Vor wenigen Jahren stand Eintracht Frankfurt noch kurz vor dem Zwangsabstieg, heute stehen die Hessen so gut da wie lange nicht mehr. Gestern erhielt der Verein von der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Lizenz für die kommende Saison - ohne Auflagen oder Bedingungen. Insgesamt plant die Eintracht mit einem Umsatz in Höhe von rund 63 Millionen EUR und konnte bis zum Stichtag am 31. Dezember 2007 16,4 Millionen EUR Eigenkapital ausweisen, das entspricht laut “Frankfurter Neue Presse” einer Quote von 45,9 Prozent, welche sonst nur der FC Bayern erreicht.

Quasi zur Feier des Tages verlängerte Benjamin Köhler außerdem seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.

Problem Chancenverwertung

16. April 2008

Die dritte Niederlage in Folge: Frankfurts Formtief setzte sich heute Abend gegen den FC Bayern München fort. Vor ausverkauftem Publikum in der eigenen Arena unterlag die Eintracht mit 1:3 gegen den Rekordmeister. Zwar gingen die Hessen in der 32. Spielminute durch Köhler in Führung, verpassten es jedoch den Sack zuzumachen. Der Frankfurter Sturm hatte mehrmals die Möglichkeit, ein zweites Tor zu erzielen, offenbarte jedoch das aus der letzten Saison bekannte Problem “Chancenverwertung”. Bayern konnte in der zweiten Halbzeit das Spiel drehen und zeigte seine Klasse: Blitzschnell schalteten die Münchener um, konterten und erzielten ohne Gegenwehr der Eintracht einen Treffer. Zwar steht Eintracht Frankfurt in der Tabelle weiterhin auf dem achten Platz; der Abstand zum Tabellensechsten beträgt jedoch inzwischen fünf Zähler.

Nach der unglücklichen Niederlage gegen den FC Nürnberg letzten Samstag musste Eintracht Frankfurt heute erneut drei Punkte dem Gegener überlassen. Trotz Überzahl verloren die Hessen am heutigen Mittag mit 1:2 in Hannover. Erst in der 90. Spielminute ging ‘96 in Führung und etabliert sich damit in der Tabellenhälfte (Platz 10).

Frankfurt kann den Traum von Europa derweil langsam aber sicher begraben. Nachdem es einige Spieltage gut aussah, steht die Eintracht weiterhin nur auf dem achten Platz, 42 Zähler wurden gesammelt. Stuttgart, Leverkusen oder Wolfsburg - mindestens einer wird morgen der Eintracht weiter davonziehen. Die Eintracht hat nun nur noch sechs Spieltage Zeit, um das Saisonziel von 45 Punkten zu erreichen. Möglich sind indessen in den restlichen Spielen noch 18 Punkte, der FC Bayern steht derzeit mit 57 nach 28. Spieltagen auf dem ersten Platz.

Klinsi solls richten

11. Januar 2008

Jürgen Klinsmann wird neuer Trainer bei den Bayern. Puh, was war ich eben überrascht, als ich diese “Eilmeldung” bei “Spiegel Online” las. Klinsi ist nun also wieder Trainer, dann noch in Deutschland - und bei den verhassten Bayern. Ich zweifel jedoch ehrlich gesagt, dass er langfristig erfolgreich sein wird. Es ist etwas anderes, punktuell mit einer Mannschaft Erfolg zu haben, wie während der WM vor zwei Jahren, als einen erfolgsverwöhnten Klub mit einem großen Budget zu trainieren.

Ergänzung, 12:30 Uhr: Ich lese gerade auf sport.ARD.de: “Das Erste bringt heute nach der Tagesschau eine Sondersendung zum Comeback von Jürgen Klinsmann in Deutschland.” Nunja, man kann es ja auch übertreiben.