Abschied vom DSDS-Schauen

29. April 2007

“Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) ist für mich gestorben. Zumindest für diese Staffel. Dabei schien es Mitte der Woche noch spannend zu werden: Zwischen Stefan Raab (”TV total”) und der RTL-Presseabteilung gab es einige Wortgefechte, hervorragend medial insziniert (ich berichtete). Nach dem freiwilligen Aus von Max Buskohl, wollte Raab den Sänger mit seiner Band “Empty Trash” zu sich einladen; RTL sagte nein, Raab griff - wie oft - zu satirischen Mitteln und kreierte ein Bild mit der Aufschrift: “Seit 196 Tagen Gefangener von R.T.L.” Geschafft hat es Stefan Raab immerhin auf den Titel der BILD-Zeitung. Das hatte sowohl etwas für ProSieben, als auch für RTL: Die zuletzt immer schwacher gewordenen Einschaltquoten (”TV total”) verbesserten sich von einem Tag zum anderen, und es gab wieder einen Grund, DSDS zu schauen.

Spannend wurde die angekündigte Demonstration von Raab (”Wir haben 120 Karten für die Sendung”) für die Freiheit Buskohls gestern Abend (ab 20:15 Uhr) erwartet. Aber sie kam nicht. Schade, eigentlich. DSDS wird immer monotoner, etwas Abwechslung hätte gut getan. Seit gestern gibt es keinen Grund mehr, weiter zuzuschauen. Denn: Verarschen, so sagt ein bürgerlicher Spruch, kann ich mich selber.

Martin Stosch, der 16-jährige Mädchenschwarm mit blauen Augen, kehrte auf die Bühne zurück, obwohl die Zuschauer ihn letzten Samstag noch rausgewählt hatten. Er trat als Ersatz für Buskohl auf. Vor einer Woche unterlag er sowohl Buskohl, Frau Bund, sowie Herrn Medlock. Nunmehr kämpft der Blauäugige gegen Bohlens Liebling um den Sieg - um einen Plattenvertrag und mindestens einem Nummer 1-Hit.

Ich hatte mich so auf ein rein hessisches Finale gefreut, zwischen Lisa Bund (Hattersheim) und Mark Medlock (Offenbach). Jetzt kämpft der “Schwule” (Spiegel Online) gegen den Schwarm. Ohne mich.

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