“Jesus liebt auch euch”
3. Mai 2008
Zurzeit findet in Bremen die Veranstaltung “Christival” statt. Rund 16.000 Jugendliche aus ganz Deutschland sind gekommen, um zu beten, Seminare zu besuchen und gemeinsam christliche Musik zu feiern. Schlagzeilen machte das “Christival” aufgrund zweier Kurse, darunter “Homosexualität verstehen - Chancen für Veränderung”. Ministerin Ursula von der Leyen, Schirmherrin des Events, intervenierte, beide wurden abgesagt.
Linke Demonstranten haben trotz alledem die Befürchtung, den Jugendlichen würde etwas beigebracht, das Lesben und Schwule diskriminiere. Deshalb sind auch sie zum “Christival” gekommen, um ihren Unmut kund zu tun. 30 Demonstranten wurden bereits vorübergehend festgenommen. Seit Mittwoch läuft die Veranstaltung, noch einen Tag haben sie Zeit.
Die jugendlichen Christen reagieren auf die Kritiker, wie es sich für wahre Gläubige gehört: Man versucht, sie zu verstehen. Eine “UniSPIEGEL”-Reporterin erzählt in ihrem Bericht, die “Christival”-Teilnehmer würden offen auf die linken Demonstranten zugehen und ihre Argumente anhören. Ein Kritiker erzählte nach einer Begnung mit einem der Christivallisten, dieser habe nach dem Gespräch für ihn gebetet, “damit Gott sich mir offenbaren möge”.
Andere rufen den Demonstranten über den von der Polizei aufgestellten Sicherheitszaun Worte wie “Jesus liebt auch euch” zu.
Einen guten Eindruck machten die Jugendlichen hingegen bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Dort heißt es laut IDEA: “Die Fahrgäste bedankten sich bei den Fahrern persönlich für die gute Fahrt. Wir sind begeistert von der Freundlichkeit der Christivallisten. Sie können jeder Zeit wiederkommen.”
Islam rechtlich zum Christentum gleichgestellt?!
15. April 2007
Großes hat der neue “Koordinierungssrat der Muslime” vor. Vier Prozent der Bevölkerung war 2005 muslimischen Glaubens in der Bundesrepublik Deutschland. Jetzt werden schwere Geschütze aufgefahren: Es soll zur nächsten Islamkonferenz mit Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble ein “verbindlicher Fahrplan festgelegt” werden, um “möglichst schnell eine rechtliche Gleichstellung des Islam” mit den anderen Religionen (namentlich: Christentum) erreicht werden kann. Ziel sei es, “endlich flächendeckend Islamunterricht in Schulen anzubieten”. Das berichtet der SPIEGEL in seiner neuesten Ausgabe.
Die Frage ist: Wer will das? Mal abgesehen von den vier Prozent? Ich nicht… Dies würde meiner Meinung nach nur noch weiter zu einer Isolation der islamisch geprägten Bevölkerung führen, wenn sie mit der christlichen Mentalität der Deutschen nicht einmal in der Schule zu tun haben, sondern sogar muslimische Werte vermittelt bekommen.
Richtig hat entsprechend eine Sprecherin von Schäuble auf den seltsamen Vorschlag reagiert: “Mit Vorrang” solle eher auf der Konferenz diskutiert werden, weshalb immer mehr muslimische Mädchen dem Biologie- und Schwimmunterricht fern bleiben. Eine gute Frage!
Da zielt die Idee des “Koordinierungsrats” wohl doch nicht dazu, ein “zentraler Ansprechpartner für die Bundesregierung” zu sein. Viel mehr scheint sich dort eine Art Lobbyismus aufzubauen.