Es gibt Journalisten, die gibt es nicht. Hans-Jürgen Jakobs ist so einer. Jakobs verantwortet das Medien-Ressort der “Süddeutsche Zeitung”.

Am 26. November began ein Artikel von ihm folgendermaßen: “Der 31. August 2006 war ein besonderer Tag für Ulrich Wickert (…)” Ein anderer, über Nina Ruge, am gleichen Tag so: “Der 3. Februar 1997 war ein besonderer Tag für Nina Ruge (…)”

Man könnte jetzt sagen, ihm war langweilig, oder er war müde, vielleicht wollte er auch nur witzig sein. Aber nein, letztes Jahr schrieb er über den Börsengang von Premiere: “Mittwoch war ein besonderer Tag für ARD und ZDF (…)”

Und es gibt noch mehr solche Sätze. Das hört sich stark so an, als ob Jakobs gerade das Formulieren lernt. Oder so, wie es “la deutsche vita” auf der Seite von Stefan Niggemeier formulierte: “Ein Glück, dass Herr Jakobs nicht über den 11. September schreiben musste.”

Papst kontra Mohammed

19. September 2006

Papa Razzi war bekanntlich kürzlich für einige Tage in Bayern. Dort sprach er über den Islam und den von den Muslimen verehrten Mohammed. Inzwischen eskalierte - bekanntlich - der unnötige Streit danach. Muslime drohten dem Papst, ihn zu töten. In islamischen Staaten wurden auch deutsche Fahnen verbrannt - immerhin ist der Papst Deutscher (gewesen).

Ich sah vor gut einer halben Stunde zusammen mit einigen deutschen und muslimischen Jugendlichen eine Aufzeichnung einer Phoenix-Dokumentation über 9/11. Kurz vor dem Ende sagte eine junge Muslimin, sie könne nicht mehr. Was gezeigt worden war, wäre ihr zu viel. Sie meinte, der Koran sagt nicht, dass man töten soll; die radikalen Muslime denken jedoch, man müsse die “Ungläubigen” vernichten.

Es ist eine Farce.