Ja, das ZDF existiert - auch online. heute.de erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit und nicht erst seit der Farce um die Mount Everest-Berichterstattung wird für die Nachrichten-Seite des Zweiten Deutschen Fernsehens auch exklusiv produziert. Doch im Gegensatz zum Angebot der ARD - tagesschau.de - tut sich das ZDF, zumindest bei mir, online noch etwas schwer.

Erst zögerlich und eigentlich zuerst am heutigen Tage habe ich das ZDF-Weblog zur US-Wahl entdeckt. Dort schreiben Korrespondenten aus Washington D. C. von ihren Eindrücken beim Kampf um den Einzug in das Weiße Haus. Sogar das so genannte Video-Bloggen hat das Studio in der US-Hauptstadt entdeckt - Klaus Peter Siegloch höchstpersönlich kommentierte kürzlich die Vorwahl in Pennsylvania.

Ein Grund, in Zukunft öfters auf heute.de vorbeizuschauen.

Die kommerziellen Medien möchten die Offensive der Öffentlich-Rechtlichen (ÖR) im Internet gerne verhindern und kämpfen seit Monaten energisch in ihren Publikationen und vor der Politik gegen einen Ausbau. Jetzt schlägt die ARD zurück - mit einem 45-minütigen Film, der heute Abend ausgestrahlt wurde. Zwar kamen auch die Privaten ausgiebig zu Wort, doch wurde vor allem dem Sender RTL Propaganda kontra ÖR vorgeworfen.

“Spiegel”-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron zeigte sich hingegen kompromissbereit und nannte etwa tagesschau.de einen “fairen Wettbewerber”, man beobachte sich gegenseitig. Allerdings verwäre er sich einer Erweiterung. Andere Gesprächspartner nannten die Finanzkraft der ÖR als eine Gefahr, die Privaten könnten nicht mithalten.

Der Film beschäftigte sich alleine zehn Minuten lang dann auch mit den Gefahren der Privatsender. Der Autor des Filmes, Thomas Leif (SWR), demonstrierte die Schattenseiten von RTL, Sat.1, ProSieben & Co. und kritisierte zugleich die laschen Kontrollen der Landesmedienanstalten. Eine Kernaussage des Filmes war, dass es bei den Privaten an Qualität fehle. Um dies zu untermauern, sprach ein “Insider” über die Rationalisierung bei Sat.1, die vom Unternehmen “McKinsey” gesteuert wurde, welche in der Konsequenz das Informationsprogramm verringte.

Sehenswert war der Film sicherlich, doch spannend wird die Reaktion der kommerziellen Sender. Möge der Bessere gewinnen …

Noch ist tagesschau.de, das Nachrichtenportal der ARD, von der chinesischen Zensur nicht blockiert. Doch Druck auf das Flagschiff seriösen deutschen Journalismus wird von der Führung in Peking indirekt ausgeübt. Nachdem die “tagesschau.de”-Redaktion eine Umfrage schaltete, ob der Fackellauf der Olympischen Spiele abgesagt werden solle (Optionen: Ja oder Nein, Ist mir egal), gab es ein übermäßiger Ansturm auf die Umfrage. Selbst, als die Redaktion, die das große Interesse bemerkte, die Abstimmung offline nahm, wurde die Adresse weiterhin deutlich häufiger aufgerufen als die Startseite von “tagesschau.de”. Eine ARD-Reporterin aus China lüftete heute Morgen das Rätsel, woher genau die Anfragen kommen: Mehrere tausend Websiten aus China haben dazu aufgerufen, sich an der Umfrage zu beteiligen - und setzten gleich Direktlinks, um für das “Nein” abzustimmen.

Es ist auf einer gewissen Art und Weise amüsant, wie die Freude an der deutschen Mannschaft vor zwei Jahren zu einer nationalen Euphorie-Bewegung wurde. Trotz einem lediglich dritten Platz war Deutschland “Weltmeister der Herzen” und ein geglücktes “Sommermärchen” mündete in einem Empfang vor dem Brandenburger Tor, bei dem die Mannschaft rund einer Millionen Deutschen vor Ort und vielen weiteren an den Fernsehern “Danke” sagte.

