Frankfurt läuft Wolfsburg hinterher
7. Mai 2008
Das Frankfurter Tief setzt sich fort, trotz optimistischer Aussagen einiger Spieler der letzten Tage. Am heutigen Abend unterlag die Eintracht mit 2:3 im eigenen Stadion gegen den Vfl Wolfsburg und steht somit auf dem zehnten Tabellenplatz. Während des Spieles lief die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel den Wölfen immer hinterher: Sie konnte zwar zweimal ausgleichen, doch Wolfsburg setzte stets einen Treffer obendrauf. Da ein Sieg am Samstag gegen Schalke 04 unwahrscheinlich ist, sinkt die Eintracht immer weiter den Keller hinab. Absteigen kann sie jedoch, Gott sei Dank, nicht mehr: Der Klassenerhalt durfte nach vielen Jahren erstmals wieder mehr als fünf Spieltage vor Saisonschluss gefeiert werden.
Blamage hoch³
3. Mai 2008
Dem Ziel von 45 Punkten kommt Eintracht Frankfurt einfach nicht sonderlich näher. Nachdem die Truppe von Friedhelm Funkel eine zeitlang traumhaft spielte und sogar vom UEFA-Pokal geträumt werden durfte, sind die Hessen wieder im tristen Saisonalltag angelangt.
Am heutigen Samstagmittag wurde die Mannschaft vom VfB Stuttgart wortwörtlich vorgeführt, bereits nach sieben Spielminuten lag die Mannschaft mit 0:2 hinten. Am Ende half auch der Ehrentreffer von Amanatidis in der zweiten Halbzeit nicht: Mit einem 1:4 muss die Truppe ohne Punkte zurück an den Main fahren.
Langsam zeichnet sich das Formtief auch in der Tabelle negativ ab: Inzwischen steht die Eintracht auf dem neunten Platz, zwei Punkte fehlen zum Saisonziel. Es wird langsam eng.
Mühsames Unentschieden gegen Dortmund
25. April 2008
Eintracht Frankfurt hat zwei Probleme: Das wäre zum einen die Schnelligkeit. Zwar gelingt es der Mannschaft hin und wieder, aus einem ruhigen Spiel heraus den Ball in Richtung des gegnerischen Tores zu schießen und dann durch schnelle Kombinationen den Gegner zu verwirren. Wo sich jedoch das zweite Problem zeigt: Die Sicherheit. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel schafft es nach mehreren Pässen nicht, den Ball zu halten. Dies klappt sehr selten und ist mit ein Grund dafür, dass die Hessen wenige Tore schießen.
So auch heute gegen Borussia Dortmund, vor ausverkauftem Publikum im eigenen Stadion. Die erste Halbzeit - eine miese Unterhaltung beider Mannschaften, trotz 6:0-Torschussverhältnis nach 30 Minuten für die Eintracht. Richtig los ging es erst in Halbzeit 2: Die Eintracht ging nach wenigen Sekunden durch einen Kopfball von Benjamin Köhler in Führung, doch nur fünf Spielminuten später glich Dortmund wieder aus. Dadurch wurden die Westfalen stärker - und die Fehler bei der Eintracht häuften sich. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden, das sicherlich in Ordnung geht.
Frankfurt kommt seinem Saisonziel von 45 Punkten immer näher, wenn auch sehr langsam. Inzwischen sammelte die Mannschaft 43 Zähler und steht mit Wolfsburg punktgleich auf dem achten Tabellenplatz.
Frankfurt erhält Lizenz ohne Bedingungen
18. April 2008
Vor wenigen Jahren stand Eintracht Frankfurt noch kurz vor dem Zwangsabstieg, heute stehen die Hessen so gut da wie lange nicht mehr. Gestern erhielt der Verein von der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Lizenz für die kommende Saison - ohne Auflagen oder Bedingungen. Insgesamt plant die Eintracht mit einem Umsatz in Höhe von rund 63 Millionen EUR und konnte bis zum Stichtag am 31. Dezember 2007 16,4 Millionen EUR Eigenkapital ausweisen, das entspricht laut “Frankfurter Neue Presse” einer Quote von 45,9 Prozent, welche sonst nur der FC Bayern erreicht.
Quasi zur Feier des Tages verlängerte Benjamin Köhler außerdem seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.
Umzug von sge-adler.de
31. März 2008
Seit Jahren schon besitze ich die Domain “sge-adler.de”, unter der lange Zeit eine - mehr oder weniger gut besuchte - Fanseite zur Frankfurter Eintracht betrieben wurde. Leider verlief sich das in letzter Zeit und die Präsenz ist seit einigen Monaten nicht mehr aktuell. Das liegt vor allem daran, dass ein extra System zu pflegen ein unnötiger Mehraufwand ist, den ich lange Zeit dadurch kompensieren konnte, dass mir Personen bei der Pflege der Seite geholfen haben.
