Populäres Weblog mobbt Redakteur
21. Januar 2008
Ein Hobbyprojekt ist immer dann erfolgreich, wenn es allen Beteiligten Spaß macht. Bei der einen Seite klappt es, bei der anderen nicht. TVBlogger, das bekannteste Blog zum Thema Fernsehen, gehört gewiss in die zweite Kategorie.
TVBlogger ist ein spezieller Fall. Zum einen versucht es ein Weblog zu sein, wie alle anderen, eine stark meinungsgeprägte Seite. Andererseits sind die Grenzen schnell erreicht, denn alles muss kommentiert werden - egal, ob es sinnvoll ist oder nicht. Der krampfhafte Versuch zu kommentieren, lässt die Seite hin und wieder komisch wirken. Nachdem TVBlogger in letzter Zeit nach außen wieder besser wurde, kracht es nach innen - und zwar gewaltig.
Mobbing lautet das Sprichwort. Redakteure, die sich nicht der Linie des Chefs, Daniel Richter, fügen, werden Schritt für Schritt entzaubert. Erst wird ihnen im Vier-Augen-Gespräch nahegelegt, sich zurückzuhalten, und eine Auszeit zu erwägen. Auszeiten können einen Sinn haben. Doch die von Richter vorgeschlagene Auszeit entpuppte sich als laienhafter Versuch, den Redakteur rauszueckeln, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Nachdem der Redakteur die Auszeit wahrnahm, verlor er die Redakteursrechte in der Online-Verwaltung, dann wurde er gebeten, sich aus allen Diskussionen rauszuhalten, die Moderatormöglichkeiten im TVWiki wurden ihm abgenommen, sogar aus seinen eigenen Skripten, die seine Rechte tragen, wurde er erst nach Druck wieder freigeschalten - mit dem Hinweis, er würde sich damit unbeliebt machen. Sein Name wurde auf die Bann-Liste gesetzt, damit die Chefredaktion überprüfen kann, was er schreibt. Und das ganze wurde innerhalb der Redaktion ausgebiebig diskutiert.
Was das Blog TVBlogger von einem solchen Auftreten hat, ist sicherlich zweifelhaft, aber nicht neu. Schon öfters wurden so oder so ähnlich bereits Redakteure einfach rausgeschmissen. Das interne Forum von TVBlogger lebt schon seit längerem durch Hetztiraden auf andere Magazine. Und nun, offensichtlich, auch auf verdiente Redakteure.
Roland Koch klarer Sieger beim TV-Duell!
20. Januar 2008
Klarer Sieg für Ministerpräsident Roland Koch beim richtungsweisenden TV-Duell im Hessischen Rundfunk. Das sehen auch mehrheitlich die Nutzer auf hr-online.de so. Ein paar Auszüge - Kommentare, die alle ähnlich klingen:
- “Für mich ist ganz klar Koch der Sieger bzw. der überzeugende Kandidat”
- “In der Bildungspolitik hat Roland Koch eindeutig das bessere realitätsnähere Konzept”
- “Also der Ministerpräsident hat den Schlagabtausch klar gewonnen!”
- “Roland Koch ist klar als der Sieger aus dem Duell hervorgegangen. Er konnte klar und unwiederlegbar sein Programm belegen und seine bisherigen Erfolge darstellen.”
- “Herr Koch hat es gegen Ende klar auf den Punkt gebracht: Das [die Ziele von Frau Ypsilanti] ist reiner Populismus und nicht zu finanzieren.”
- “Dieses Duell ging eindeutig an Herrn Koch. Ich bin zwar Student und dürfte alleine wegen den Studiengebühren nicht Herrn Koch wählen. Allerdings war es sehr offentlich, dass Frau Ypsilanti und ihrer Partei jegliches realistisches Konzept fehlt.”
- “Danke HR für diese Sendung; im Vorfeld hatte ich mit Frau Ypsilanti sympathisiert - doch sie konnte im direkten Duell keine klaren und sachlichen Argumente vortragen und Perspektiven aufzeigen - Herr Koch wirkte wesentlich glaubwürdiger und ehrlicher. Meine Wahlentscheidung ist gefallen.”
- “Kompetenz hat einen Namen: Roland Koch! Inhaltlich klar, sachlich und überzeugend. Ypsilanti hat bei entscheidenden Punkten gekniffen (…)”
- “Keine Frage: Koch hatte die weitaus besseren Fakten und Argumente. Frau Ypsilanti war zu oft unsicher, hatte fadenscheinige Argumente und versprach zu viele Luftnummern. Diese Runde ging klar an Koch!”
Selbst die Umfrage bei der linksorientierten “Frankfurter Runschau” geht eindeutig positiv für Koch aus: 59,88 Prozent sehen Koch als Sieger, Ypsilanti lediglich 37,34 Prozent. (Stand: 23:35 Uhr)
Podiumsdiskussion zur Landtagswahl
16. Januar 2008
Kommenden Dienstag veranstaltet die Kreisschülervertretung des Hochtaunuskreis, in dessen Vorstand ich Mitglied bin, eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Hessischen Landtagswahl am 27. Januar. Wir begrüßen Vertreter der vier im Landtag vertretenden Parteien: Holger Bellino MdL für die CDU, Stefanie Reckling als Vertreterin der SPD. Reckling sitzt derzeit im Kreistag und ist Jusos-Mitglied. Norman Dießner kommt von den Grünen und Dorothea Henzler MdL vertritt die FDP. Henzler ist bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion.
