Roland Koch
Roland Koch gibt einem Jungen ein Autogramm

Roland Koch, Ministerpräsident in Hessen, ist beliebt bei jungen Menschen. Im Rahmen des Hessischen Familientages heute in Eschborn, gab er einem kleinen Jungen ein Autogramm.

Der Bursche traute sich erst nicht, zu Koch hinzugehen. Seine gleichaltrige Schwester machte zuvor kehrt, doch dann versuchten beide es mit Unterstützung der Mutter. Die umstehenden Leibwächter nahmen es locker. Hessens CDU-Chef gab bereitwillig eine Unterschrift auf das T-Shirt des Jungen.

Roland Koch und Harald Schmid
Koch und Leichtathlet Schmid bauen eine kleine Pyramide

Kurz zuvor durfte Roland Koch in einer Diskussionsrunde zum Thema “Hat Jugend eine Lobby?” sprechen, begleitet von einer Fernsehkamera, und baute gemeinsam mit einer Gruppe aus Kindern und dem ehemaligen Leichtathleten Harald Schmid eine Pyramide.

Nicht nur die NFL Europa verabschiedete sich heute; gleichzeitig bedeutet dieser Verlust auch das Aus für die Frankfurt Galaxy. Bislang blieb jedoch in den Medien eine Frage unbeantwortet: Wer finanziert nun die Commerzbank-Arena? Galaxy und Eintracht Frankfurt sind die Haupteinnahmequellen für das teure Stadion in Frankfurt. Erstere fällt nun weg. Ausfälle in Millionenhöhe? Offenbar stehen uns nette Wochen hier im Rhein-Main-Gebiet bevor. Läuft es ganz schlecht, könnte sogar die Stadt Frankfurt haften - und damit der Steuerzahler.

Die NFL Europa ist tot

29. Juni 2007

Die NFL Europa ist tot. Eigentlich dürfte es mich nicht stören, ist American Football nicht mein Sport. Doch werde ich die Atmosphäre vermissen, die ich am vergangenen Samstag in Frankfurt beim World Bowl erlebte. Einfach Wahnsinn, welche Stimmung diese Fans machen, ein Fußball-Spiel ist vergleichweise leise, unspektakulär. Oder wie es Thomas Knüwer formuliert: Ich habe mich gefühlt, “als säße ich drei Stunden lang neben einem startenden Jumbo”. Vgl. dazu auch ein Bild vom vergangenen Samstag. Die Frankfurt Galaxy unterlag übrigens den Hamburg Sea Devils.

Ärger gab es in Wien, der österreichischen Hauptstadt. Die dort ansässige SPIEGEL-Korrespondentin Marion Kraske wurde von zwei Polizisten wegen Überfährt einer roten Ampel mit ihrem Fahrrad zu einer Geldstrafe verdonnert. Da sie weder Geld noch einen Personalausweis dabei hatte, sollte die Journalisten abgeführt werden. Doch sie weigerte sich, und ihr Vorschlag, im Büro des Spiegels zwecks Klärung ihrer Identität anrufen zu dürfen, wurde abgelehnt. Als sie dann versuchte, die deutsche Botschaft mittels ihres Mobiltelefons zu kontaktieren, sei ihr es abgenommen worden. Dann kam es gar noch zu einem, wenn auch ungewollten Schlag in das Gesicht eines Polizisten, was von der Wiener Polizei als “Ohrfreige” bezeichnet wird.

Resultat der “Lappalie”: Eine Note der deutschen Botschaft an das Außenministerium von Österreich, einen bösen Brief des Spiegels an den Polizeipräsidenten und eine nette Geldstrafe in Höhe von 281 Euro für Frau Kraske. Ärzte stellten bei ihr Prellungen fest. Derweil sprachen die deutschen Diplomaten von einem “Völkerrechtsbruch”. Tja, so endet eine Geschichte, wenn man sich mit einem wichtigen, deutschem Medium anlegt.

Annes Abschiedsvideo

28. Juni 2007

Thomas Hinrichs, zweiter Chefredakteur von ARD-aktuell, hat heute ein kleines redaktionsinternes Video zum Abschied von Anne Will von den Tagesthemen veröffentlicht. Sollte man sich mal anschauen.

