Christival-Weblog gehackt

Nachdem die Tage bereits christival.de gehackt wurde, musste nun das offizielle Weblog daran glauben. Die Seite wurde durch eine Flash-Animation ersetzt, die nach einem Klick eine Nachricht verbirgt inklusive Hintergrundmusik. Damit reist die Kritik an der heute zuende gehenden Veranstaltung nicht ab.

Zurzeit findet in Bremen die Veranstaltung “Christival” statt. Rund 16.000 Jugendliche aus ganz Deutschland sind gekommen, um zu beten, Seminare zu besuchen und gemeinsam christliche Musik zu feiern. Schlagzeilen machte das “Christival” aufgrund zweier Kurse, darunter “Homosexualität verstehen - Chancen für Veränderung”. Ministerin Ursula von der Leyen, Schirmherrin des Events, intervenierte, beide wurden abgesagt.

Linke Demonstranten haben trotz alledem die Befürchtung, den Jugendlichen würde etwas beigebracht, das Lesben und Schwule diskriminiere. Deshalb sind auch sie zum “Christival” gekommen, um ihren Unmut kund zu tun. 30 Demonstranten wurden bereits vorübergehend festgenommen. Seit Mittwoch läuft die Veranstaltung, noch einen Tag haben sie Zeit.

Die jugendlichen Christen reagieren auf die Kritiker, wie es sich für wahre Gläubige gehört: Man versucht, sie zu verstehen. Eine “UniSPIEGEL”-Reporterin erzählt in ihrem Bericht, die “Christival”-Teilnehmer würden offen auf die linken Demonstranten zugehen und ihre Argumente anhören. Ein Kritiker erzählte nach einer Begnung mit einem der Christivallisten, dieser habe nach dem Gespräch für ihn gebetet, “damit Gott sich mir offenbaren möge”.

Andere rufen den Demonstranten über den von der Polizei aufgestellten Sicherheitszaun Worte wie “Jesus liebt auch euch” zu.

Einen guten Eindruck machten die Jugendlichen hingegen bei der Bremer Straßenbahn AG (BSAG). Dort heißt es laut IDEA: “Die Fahrgäste bedankten sich bei den Fahrern persönlich für die gute Fahrt. Wir sind begeistert von der Freundlichkeit der Christivallisten. Sie können jeder Zeit wiederkommen.”