Obama in DeutscKanhland
24. Juli 2008

“Spiegel Online” begrüßt Senator Obama in “DeutscKanhland”. Während dieser Beitrag entstand, hat die Redaktion den Fehler jedoch wieder korrigiert.
Deutschland ist schon Europameister!
7. Juni 2008
Deutschland ist Europameister! Nein, natürlich noch nicht beim Fußball: Die EM 2008 beginnt erst am heutigen Nachmittag. Doch passend zu der größten Sport-Veranstaltung in diesem Jahr, hat Altmeister Stefan Raab mit seinem “Autoball” einen großartigen Abend insziniert - und zugleich gelang es ihm, sich in einem packenden Finale gegen Joey Kelly (Irland) durchzusetzen.
Vor einem begeisterndem Publikum in der Kölnarena hatte es vor allem Giovanni Zarrella aus Italien schwer, der stets vom deutschen Publikum ausgepfiffen wurde und im ebenso packenden Halbfinale gegen Raab unterlag. Die Idee, zwei Autos auf ein fußballähnliches Feld zu stellen, die einen überdimensionalen Ball in das gegnerische Tore schieben müssen, ist einfach wie genial zugleich.
Raab hat es verstanden, einen Abend auf die Beine zu stellen, der emotional deutlich über dem sonstiger ProSieben-Veranstaltungen lag, was jedoch sicherlich auch dem zeitnahem Termin zur EM geschuldet war. Am Ende kam sogar, welch Überraschung, der Spielmannszug der Bundeswehr, um das Deutschlandlied anzustimmen. Den ersten Gegner der Fußballer, Polen, hat Raab übrigens auch besiegt, deutlich mit 6:1 in der Vorrunde: Ein gutes Ohmen für das morgige Spiel (20:45 Uhr, ZDF)?
Kollektives Jubeln deutschlandweit
2. Juni 2008
Was 2006 ein voller Erfolg war, wird ab dieser Woche fortgesetzt: Zahlreiche Städte in Deutschland haben während der Fußball-Europameisterschaft, die am Samstag beginnt, wieder das so genannte “Public Viewing” angekündigt.
Zwar fällt das ganze nicht so groß aus, wie während der Weltmeisterschaft. Das liegt jedoch vor allem auch daran, dass Deutschland nicht Gastgeber der EM ist und in diesem Sommer größtenteils die eigenen Fans bedient.
Wie ich in Erfahrung bringen konnte, bieten mehrere Städte meiner Umgebung Plätze für tausende Menschen an, um gemeinsam die Spiele der Euro 2008 anzusehen. Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden baut, wie 2006, im Kurpark vor die Konzertmuschel eine Leinwand auf, die für rund 5.000 Fans Platz bietet.
Frankfurt am Main hat den Roßmarkt, direkt neben dem Goetheplatz, für begeisternde Fußball-Zuschauer frei gemacht. Das ganze hat mit einem Sponsor aus der Automobil-Industrie sogar einen internationalen Anstrich bekommen - und bietet zirka 6.000 Menschen hoffentlich viele Tore.
Nicht zuletzt die Stadt Bad Homburg sperrt wieder die Schlossgarage, um zahlreiche Spiele zu übertragen. Ganz zu schweigen von vielen kleineren, teils öffentlichen, teils privaten Veranstaltungen, die die Spiele auf kleinen und größeren Leinwänden live zeigen.
Jetzt fehlen nur noch ein hervorragendes Wetter und natürlich massenweise Tore für Deutschland.
Verdienter Sieg mit Makeln
31. Mai 2008
Am Ende hat es doch noch gereicht. In der Generalprobe gegen Serbien siegte die deutsche Nationalmannschaft mit 2:1 vor rund 54.000 Zuschauern. Eine euphorische Bundeskanzlerin Angela Merkel sah in Gelsenkirchen “auf Schalke” eine über die gesamten 90. Spielminuten hinweg klar überlegene deutsche Mannschaft, das Spiel fand fast ausschließlich auf der serbischen Hälfte statt. Doch fehlte es dem Team an Abgezocktheit, der Ball wollte als nicht in das Tor.
Ein Grund dafür war jedoch auch die auf Defensive eingestellte serbische Mannschaft, die hervorragend stand. Die wenigen offensiven Chancen, Serbien nutzte sie: Ein Stellungsfehler von Christoph Metzelder brachte die Osteuropäer in Führung.
Es dauerte lange, bis der Ausgleich fiel. Der kurz zuvor eingewechselte Oliver Neuville stand in der Mitte und musste den Ball nach einem schnellen Spiel und einer Hereingabe von Marcell Jansen nur noch in des generischen Tores hereinschieben. Kapitän Michael Ballack, der zuvor zweimal mit Kopfbällen scheiterte, gelang kurz vor Schluss sogar noch das 2:1 für sein Team - direkt via eines Standards, lange Zeit eine deutsche Stärke, die zuletzt nicht zum Tragen kam.
Die Abwehr stand heute viel besser, auch Jens Lehmann machte keine relevanten Fehler mehr - beim Gegentreffer war er chancenlos. Trotz alledem fehlt noch der Drang; das schnelle Spiel, was die Deutschen stark macht, muss öfters stattfinden. Dann sollte es auch mit dem EM-Titel klappen.