In diesem Sommer ist es wieder soweit: Die Fähnchen können herausgeholt, Großbildleinwände aufgestellt und der Sommer herbeigesehnt werden. Österreich und die Schweiz sind Gastgeber, sodass es die Deutschen nicht sonderlich weit haben. Das spricht für volle Stadien voller “schwarz-rot-geil” (”Bild”-Zeitung). Naturgemäß sind die Gastgeberländer stets motiviert und man sollte die Alpenstaaten nicht unterschätzen. Trotz alledem hat unsere Mannschaft gezeigt, wer das Sagen auf dem Platz hat. Nach einem - zugegebenermaßen eher schlechten - 3:0 gegen die “Össis”, überzeugten Mario Gomez & Co. gestern Abend beim 4:0 in Basel gegen unsere Freunde aus der Schweiz.

Die deutsche Mannschaft wird es bei der diesjährigen Europameisterschaft vergleichsweise einfach haben. Dankenswerterweise spielen Frankreich, Italien und die Niederlande alle in der Gruppe C, aber nur zwei kommen weiter. Außerdem haben es die Engländer versäumt, sich zu qualifizieren. Wir Deutsche spielen hingegen lediglich gegen die Österreicher, Kroaten und die von der WM bekannten Polen (1:0 durch Neuville). Es sieht gut aus. Und die Euphorie könnte wieder rechtzeitig entfachen. Die Medien fangen bereits wieder an, Stimmung zu machen. In einem Ankündigungs-Video (Neudeutsch: Trailer) zum gestrigen Abend demonstrierte das ZDF die “Pizza-Boykott”-Mentalität von unseren Freunden des Boulevards. Es könnte uns ein heißer Sommer bevorstehen!

Ein Hobbyprojekt ist immer dann erfolgreich, wenn es allen Beteiligten Spaß macht. Bei der einen Seite klappt es, bei der anderen nicht. TVBlogger, das bekannteste Blog zum Thema Fernsehen, gehört gewiss in die zweite Kategorie.

TVBlogger ist ein spezieller Fall. Zum einen versucht es ein Weblog zu sein, wie alle anderen, eine stark meinungsgeprägte Seite. Andererseits sind die Grenzen schnell erreicht, denn alles muss kommentiert werden - egal, ob es sinnvoll ist oder nicht. Der krampfhafte Versuch zu kommentieren, lässt die Seite hin und wieder komisch wirken. Nachdem TVBlogger in letzter Zeit nach außen wieder besser wurde, kracht es nach innen - und zwar gewaltig.

Mobbing lautet das Sprichwort. Redakteure, die sich nicht der Linie des Chefs, Daniel Richter, fügen, werden Schritt für Schritt entzaubert. Erst wird ihnen im Vier-Augen-Gespräch nahegelegt, sich zurückzuhalten, und eine Auszeit zu erwägen. Auszeiten können einen Sinn haben. Doch die von Richter vorgeschlagene Auszeit entpuppte sich als laienhafter Versuch, den Redakteur rauszueckeln, ohne sich die Hände schmutzig zu machen. Nachdem der Redakteur die Auszeit wahrnahm, verlor er die Redakteursrechte in der Online-Verwaltung, dann wurde er gebeten, sich aus allen Diskussionen rauszuhalten, die Moderatormöglichkeiten im TVWiki wurden ihm abgenommen, sogar aus seinen eigenen Skripten, die seine Rechte tragen, wurde er erst nach Druck wieder freigeschalten - mit dem Hinweis, er würde sich damit unbeliebt machen. Sein Name wurde auf die Bann-Liste gesetzt, damit die Chefredaktion überprüfen kann, was er schreibt. Und das ganze wurde innerhalb der Redaktion ausgebiebig diskutiert.

Was das Blog TVBlogger von einem solchen Auftreten hat, ist sicherlich zweifelhaft, aber nicht neu. Schon öfters wurden so oder so ähnlich bereits Redakteure einfach rausgeschmissen. Das interne Forum von TVBlogger lebt schon seit längerem durch Hetztiraden auf andere Magazine. Und nun, offensichtlich, auch auf verdiente Redakteure.

