Mönche gehen in Birma auf die Straße, in Burma und in Myanmar - huch, was ist denn hier los? Proben die Mönche einen globalen Aufstand? Nein, ganz und gar nicht: Die Proteste finden in einem Land statt. Doch das ist unter drei Namen bekannt.

ARD-aktuell Chefredakteur Dr. Kai Gniffke erklärt nun, weshalb die “Tagesschau” von Birma spricht - genauso wie die “Süddeutsche” und “Welt” -, “Spiegel Online” von Myanmar (Aktualisierung, 22:10 Uhr: Inzwischen spricht “SpOn” ebenfalls von Burma), die “FAZ” und der “SPIEGEL” hingegen von Burma. Grund: Das Land hatte in den vergangenen Jahrzehnten einige Namensänderungen hinter sich, zuletzt 1989, als die Militärherrschaft es in Myanmar umbenannt hat.

Dagegen kann man nun protestieren und es weiterhin Birma (oder eben Burma) nennen; am Ende bleibt der Zuschauer verwirrt. Dr. Gniffke beruft sich auf eine Vereinbarung von Agenturen (dpa & Co.), die sich auf Birma geeinigt haben. Das Auswärtige Amt und die Vereinte Nationen führen den Staat hingegen unter seinem aktuellen Namen, Myanmar.

Schwer, eine einheitliche Lösung zu finden, doch würde ich das Land den Militärherrschern zum Trotz als Myanmar führen.

Nette Idee: Seit Donnerstag, stets werktags präsentiert Tom Buhrow oder Anne Will um 18 Uhr eine Vorschau der ARD-Tagesthemen gegen 22:15 Uhr. Das kündigte der erste Chefredakteur von “ARD-aktuell”, Dr. Kai Gniffke, kürzlich im tagesschau.de-Weblog an. Nett gemacht, und der erste Versuch ist gelungen. Das macht Lust, die volle Sendung zu sehen.