Aus dieser Konsequenz heraus, habe ich entschieden, “sge-adler.de” in Zukunft mit auf diesem Weblog zu betreiben. In der Zukunft wird es also öfters und regelmäßig Berichte auf dieser Seite geben, die im Zusammenhang mit Eintracht Frankfurt stehen. Dies dürfte auch zu mehr Inhalten auf diesem Weblog führen.
Selbstverständlich schreibe ich weiterhin über andere Themen. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen der meinungsäußernden Berichterstattung und freue mich über Anregungen und Wünsche.
Wer finanziert die Commerzbank-Arena?
29. Juni 2007
Nicht nur die NFL Europa verabschiedete sich heute; gleichzeitig bedeutet dieser Verlust auch das Aus für die Frankfurt Galaxy. Bislang blieb jedoch in den Medien eine Frage unbeantwortet: Wer finanziert nun die Commerzbank-Arena? Galaxy und Eintracht Frankfurt sind die Haupteinnahmequellen für das teure Stadion in Frankfurt. Erstere fällt nun weg. Ausfälle in Millionenhöhe? Offenbar stehen uns nette Wochen hier im Rhein-Main-Gebiet bevor. Läuft es ganz schlecht, könnte sogar die Stadt Frankfurt haften - und damit der Steuerzahler.
Das Rhein-Main-Gebiet im Fahrrad-Fieber
1. Mai 2007
Einmal im Jahr, zum 1. Mai, sind plötzlich ganz viele Menschen mit Fahrräder im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. So auch heute, motiviert durch den Radklassiker “Rund um den Heinnger-Turm”. Nachdem sich eine kleine Ausreisergruppe zeitweise einen Vorsprung von vier Minuten und zehn Sekunden gebaut hatte, setzte sich Patrik Sinkewitz auf der Darmstädter Landstraße gleich zwei Mal ab (die Fahrer überquerten die Straße mehrmals) und gewann als zweiter Hesse in der Geschichte sein (quasi) Heimrennen.

Die Spitzengruppe bei der Einfahrt in einen Kreisel (Oberursel). / Bild: Frederic Schneider
Nachdem ich im letzten Jahr das erste Mal beim Rennen live dabei war, stand ich heute gleich an drei Stellen: Zuerst in Oberursel, wie auch im vergangenen Jahr, danach in Kelkheim und zu guter letzt in Eschborn, das seinerseits Rennpremiere feierte. Über eine Millionen Zuschauer sollen auf der Strecke dabei gewesen sein; in Eppstein standen die Menschen in mehreren Reihen, genauso wie am Mammolshainer Berg, wo ein wenig Tour de France-Stimmung aufkam - auch hier standen hunderte von Menschen dicht an dicht, um die Elite live zu erleben.

Fahrer im Hauptfeld, darunter ein CSC-Fahrer. / Bild: Frederic Schneider
Viele Menschen auf Motorrädern kontrollierten (Rennleitung), sicherten (Polizei), fotografierten (Presse) und filmten (hr-Fernsehen) das Rennen. Ich weiß nicht, wie oft ich selbst gezeigt wurde im Fernsehen, mir wurde nur berichtet, man habe mich für wenige Sekunden - in kurzer Hose und Eintracht-Trikot - hier in Eschborn live in der ARD gesehen. Ich habe meine Eindrücke auf meiner Mini DV-Kamera aufgenommen und werde sie demnächst auf PC schneiden und alsbald kostenfrei veröffentlichen.

Das deutsche Team Sparkasse mit seinem Mannschaftswagen. / Bild: Frederic Schneider
So geht ein interessanter Tag eigentlich schon zur Mittagszeit zu Ende: Um 10:25 Uhr extra für das Rennen aufgestanden, und um 16:15 Uhr mit einem hessischen Sieger den Fernseher wieder aus gemacht. Toll!
Liebeserklärung an Eintracht Frankfurt
14. März 2007
Auf Spiegel Online erschien eben ein Artikel eine Liebeserklärung mit dem Titel “Eintracht - bis zum Tod” von Autor Jan Wigger. Super!
Bohlen begegnet Fans: “Dieter, du hast die Haare schön”
10. März 2007
Heute Abend geht es weiter mit Deutschlands populärster Casting-Sendung: “Deutschland sucht den Superstar”, kurz DSDS. Stets Freund und Feind: “Poptitan” Dieter Bohlen. Bevor die zweite Mottoshow beginnt, besuchte das DSDS-Jurymitglied zwei Filialen des Möbelhauses “Mann Mobilia”. Hunderte kreischende Fans freuten sich.
