Das Frankfurter Tief setzt sich fort, trotz optimistischer Aussagen einiger Spieler der letzten Tage. Am heutigen Abend unterlag die Eintracht mit 2:3 im eigenen Stadion gegen den Vfl Wolfsburg und steht somit auf dem zehnten Tabellenplatz. Während des Spieles lief die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel den Wölfen immer hinterher: Sie konnte zwar zweimal ausgleichen, doch Wolfsburg setzte stets einen Treffer obendrauf. Da ein Sieg am Samstag gegen Schalke 04 unwahrscheinlich ist, sinkt die Eintracht immer weiter den Keller hinab. Absteigen kann sie jedoch, Gott sei Dank, nicht mehr: Der Klassenerhalt durfte nach vielen Jahren erstmals wieder mehr als fünf Spieltage vor Saisonschluss gefeiert werden.

Eintracht Frankfurt hat zwei Probleme: Das wäre zum einen die Schnelligkeit. Zwar gelingt es der Mannschaft hin und wieder, aus einem ruhigen Spiel heraus den Ball in Richtung des gegnerischen Tores zu schießen und dann durch schnelle Kombinationen den Gegner zu verwirren. Wo sich jedoch das zweite Problem zeigt: Die Sicherheit. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel schafft es nach mehreren Pässen nicht, den Ball zu halten. Dies klappt sehr selten und ist mit ein Grund dafür, dass die Hessen wenige Tore schießen.

So auch heute gegen Borussia Dortmund, vor ausverkauftem Publikum im eigenen Stadion. Die erste Halbzeit - eine miese Unterhaltung beider Mannschaften, trotz 6:0-Torschussverhältnis nach 30 Minuten für die Eintracht. Richtig los ging es erst in Halbzeit 2: Die Eintracht ging nach wenigen Sekunden durch einen Kopfball von Benjamin Köhler in Führung, doch nur fünf Spielminuten später glich Dortmund wieder aus. Dadurch wurden die Westfalen stärker - und die Fehler bei der Eintracht häuften sich. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit einem 1:1-Unentschieden, das sicherlich in Ordnung geht.

Frankfurt kommt seinem Saisonziel von 45 Punkten immer näher, wenn auch sehr langsam. Inzwischen sammelte die Mannschaft 43 Zähler und steht mit Wolfsburg punktgleich auf dem achten Tabellenplatz.

Euphorie in Frankfurt

31. März 2008

Frankfurt war schon immer etwas außergewöhnlich, wenn es um die Euphorie beim lokalen Fußball-Verein geht. Jahrzehnte lang bestimmte die Frankfurter Eintracht das Geschehen in der Ersten Fußball-Bundesliga ganz vorne mit, gewann zuletzt 1988 den DFB-Pokal - und wurde 1980 als eine der wenigen deutschen Mannschaften Sieger im UEFA-Pokal.

Eintracht Frankfurt
Die Flagge der Eintracht weht in Richtung Europapokal
Foto: Edith Ochs / pixelio.de

Vom Europapokal wird anno 2008 wieder geträumt. Nachdem die Hessen im WM-Jahr etwas UEFA-Pokal-Luft schnappen durften, weil sie Vize-Pokalsieger in Deutschland wurden, möchten die Hessen liebendgerne wieder international spielen. Nach dem verdienten Sieg am Samstag gegen Leverkusen, steht die Eintracht wieder so gut da, wie zuletzt vor 14 Jahren: Platz 7 (punktgleich mit Meister Stuttgart) ist das Resultat der erfolgreichen Arbeit des Trainer Friedhelm Funkel.

Vor allem aber haben es Funkel und der Vorsitzende der Fußball AG, Heribert Bruchhagen, geschafft, das Umfeld etwas zu beruhigen. Beide dämpfen stets die Erwartungen und verleiten Sport-Journalisten sogar nach dem Sieg am Samstag dazu, sich darauf in netten Worten zu eschoffieren. Beide tun gut daran, ihre Haltung nicht aufzugeben.

Nur wenn beide die Erwartungen und damit den Druck auf die Mannschaft so gering wie möglich halten können, wäre es in der Tat möglich, dass die Eintracht im Herbst wieder international spielt. Erste Träume, die Eintracht könnte sogar in der Champions League spielen, sind allerdings noch etwas hochgegriffen. Bei aller Euphorie - so weit ist die Mannschaft noch nicht.

Viel Sport am Samstag

10. Februar 2007

Weniger als eine Woche nach der Handball-WM geht die deutsche Handball-Bundesliga wieder los. Bei einem spannenden Spiel stand es zwischen Tabellenführer THW Kiel und dem Hamburger SV am Ende 33:33-Unentschieden. Überzeugen konnten die zwei Nationalspieler Pascal Hens und Torsten Jansen (beide HSV), Dominik Klein (Kiel) enttäuschte - er vergab in der ersten Halbzeit gleich drei Chancen. Das Spiel wurde live im NDR übertragen. Heute Abend sind unsere Weltmeister übrigens Gast beim Aktuellen Sportstudio: Ab 23:15 Uhr im ZDF.

Derweil trennten sich die Fußball-Mannschaften Eintracht Frankfurt und Bayer 04 Leverkusen mit einem 2:2-Unentschieden. Die Mannschaft von Friedhelm Funkel war kurz vor einem Sieg: Erst in der ersten Nachspielzeit der zweiten Halbzeit glich Leverkusen aus. Insgesamt gab es zwei Rote Karten, für Butt (Leverkusen) und für Spycher (SGE). Schade, dass es die Mannschaft versäumt hat, wieder einmal zu gewinnen. Kurios: Meisterfavorit Werder Bremen unterlag klar und deutlich mit 1:4 und wird immer weiter von Schalke 04 distanziert, die mit 2:0 siegten.

Viel gefeiert wird wiederum im hessischen Willingen. Heute findet dort Skispringen statt. Nächstes Jahr möchte ich auch gerne mal diese Fete erleben.