Eigentlich könnte jetzt die Stunde der BILD-Zeitung schlagen. Mit ihren Millionen Lesern hätte sie die Möglichkeit, die Türken ein wenig unter Druck zu setzen. Das macht sie sonst auch, nur leiden die Menschen darunter. Dieses Mal könnte jemand davon profitieren.

Doch so leicht gibt die BILD ihr mieses Image nicht ab. Wie das BILDblog berichtet, ist es dem Chefredakteur wohl wichtiger gewesen, ein Interview mit Marco Weiss zu bekommen. Schade eigentlich.

Bundespräsident Horst Köhler schlug am Sonntag bei der letzten Sendung von Sabine Christiansen in der ARD vor, sein Amt in Zukunft direkt vom Volk wählen zu lassen. Mehr Demokratie also. Warum auch nicht? Klar: Es würde einen Wahlkampf geben. Andererseits: Warum muss das höchste Amt im Lande vom Parlament vergeben werden, sollte nicht das Volk in einer Demokratie das Recht dazu haben? Meiner Meinung nach wäre es nicht einmal notwendig, dem Bundespräsidenten mehr Möglichkeiten einzuräumen. Durch das Recht, Gesetze zu kassieren, kann er sich genügend beteiligen. Nur mehr in die Tagespolitik einschalten, so wie Köhler es letztens öfters gemacht hat, das wäre gut - quasi als die bessere Stimme der Politik, die überlegendere.

Zurzeit sitzt der 17-jährige Marco Weiss in der Türkei in Haft. Grund: Die Mutter eines 13-jährigen Mädchens aus England hat den Deutschen angezeigt - sexuelle Belästigung, so der Vorwurf. Empörung überall: Das Mädchen hat sich als 15-Jährige ausgegeben und zu Geschlechtsverkehr soll es nicht gekommen sein, wie beide sagen. Auch eine Untersuchung bei der kleinen Charlotte war ergebnislos - sie ist Jungfrau. Trotzdem hat die türkische Polizei Marco festgenommen, seit dem sitzt er mit rund 30 anderen Häftlingen in einem Gefängnis - unter menschenunwürdigen Bedingungen, wie es heißt.

Steinmeier & Co. setzen sich seit dem für Marcos Freilassung ein, doch bleibt die türkische Justiz bislang hart. Ich kann mich den deutschen Forderungen nur anschließen. Ein höchstwahrscheinlich unschuldiger, junge Mann sollte nicht kriminalisiert werden, nur weil er mit einem Mädchen rumgemacht hat - ein normales Verhalten. Die Türkei scheint immer noch nicht in Europa angekommen sein, wie auch der aktuelle SPIEGEL (Seite 48/49, von Carsten Holm) schreibt.

Die Blogosphäre ist um ein Weblog reicher: Wie Michael Timm berichtet, ist das erste Blog auf hr-online.de kürzlich gestartet, basierend auf Wordpress. Es handelt sich um ein Projekt für das Format “Nightline” beim hessischen Jugendsender youfm. Analog zum prämierten Blog von tagesschau.de wäre der nächste, logische Schritt bei hr-online.de doch ein Redaktionsweblog - oder?

Der Generalsekretär der NPD, Peter Marx, nahm heute Oskar Lafontaine, Vorsitzender der neuen Partei “Die Linke”, in Schutz. Lafontaine vertrete ähnliche, außenpolitische Ansichten wie die rechtsextreme Partei, so Marx, so dass der ehemalige SPD-Bundesvorsitzende “Solidarität” verdient habe. Zuvor wurde Lafontaine vom Zentralrat der Juden kritisiert, er würde antisemitische Politik betreiben.

Guido Westerwelle, am Wochenende im Amt bestätigter FDP-Chef, sieht sich in einer Mitteilung an die Presse darin bestätigt, “dass man die demokratische Mitte vor Rechtsaußen und Linksaußen gleichermaßen schützen muss”. Recht hat er.