Nationalmannschaft blamiert sich gegen Weißrussen
27. Mai 2008
2:2 - was gegen eine Mannschaft wie Frankreich ein gutes Ergebnis wäre, ist gegen die Weißrussen eine Blamage. Vor einem gut gelaunten Publikum in Kaiserslautern zeigte die deutsche Defensive noch viele Probleme auf, die Trainer Joachim Löw unbedingt noch abstellen muss. Unsicherheit zeigte auch Torwart Lehmann, der zwar auch gute Szenen hatte, in seiner besten Form den zweiten Treffer der Weißrussen aber gehalten hätte.
Deutlich besser spielten Mittelfeld und Sturm, denen eine Zeit lang ein flüssiges Spiel nach vorne gelang. Gegen Ende des Spieles machten die jungen Fußballer auf deutscher Seite einen hervorragend Eindruck, gebremst von den gestandenen Spielern, denen womöglich über 90 Minuten hinweg die Kraft fehlte. Hier hat das Trainer-Team noch viel zu tun.
Hervorheben muss man den 19-jährigen Marko Marin, der in Hälfte 2 eine Chance erhielt und selten vom Ball zu trennen war. Er zeigte das Potential der Mannschaft; Löw und seine Assistenten müssen dieses nun dringend abrufen. Am Samstag geht es gegen Serbien.
“Multipolare Welt” statt “Globalisierung”
2. Mai 2008
Der internationale IT-Konzern Accenture prägt einen neuen Begriff: die multipolare Welt. Bereits der ehemalige französische Präsident Chirac sprach 2006 von diesem Wort, das den Nachfolger der Globalisierung darstellen soll. Statt wie bislang, wird die Weltwirtschaft demnach durch Ländergruppen wie die EU dominiert, oder durch einzelne Staaten, die heute eine untergeordnete Rolle spielen: Brasilien oder die baltischen Staaten, zum Beispiel.
Accenture-Chef Stephan Scholtissek empfahl in einem n-tv.de-Interview Deutschland daher, in die High-Tech-Industrie zu investieren. “Wir wissen, dass in drei Jahren mehr Mittelklasse-Haushalte in Indien und China da sein werden, als zum gleichen Zeitpunkt in den USA”, so der Manager. “Dort entsteht ein Mittelstand, dem man deutsche Produkte gut verkaufen kann.”
Mehr Informationen: accenture.com
Mahler: “Heil Hitler, Herr Friedman”
1. November 2007
Michel Friedman, deutscher Journalist jüdischer Herkunft, hat sich in einem Interview (Teil I, Teil II) dem bekennenden NPD-Anwalt und ehemaligen RAF-Kämpfer Horst Mahler gestellt. Das ursprüngliche Ziel des Gespräches für die Vanity Fair war die RAF, doch kam Friedman nur selten dazu.
Mahler begrüßte Friedman stattdessen zu Beginn mit “Heil Hitler, Herr Friedman” und leugnete den Holocaust. Nach seiner Auffassung streben die Juden die Weltherrschaft an und ziehen im Hintergrund die Strippen der USA und Deutschlands. Gott wolle, dass das Deutsche Reich wieder aufersteht und dafür kämpfe er. “Die jüdische Macht ist am Ende, und das wird sich auch rumsprechen”, so Mahler. Juden bräuchten “Gewalt, um sich als Opfer wieder darzustellen”, denn dies sei ihre Masche, um ihre Ziele zu erreichen.
Friedman hat als Privatperson Anzeige gegen Mahler nach dem Interview Anfang Oktober erstattet.
Ein trauriges, doch in einer gewissen Art und Weise bildendes Gespräch, um verstehen zu können, wie Neo-Nazis ticken.
Große Freude: Deutschland ist WM-Gastgeber 2011!
30. Oktober 2007
Uns steht erneut ein Großereignis in Deutschland bevor: Die Frauen-Fußballweltmeisterschaft 2011 findet in Deutschland statt. Ob es ganz so groß sein wird, wie letztes Jahr bei den Männern, darf bezweifelt werden. Doch getreu dem Motto “Wiedersehen bei Freuden” wird es erneut eine große Gaudie. Deutschland setzte sich zuletzt gegen Kanada durch. Währenddessen freut sich Brasilien, 2014 die Männer-WM austragen zu dürfen. Obwohl ich es ihnen gönne, habe ich ein wenig Bauchschmerzen. Die Kriminalitätsrate ist recht hoch.
Unsere Frauen sind Weltmeister
30. September 2007
Wahnsinn, welches Finale. Doch ob einer großartigen brasilianischen Mannschaft, sind unsere Frauen am Ende die strahlende Sieger. Dank Birgit Prinz, dank Nadine Angerer. Morgen geht es weiter, mit dem Empfang der deutschen Mädels auf dem Frankfurter Römer - mitten drinnen: ich!
Finaaale, ohoo!
26. September 2007
Es ist in diesen Monaten teils lustig und einfach, über die Deutschen im nationalen (Sport-) Vergleich zu schreiben. Beim “Sommermärchen” wurden wir WM-Dritter, im darauffolgenden “Wintermärchen” sogar Weltmeister. Einmal abgesehen vom Disaster kürzlich beim Basketball, sind die Deutschen erneut auf dem Weg, ganz groß zu werden.
Zurzeit spielen die Fußball-Frauen in China um die Titelverteidigung. Erstmals könnte es in der WM-Geschichte der Frauen dazu kommen, dass eine Mannschaft hintereinander Weltmeister wird. Deutschland, übrigens auch Europameister, ist auf dem besten Weg. Heute besiegte die Mannschaft von Trainerin Silvia Neid “Angstgegner” Norwegen mit 3:0 (1:0) und stehen damit im Finale.
Am Sonntag trifft die DFB-Elf in Shanghai entweder auf Brasilien oder Olympiasieger USA.