Papa Pinguin: Neuer Hype?

15. Februar 2007

Schnappi, schnapp, schnapp, da schnappt uns der Siegel den siebten Platz der deutschen Singlecharts weg. Mit der deutschen Version von “Papa Pinguin” platzierte er - mit Hilfe von Super RTL, die das Video dazu zeigten - in den Top 10. Auch auf diversen Musikdownload-Portalen (wie Freenet) ist der Pinguin weit vorne.

Passend zum Gesang, wurde das Video mit kleinen Pinguinen animiert, die ein wenig an Lars (”Der kleine Eisbär“) erinnern. Steht uns hier ein neuer Hype bevor?

Dabei ist das Lied nicht einmal neu: 1980 trat Sophie & Magly für Luxemburg beim Eurovision Songcontest an und belegte den neunten Platz. Jetzt legt Sony BMG das Lied neu auf, sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache. Apropos Frankreich: Im März stieg das Lied in den dortigen Charts auf Platz 1 ein; erst nach drei Wochen wurde es wieder abgelöst.

Das Problem bei dem Lied ist das gleiche wie bei Schnappi: Keiner will es, trotzdem hört es jeder, weil es einen so großen Ohrwurm-Charakter besitzt. Aufpassen ist angesagt, sonst sind Sie demnächst noch im Pinguin-Fieber!

“Kanzlerin Angela Merkel tritt zurück” - das meldete bundestag.de heute. Oder, soll ich besser sagen, es waren “Spielkinder”? Das Problem (Cross Site Scripting) gibt es übrigens bei csu.de ebenfalls. Auf der Seite vom Bundestag wird die Meldung inzwischen nicht mehr angezeigt, schreibt Spiegel Online.

Google Earth ist für manchen Spaß zu haben und ist inzwischen auch für die Wissenschaft ein nützliches Werkzeug. Hin und wieder offenbart es jedoch etwas Kurioses. Wie zum Beispiel einen Brunnen in Belgien, der wie ein Hakenkreuz gebaut ist. Peinlich für die Stadt. übertroffen wird dieses nur noch durch die Aussage vom Architekten, die da wäre: “Die Deutschen haben kein Monopol auf das Hakenkreuz - es ist ein Symbol für den Sonnengott.” Die spinnen, die Belgier!

Da soll mal jemand sagen, die Euphorie sei weg: Die Sportfreunde Stiller dominieren weiterhin die Charts. Bei Freenet sind die Sportfreunde weiterhin auf Platz 1 - vor Grönemeier (”Zeit, dass sich was dreht”). In den offiziellen Charts, ermittelt von media control, ist “‘54, ‘74, ‘90, 2006″ immerhin auf Platz 2. Nur geschlagen von Xaiver Naidoo. Zwar gibt es die 2010er Version nicht mehr kostenlos im Internet, aber sie wird wohl gerne gekauft.

Nach der WM musste ich mir von manchen Menschen anhören, die Euphorie sei nicht mehr existent. Ich habe einen anderen Eindruck - besonders bei solchen Meldungen. Am Frankfurter Flughafen wurde ich gestern Nacht auch noch im WM 2006-Deutschland begrüßt; KIA wirbt weiterhin als offizieller Sponsor. Ob die Euphorie bis zur EM 2008 anhält? Bald spielen wir unser erstes EM-Qualifikationsspiel. Na, gegen wen? Gegen die Schweden, die wir im Achtelfinale vor wenigen Wochen mit 2:0 besiegten.