Klarer Sieg für Ministerpräsident Roland Koch beim richtungsweisenden TV-Duell im Hessischen Rundfunk. Das sehen auch mehrheitlich die Nutzer auf hr-online.de so. Ein paar Auszüge - Kommentare, die alle ähnlich klingen:

  • “Für mich ist ganz klar Koch der Sieger bzw. der überzeugende Kandidat”
  • “In der Bildungspolitik hat Roland Koch eindeutig das bessere realitätsnähere Konzept”
  • “Also der Ministerpräsident hat den Schlagabtausch klar gewonnen!”
  • “Roland Koch ist klar als der Sieger aus dem Duell hervorgegangen. Er konnte klar und unwiederlegbar sein Programm belegen und seine bisherigen Erfolge darstellen.”
  • “Herr Koch hat es gegen Ende klar auf den Punkt gebracht: Das [die Ziele von Frau Ypsilanti] ist reiner Populismus und nicht zu finanzieren.”
  • “Dieses Duell ging eindeutig an Herrn Koch. Ich bin zwar Student und dürfte alleine wegen den Studiengebühren nicht Herrn Koch wählen. Allerdings war es sehr offentlich, dass Frau Ypsilanti und ihrer Partei jegliches realistisches Konzept fehlt.”
  • “Danke HR für diese Sendung; im Vorfeld hatte ich mit Frau Ypsilanti sympathisiert - doch sie konnte im direkten Duell keine klaren und sachlichen Argumente vortragen und Perspektiven aufzeigen - Herr Koch wirkte wesentlich glaubwürdiger und ehrlicher. Meine Wahlentscheidung ist gefallen.”
  • “Kompetenz hat einen Namen: Roland Koch! Inhaltlich klar, sachlich und überzeugend. Ypsilanti hat bei entscheidenden Punkten gekniffen (…)”
  • “Keine Frage: Koch hatte die weitaus besseren Fakten und Argumente. Frau Ypsilanti war zu oft unsicher, hatte fadenscheinige Argumente und versprach zu viele Luftnummern. Diese Runde ging klar an Koch!”

Selbst die Umfrage bei der linksorientierten “Frankfurter Runschau” geht eindeutig positiv für Koch aus: 59,88 Prozent sehen Koch als Sieger, Ypsilanti lediglich 37,34 Prozent. (Stand: 23:35 Uhr)

Heinz-Peter Tjaden ist etwas, das man gemeinhin Korinthenkacker nennt. Nun gut, vielleicht wird diese Bezeichnung Herrn Tjaden nicht ganz gerecht, manchmal kann er ja auch begeistern. Jetzt, pünktlich zur Hessischen Landtagswahl in zwei Wochen, hat er sein ganz großes Thema gefunden: Roland Koch. Tjaden mag Koch nicht. Und obwohl er in Wilhelmshaven, ganz oben im Norden wohnt, würde er ihn nie wählen. Das klingt komisch, ist jedoch so.

Seit einigen Tagen, nein, was sag ich: seit wenigen Wochen also schreibt Heinz-Peter Tjaden seine Kontra-Koch-Kolumen auf dem seriösen Weblog von Alexander Trust. Man kann sagen, dass Sajonara seit dem weniger seriös ist. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass es Konservativen weniger gefällt und den Sozialdemokraten mehr. Wenn Tjaden jedoch Koch, Hessens Ministerpräsident, für seine Meinung aufgrund von “Volksverhetzung” anzeigen möchte und dazu sogar der “Wilhelmshavener Redakteur und Schriftsteller Heinz-Peter Tjaden” einen Frankfurter Staatsanwalt kontaktiert - und sogar ein Statement erhält -, dann liegt mein Verständnis für so genannte “Gutmenschen” tendenziell bei null.

Tjaden wäre der geborene Wahlkämpfer für die SPD: Er kann polarisieren (Schröder), laut werden (Schröder), meinen alles bestimmen zu müssen (Beck und Schröder) und wenn ich es nicht besser wüsste, würde er sogar mit den Linken (Lafontaine) koalieren. Das wäre es übrigens, was mir noch fehlt: Eine Kolumne von Tjaden, wo er der SPD empfiehlt, mit den Post-Kommunisten zu koalieren. Herr Tjaden?