Themen der Diskussion, geführt von einem Journalisten der “Taunus Zeitung”, ist die Bildungspolitik, vorwiegend der Bereich Schule. Alle Schülerinnen und Schüler der weiterführender Schulen im Kreis wurden dazu in einem Schülerbrief (Auflage: rund 20.000 Exemplare) eingeladen. Aber auch jeder “normale” Bürger ist eingeladen, der Diskussion am 22. Januar zuzuhören. Beginn ist um 17 Uhr in der Rotunde (Aula) des Gymnasium Oberursel.
Wie türkische Lobbyisten Koch als “Rassist” bezeichnen
11. Januar 2008
Es ist schon komisch, wie sich manche Vertreter von “gemeinnützigen Vereinen” äußern. Kenan Kolat, Vorsitzender der “Türkischen Gemeinde in Deutschland“, bezichtigt Roland Koch des Rassismus und attestiert ihm eine Nähe zur NPD. Jetzt fordert er obendrein einen Verhaltenkodex und schmiedet an einer Koalition mit den Kirchen und dem ebenfalls Koch-kritischen “Zentralrat der Juden”.
Gestern forderte Kolat das genaue Gegenteil von dem, das sich viele Menschen in Deutschland wünschen. Er sagte, statt Ausweisungen zu verstärken, solle sie ganz abgeschafft werden. Zudem erklärte er Koch für nicht wählbar und empfahl damit den “50.000″ Türken in Hessen, andere Parteien zu wählen, was damit indirekt als Aufforderung zu verstanden ist, Rot-Rot-Grün die Stimmen zu geben. Zudem kritisierten gestern Kolat und Konsorten Merkel, sie solle zudem ihren Stellvertreter zurückpeiffen.
Nun, man kann Koch in der Tat vorwerfen, dass er speziell auf Ausländer geht. Doch sind nicht gerade diese ein Problem? Sind nicht gerade ausländische Bürger überproportional straffällig? Hat Koch nicht Recht, wie ihm viele schreiben - und heute auch der “Weiße Ring” sagte? Ist es Rassismus, wenn man Probleme anspricht? Hat Koch jemals etwas generell gegen Ausländer gesagt? Nimmt Hessen nicht gerne Ausländer auf?
Es kann zudem nicht sein, dass ein “gemeinnütziger Verein” mit Unterstützung des türkischen Staates versucht, Einfluss auf die Wahl in Hessen zu nehmen. Kolat sollte sich überlegen, wie weit er geht. Es ist nun an den Politikern, solchen Lobbyisten Einhalt zu gebieten, wie es der ein oder andere CDU-Politiker schon tat.
Vom “Redakteur und Schriftsteller”, Herr Tjaden
11. Januar 2008
Heinz-Peter Tjaden ist etwas, das man gemeinhin Korinthenkacker nennt. Nun gut, vielleicht wird diese Bezeichnung Herrn Tjaden nicht ganz gerecht, manchmal kann er ja auch begeistern. Jetzt, pünktlich zur Hessischen Landtagswahl in zwei Wochen, hat er sein ganz großes Thema gefunden: Roland Koch. Tjaden mag Koch nicht. Und obwohl er in Wilhelmshaven, ganz oben im Norden wohnt, würde er ihn nie wählen. Das klingt komisch, ist jedoch so.
Seit einigen Tagen, nein, was sag ich: seit wenigen Wochen also schreibt Heinz-Peter Tjaden seine Kontra-Koch-Kolumen auf dem seriösen Weblog von Alexander Trust. Man kann sagen, dass Sajonara seit dem weniger seriös ist. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass es Konservativen weniger gefällt und den Sozialdemokraten mehr. Wenn Tjaden jedoch Koch, Hessens Ministerpräsident, für seine Meinung aufgrund von “Volksverhetzung” anzeigen möchte und dazu sogar der “Wilhelmshavener Redakteur und Schriftsteller Heinz-Peter Tjaden” einen Frankfurter Staatsanwalt kontaktiert - und sogar ein Statement erhält -, dann liegt mein Verständnis für so genannte “Gutmenschen” tendenziell bei null.
Tjaden wäre der geborene Wahlkämpfer für die SPD: Er kann polarisieren (Schröder), laut werden (Schröder), meinen alles bestimmen zu müssen (Beck und Schröder) und wenn ich es nicht besser wüsste, würde er sogar mit den Linken (Lafontaine) koalieren. Das wäre es übrigens, was mir noch fehlt: Eine Kolumne von Tjaden, wo er der SPD empfiehlt, mit den Post-Kommunisten zu koalieren. Herr Tjaden?
Klinsi solls richten
11. Januar 2008
Jürgen Klinsmann wird neuer Trainer bei den Bayern. Puh, was war ich eben überrascht, als ich diese “Eilmeldung” bei “Spiegel Online” las. Klinsi ist nun also wieder Trainer, dann noch in Deutschland - und bei den verhassten Bayern. Ich zweifel jedoch ehrlich gesagt, dass er langfristig erfolgreich sein wird. Es ist etwas anderes, punktuell mit einer Mannschaft Erfolg zu haben, wie während der WM vor zwei Jahren, als einen erfolgsverwöhnten Klub mit einem großen Budget zu trainieren.
Ergänzung, 12:30 Uhr: Ich lese gerade auf sport.ARD.de: “Das Erste bringt heute nach der Tagesschau eine Sondersendung zum Comeback von Jürgen Klinsmann in Deutschland.” Nunja, man kann es ja auch übertreiben.