Michel Friedman, deutscher Journalist jüdischer Herkunft, hat sich in einem Interview (Teil I, Teil II) dem bekennenden NPD-Anwalt und ehemaligen RAF-Kämpfer Horst Mahler gestellt. Das ursprüngliche Ziel des Gespräches für die Vanity Fair war die RAF, doch kam Friedman nur selten dazu.

Mahler begrüßte Friedman stattdessen zu Beginn mit “Heil Hitler, Herr Friedman” und leugnete den Holocaust. Nach seiner Auffassung streben die Juden die Weltherrschaft an und ziehen im Hintergrund die Strippen der USA und Deutschlands. Gott wolle, dass das Deutsche Reich wieder aufersteht und dafür kämpfe er. “Die jüdische Macht ist am Ende, und das wird sich auch rumsprechen”, so Mahler. Juden bräuchten “Gewalt, um sich als Opfer wieder darzustellen”, denn dies sei ihre Masche, um ihre Ziele zu erreichen.

Friedman hat als Privatperson Anzeige gegen Mahler nach dem Interview Anfang Oktober erstattet.

Ein trauriges, doch in einer gewissen Art und Weise bildendes Gespräch, um verstehen zu können, wie Neo-Nazis ticken.

2 Kommentare zu “Mahler: “Heil Hitler, Herr Friedman””

  1. julia seeliger sagt:

    Finde ich nicht gut, das zu posten.

    Das ist genau das, was die Vanity Fair damit wollte - FAME!

    Die tun so, als ob sie Mahler entlarven wollten - dabei geht’s denen
    doch nur darum, dass wir alle dieses Interview posten, drüber reden …
    letztlich also um Auflage.

    Zweifelhaft!

  2. Frederic Schneider sagt:

    Das stimmt - und einige, u. a. die Netzeitung - haben darauf hingewiesen. Aber ich finde die Thematik erwähnenswert, sodass ich mich zum blosen Posten entschieden haben.

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