Es gehört fest zur deutschen Fernsehgeschichte und versammelt einmal im Jahr Millionen Zuschauer vor den Fernsehern: “Dinner for One”.

1963 vom NDR produziert, genießt “Dinner for One”, oder: “Der neunzigste Geburtstag”, im deutschsprachigen Raum Kultstatus. Über zehn Millionen Menschen verfolgten insgesamt den Film letztes Jahr in Deutschland.

Miss Sophie (May Warden) begeht ihren 90. Geburtstag. Sie lädt vier ihrer Freunde - Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom - ein, die allesamt aber längst, der letzte vor vielen Jahren, verstorben sind. Also muss Butler James (Freddie Frinton) die Rolle des Quartettes übernehmen. Er serviert nicht nur das Essen und die Getränke, sondern trinkt auch für die vier “anwesenden” Gäste mit - stets alkoholische Getränke: Champagner, Portwein, Sherry und Weißwein.

Legendär ist die Frage von James: “The same procedure as last year, Miss Sophie?”. Sie erwidert: “The same procedure as every year, James”, wobei die Betonung auf “every”, zu Deutsch: “jedes”, liegt. Diesen Dialog gibt es vor jedem Gang. Da James jedoch durch die Alkoholika schnell angetrunken ist, wird sein Englisch von Getränk zu Getränk schlechter, später nur noch nuschelnd zu verstehen. Außerdem fällt er über einen am Boden liegenden Tigerkopf. Unvergessen ist auch sein Rülpser und das “Skall!”.

Vor dem Beginn der eigentlichen Dialoge zwischen Miss Sophie und James gibt es eine erläuternde Einleitung, gesprochen von Heinz Piper. “Dinner for One” gefällt vor allem durch die vielen kleinen und versteckten Witze, die das Publikum, im Hintergrund zu hören, stets lachen lässt.

International verbreitet

“Dinner for One” gibt es in mehreren Fassungen. Das Schweizer Fernsehen hat eine kürzere Version (11 Minuten, anstatt 18 in Deutschland) gedreht. Ferner existiert noch eine dänische Fassung, wo alle vier Gäste noch leben. Kultstatus hat der Film auch in Norwegen, Schweden, Südafrika und Österreich. In England wurde “Dinner for One” bereits ausgestrahlt, ist allerdings nicht weit verbreitet. Da die deutsche Fassung englischsprachig ist, unterscheiden sich die Versionen in beiden Ländern nicht. Seinen Ursprung soll der Film in England haben: Lauri Wylie schrieb die Geschichte dazu bereits in den 20er Jahren. Ab 1945 soll der Film im englischen Varieté-Theater Winter Gardens aufgeführt worden sein. Im deutschen Fernsehen feierte “Dinner for One” am 9. Dezember 1961 seine Premiere.

Diesjährige Sendetermine

Im Folgenden dokumentiere ich alle Sendetermine am Montag, den 31. Dezember 2007. Darunter auch interessante Formate wie “Dinner for One auf Hessisch”. (Der orginale Film ist kursiv markiert.)

  • 13:35 Uhr, Dinner for One - up Platt, NDR
  • 14 Uhr, Dinner for One auf Hessisch, HR
  • 14:05 Uhr, Dinner for One - das Dinner, NDR
  • 16:05 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 16:30 Uhr, Dinner for Wan(ne), WDR
  • 16:35 Uhr, Dinner for One auf Hessisch, NDR
  • 17:25 Uhr, Dinner for One - die Dokumentation, NDR
  • 17:55 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 18:50 Uhr, Dinner for One, WDR
  • 19 Uhr, Dinner for One, BR
  • 19 Uhr, Dinner for One, MDR
  • 19:05 Uhr, Dinner for One, RBB
  • 19:10 Uhr, Dinner for One, HR
  • 19:30 Uhr, Dinner for One - up Platt, EinsLive
  • 19:40 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 22:35 Uhr, Dinner for One, HR
  • 23:40 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 00:02 Uhr, Dinner for One, BR
  • 00:50 Uhr, Dinner for One auf Hessisch, HR
  • 04:15 Uhr, Dinner for One - up Platt, EinsLive
  • 04:30 Uhr, Dinner for One - die Dokumentation, NDR

Dieser Artikel ist eine überarbeitete Version von einem Text aus 2005, den ich bei TVBlogger schrieb. Eine weitere Zusammenfassung gibt es auf der gleichen Seite von Daniel Richter.

