Euphorie in Frankfurt

31. März 2008

Frankfurt war schon immer etwas außergewöhnlich, wenn es um die Euphorie beim lokalen Fußball-Verein geht. Jahrzehnte lang bestimmte die Frankfurter Eintracht das Geschehen in der Ersten Fußball-Bundesliga ganz vorne mit, gewann zuletzt 1988 den DFB-Pokal - und wurde 1980 als eine der wenigen deutschen Mannschaften Sieger im UEFA-Pokal.

Eintracht Frankfurt
Die Flagge der Eintracht weht in Richtung Europapokal
Foto: Edith Ochs / pixelio.de

Vom Europapokal wird anno 2008 wieder geträumt. Nachdem die Hessen im WM-Jahr etwas UEFA-Pokal-Luft schnappen durften, weil sie Vize-Pokalsieger in Deutschland wurden, möchten die Hessen liebendgerne wieder international spielen. Nach dem verdienten Sieg am Samstag gegen Leverkusen, steht die Eintracht wieder so gut da, wie zuletzt vor 14 Jahren: Platz 7 (punktgleich mit Meister Stuttgart) ist das Resultat der erfolgreichen Arbeit des Trainer Friedhelm Funkel.

Vor allem aber haben es Funkel und der Vorsitzende der Fußball AG, Heribert Bruchhagen, geschafft, das Umfeld etwas zu beruhigen. Beide dämpfen stets die Erwartungen und verleiten Sport-Journalisten sogar nach dem Sieg am Samstag dazu, sich darauf in netten Worten zu eschoffieren. Beide tun gut daran, ihre Haltung nicht aufzugeben.

Nur wenn beide die Erwartungen und damit den Druck auf die Mannschaft so gering wie möglich halten können, wäre es in der Tat möglich, dass die Eintracht im Herbst wieder international spielt. Erste Träume, die Eintracht könnte sogar in der Champions League spielen, sind allerdings noch etwas hochgegriffen. Bei aller Euphorie - so weit ist die Mannschaft noch nicht.

Ein Kommentar zu “Euphorie in Frankfurt”

  1. Markus sagt:

    Würde euch das gönnen, schon wegen dir und du weißt schon wen ;-)

    Aber bitte hinter uns dann, auf Platz 3 oder 2 ;-)

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