Der internationale IT-Konzern Accenture prägt einen neuen Begriff: die multipolare Welt. Bereits der ehemalige französische Präsident Chirac sprach 2006 von diesem Wort, das den Nachfolger der Globalisierung darstellen soll. Statt wie bislang, wird die Weltwirtschaft demnach durch Ländergruppen wie die EU dominiert, oder durch einzelne Staaten, die heute eine untergeordnete Rolle spielen: Brasilien oder die baltischen Staaten, zum Beispiel.

Accenture-Chef Stephan Scholtissek empfahl in einem n-tv.de-Interview Deutschland daher, in die High-Tech-Industrie zu investieren. “Wir wissen, dass in drei Jahren mehr Mittelklasse-Haushalte in Indien und China da sein werden, als zum gleichen Zeitpunkt in den USA”, so der Manager. “Dort entsteht ein Mittelstand, dem man deutsche Produkte gut verkaufen kann.”

Mehr Informationen: accenture.com

2 Kommentare zu ““Multipolare Welt” statt “Globalisierung””

  1. Tom Schaffer sagt:

    die multipolare welt ist kein gegenstück zur globalisierung (und schon gar kein “neuer” begriff). die globalisierung ist ja mehr oder weniger das zusammenwachsen der welt in allen bereichen. die multipolare welt beschreibt hingegen einen machtzustand im internationalen staatensystem. bipolar - kalter krieg. unipolar - eventuell eine kurze phase nach dem kk, als die usa klar dominierend waren. multipolar - der sich aktuell festigende zustand. in allen drei phasen fand dennoch globalisierung statt.

  2. Frederic Schneider sagt:

    Nennen wir es stattdessen den “nächsten Schritt der Globalisierung”, wie es auch Stephan Scholtissek beschrieb. Meines Erachtens hat die “multipolare Welt” jedoch eine Sonderstellung im Zuge der Weiterentwicklung, weshalb ich diesen Blogeintrag auch “‘Multipolare Welt’ statt ‘Globalisierung’” betitelt hatte.

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