Kommentare zu “Olala, die neue WELT (Online) ist da”

  1. Frederic Schneider » Netzeitung verschönert sein Angebot sagt:

    [...] Diese Tage scheinen eine Relaunch-Woche zu symbolisieren. Nachdem gestern “Welt Online” seine neue Seite gezeigt hat, folgt heute eine meiner Lieblingsseiten: Die Netzeitung. [...]

  2. Frederic Schneider » Die Netzeitung sucht ihre Identität - und einen Käufer sagt:

    [...] Kappes hingegen fehlen Hintergrundberichte, Reportagen und viele weitere Texte, die Arbeit machen. Aufgrund des geringen Personals seien solche Artikel jedoch nicht zu machen, so der SZ-Redakteur. Zumindest nicht so häufig. Andere Webseiten können hier hingegen punkten, zum Beispiel “Welt Online”, die erst diese Woche quasi einen Neustart hinlegten. Dank eines “Newsrooms” und der dadurch entstehenden Synenergien aus Onliner und Print`ler entstehen auf welt.de umfangreiche Berichte - sowohl top-aktuelle als auch Hintergrundberichte und Reportagen. Auch SpOn oder das renomierte Zeit Online haben hierbei eine bessere Ausgangsposition gegenüber der NZ - dank finanzstarken Geldgebern im Hintergrund und vielen Mitarbeitern. [...]

  3. Frederic Schneider » Auch RTL hat ein neues Layout sagt:

    [...] hässlisch und überladen. Mehr bei Stefan Niggemeier. Soziale Lesezeichen: del.icio.us // Google // MisterWong [...]

  4. Peter sagt:

    Danke für die Lorbeeren ;)

  5. Kurzes Stelldichein - Sajonara.de - Internetmagazin sagt:

    [...] Der/das BILDBlog wurde nach dem Redesign des Onlineauftritts des Springer-Organs “Die Welt” zunächst als Blog-Vorschlag in der Rubrik Medien geführt. Das ist allerdings nun schon wieder Geschichte, und das, obwohl weder Stefan Niggemeyer noch der BILDBlog das gefordert hatten. Der oder die Werbeblogger sind ebenfalls nicht mehr im Blogschaukasten von Welt Online dabei. Beim Widerspruch habe man aber, wie lanu  es ausdrückt, nicht so viel Tamtam gemacht wie Rainer Meyer. [...]

  6. Von Monocle, und warum Google Blogs (nicht) abwerten wird - Sajonara.de - Internetmagazin sagt:

    [...] Drüben bei Journalismus 2.0 rätselt man gerade über die Bedeutsamkeit von Blogs für Google. Florian Steglich erläutert das am Praxisbeispiel “Monocle”. Offensichtlich war er selbst auf der Suche nach dieser Zeitschrift, fand aber seinen eigenen Blog als Top-Suchergebnis. Es machte ihn stutzen, und er fand bei der Suche nach dem Relaunch von Welt Online unter den ersten 10 Ergebnissen 8 Blogbeiträge. Er formuliert ein Ansinnen, dass Suchende bei Google haben könnten: Sie wollten sich eventuelle über harte Fakten informieren und kriegen im Ergebnis besonders viele (weiche) Meinungen. Ist das also im Sinne des Erfinders? Für Steglich bestünde die Möglichkeit, dass Google seinen Algorithmus anpasst und Blogs in Suchergebnissen abwertet. Doch just, als er den Gedanken fertig formulierte, kam ihm in den Sinn, dass Google gerade über Blogs auch Einnahmen an Adsense generiert und sich damit ins eigene Bein schießen würde. [...]

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