Endlich. Es war überfällig. Die Gesellschaft ist beim Handball angekommen und feiert den Sieg der deutschen Nationalmannschaft. Lauter Hupkonzerte, wenn auch noch deutlich unter dem Niveau nach Spielen bei der Fußball-WM. Und feiernde Fans vor dem Alten Rathaus in Köln. Werdet Handballer!, fordert uns Achim Achilles auf. “Es ist eine Mafia”, beklagt sich der französische Trainer Claude Onesta über uns. Derjenige Trainer, der schon sagte, Deutschland würde bevorzugt werden; derjenige, der nach der Niederlage Frankreichs gegen die Deutschen nicht zur Pressekonferenz kam. “Es gibt einen Weltmeister, viele Verlierer, auch schlechte”, kommentiert Spiegel Online, und meint den Onesta.

Bis zu 20 Millionen Menschen sahen das gestrige Finale gegen Polen. Einschaltquoten, wie man sie sich bei der ARD vor der Handball-WM nicht hätte erträumen lassen. Und die Handballer konnten auch nie davon träumen. Die Meisterschaft im eigenen Land schrieb TV-Rekorde.

Die Weltmeisterschaft endet so, wie ich es mir zu Beginn gewünscht habe: Mit einem Wintermärchen.

Gewiss: Dieser Blog kannte in den letzten Tagen viel Handball. Vielleicht auch zu viel. Die Zugriffsstatistiken hingegen sprechen eine andere Sprache: 224 waren es gestern, 156 vorgestern, heute schon 131 - im Januar lag der Durchschnitt bei 47.

Die Handball-WM war ein voller Erfolg. Für die Deutschen, aber auch für mich.