Es sollte ein kurzer Besuch in der Filiale in Eschborn bei Frankfurt am Main werden: 13 bis 14 Uhr, kündigte das Unternehmen in dieser Woche per einseitiger Annonce zwei Mal in der Lokalpresse an. Die Medien selbst blieben zurückhaltend und spendierten dem Besuch des Musikproduzenten nur ein paar Zeilen. Bevor er Eschborn besuchte, war er in Wiesbaden - auch bei “Mann Mobilia”.
Bohlen kam fünf Minuten zu spät in das dritten Obergeschoss des erst vor einigen Monaten eröffneten Möbelhauses. Zehn Bodyguards sorgten für Recht und Ordnung, das Sicherheitsunternehmen “LOGO Security” wurde extra angefordert, sonst schützt LOGO die Heimspiele des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt.
Hunderte Fans, zumeist jung, versammelten sich um die Absperrung. Sie sahen Bohlen schon vor 13 Uhr: Zahlreiche Papp-Bohlens wurden aufgestellt. Jeder wollte nach vorne und als “Diiieter” dann endlich kam, war das Geschrei groß. “Dieter, du hast die Haare schön” bzw. “Wir ham die Haare schön” war an diesem Mittag der Alternativspruch zum kurzen “Diiieter”.
“Diiieter” verteilte einige Autogrammkarten. Ein kleines Mädchen schrie, sie habe von Bohlen kürzlich in der Zeitung gelesen und sich das gemerkt. Dieter lächelte, verstand erst nicht, aber er freute sich - wie der ganze Trubel um ihm irgendwie doch lustig war. “Mann Mobilia”-Mitarbeiter ließen sich mit dem Musikproduzent fotografieren, den Fans blieb nur ein Erinnerungsfoto von der Ferne. Nur diejenigen, die einen Platz ganz vorne an der Absperrung erkämpft, oder sich auf die zum Verkauf stehenden Schlafzimmer-Betten gestellt hatten, bekamen freie Sicht auf Bohlen, der stets von Fotografen und der Lokalpresse begleitet wurde.

Unter den Fans begehrt: Eine Autogrammkarte des “Poptitans” / Bild: Mayk Azzato
Dabei war auch Bohlens Heimatsender RTL: Ausgerüstet mit einem gelben RTL-Mikrofon, einer teuren Kamera mit starkem Licht und einem Mikrofon an langer Stange nahmen die Fernsehjournalisten des Privatsenders alles auf.
Bohlen kam an diesem Mittag, weil er Kunde von “Mann Mobilia” ist. Und RTL hat durch diese Aufnahmen nettes Material, um die Popularität des “Poptitans” im Fernsehen zur Schau zu stellen. Die Fans spielten mit, “Diiieter”-Rufe sei Dank.
“Ach, sieht der alt aus”, sagt eine ältere Dame, die sich einen Platz weit vorne ergatterte hatte und förmlich nach einem Autogramm bettelte. Sie bekam von Bohlen keines. Sie musste sich ein vorgeschriebenes geben lassen - von einem Mitarbeiter.
Nach einer halben Stunde war der ganze Spaß zu Ende, 15 Minuten früher als geplant. Von draussen kamen immer noch Besucher, die nach Bohlen fragten. Aber er war bereits auf dem Weg zum “Mann Mobilia”-Helikopter. Auch dort standen einige Fans. Security war dabei. RTL ebenso. Die Besucher winkten dem “Poptitan”. Er saß im Hubschrauber und grinste. Er fand das toll. Dann war er weg aus Eschborn. Für immer.
Heute stürmen wir den Bieberer Berg!
27. Februar 2007
Endlich wieder mal ein Derby: Heute Abend (20:30 Uhr, ZDF) tritt die Frankfurter Eintracht im DFB-Pokalviertelfinale auf den Erzrivalen, die Offenbacher Kickers. Na klar: Wir gewinnen auf dem Bieberer Berg. Und auch wenn wir logischerweise auf dem Bieberer Berg in Unterzahl sind, gibts mehr SGE-Fans auf der Welt als solche des OFCs; das ist Fakt und keine Frage der Weltanschauung. Gefeiert wird dafür auf der Konstablerwache - Großbildleinwand sei Dank.
Und auch diverse Medien machen die Fans heiß auf das Derby. Auf ffh.de wurden zahlreiche Witze gesammelt und hr-online informiert in einem großen Spezial seit einigen Tagen.
Nachtrag, 22:45 Uhr: Die SGE gewann verdient mit 3:0!