Marco ist aus dem Gefängnis und befindet sich inzwischen zurück in Deutschland. Zwar ist längst noch kein Urteil gefallen, doch bis zur Weiterverhandlung in der Türkei im April kann der 17-Jährige erst einmal ausspannen. Er wolle sich jetzt erst einmal eine Woche zurück ziehen und von seinen Eltern verwöhnen lassen, lies er durch einen seiner Rechtsanwälte ausrichten. Zugleich strahlte RTL jedoch gestern ein exklusives Interview mit Marco aus, eine Welle der Entrüstung bricht seit dem aus.

Es ist allerdings einfach, Marco und seiner Familie aufgrund dieser Berichterstattung etwas Verwerfliches vorzuwerfen.

Die Familie Weiss im Allgemeinen und Marco im Besonderen befinden sich in einer schweren Lage, die nicht nur dadurch geprägt ist, dass Marco acht Monate im Gefängnis saß; dazu kommt, dass Familie Weiss von der deutschen Presse quasi belagert wird. Es ist jetzt abzuwägen, was besser für sie ist. Aus moralischer Sicht ist der exklusive Deal mit RTL eher verwerflich, außerdem stellt sich Marco nicht der freien Presse, sodass ARD, ZDF, dpa, Reuters & Co. kein eigenes Material zum Versenden haben. Nun wäre dies aber mit einem großen, medialen Rummel verbunden gewesen, mit vielen Reporterteams, die auf einen einreden. Ist es da nicht interessanter, sich nur einem Team zu offenbaren, das zwar viel gezeigt bekommt, sich ansonsten aber eher zurückhält, mit einem in das Feld geht und dort in Ruhe interviewt, das mit einem vor einem “Kamin” sitzt und freundliche Fragen stellt und sogar darauf hinweist, man würde zum eigentlichen Problem keine Fragen stellen? Ich glaube, dies ist für Marco und seine Familie viel besser, und hat den positiven Nebeneffekt, dass es Geld bringt, das der Familie, die wenig hat, ebenfalls hilft.

Dass wir immer nur das Negative bei einem solchen, von RTL natürlich ausgeschlachtenen Exklusiv-Deal sehen, finde ich sehr schade und zeigt die Verbortheit vieler Menschen in unserer Gesellschaft. Dafür sollten sich diejenige genauso schämen, wie sie von Marco und seiner Familie Scham fordern.

Eigentlich habe ich in letzter Zeit wieder angefangen, TVBlogger zu mögen. Einmal abgesehen von einigen Fehlleistungen, produziert das Weblog in letzter Zeit wieder mehr Qualität - auch wenn das einige Leser nicht einsehen möchten. Da wäre zum Beispiel, vom gleichen Autor, ein Kommentar zu einer Umfrage betreffend der Tagesschau. Oder eine provokante Auseinandersetzung mit “Bauer sucht Frau”. Darum geht es allerdings auch nicht; inhaltlich habe ich mich in letzter Zeit oft genug mit dem Blog auseinander gesetzt und musste mir sagen lassen, ich führe einen Rachefeldzug.

Nein, was mich etwas stört (es ist nichts Weltbewegendes), ist, wie man in letzter Zeit mit seinen Lesern umspringt. Auf Kritik wird seit einiger Zeit nur noch mit Herabstufungen reagiert. Zwar sind einige User-Beiträge in der Tat nicht sonderlich konstruktiv, doch sollte man mit seinen Lesern, mit seinem Kapital freundlicher umgehen. Es kann nicht sein, dass man andauernd seine Leser für ein Pöpel hält. Ist das wirklich nötig?