Bekannt und gefragt für einen Tag
8. Juni 2007

Die 16-jährige Schülerin neben ihrer Bundeskanzlerin Merkel
Foto: Bundesregierung/Plambeck
Lisa Marie Ullrich ist bekannt und gefragt. Zumindest war sie das gestern, urplötzlich - und das Ganze nur, weil sie als eine von acht Deutschen in Heiligendamm vorbeischauen durfte. Sie traf Bush, Merkel, Blair, Putin, Sarkozy und Co., kritisierte und forderte; lief gemütlich links neben Bush, hinter Merkel, umrungen von lauter Presse aus der ganzen Welt. Und dann noch vorhin im Live-Interview mit Anne Will in den ARD-Tagesthemen. Was ein Tag!
Das macht die 16-jährige Schülerin vom Internatsschloss Hansenberg sexy, irgendwie. Nicht anders lässt sich erklären, dass in ihrem Profil auf dem SchülerVZ bislang lediglich Jungs gratuliert haben. Wohlgemerkt: Es ist gut, ihr zu gratulieren. Den Tag wird das Mädchen womöglich nicht mehr vergessen. Doch ist es seltsam, dass sich alleine Jungs an den Glückwünschen beteiligen, wie Alexander erkannt hat. Frauen, wo seid ihr?

Mitglieder von der “Gruppe der Acht” mit den J8-Teilnehmern auf dem Familienfoto
Foto: Bundesregierung/Kühler
Lisa Marie hat mit 74 Mädchen und Jungen aus der ganzen Welt im Rahmen des so genannten “J8-Gipfels” getagt und durfte am Donnerstag stellvertretend für die deutschen Teilnehmer in die “verbotene Zone” reisen.
G8: Dank des Fernsehens Bush nicht verpassen
6. Juni 2007

Erster Tag, erste gemeinsame Pressekonferenz: US-Präsident Bush und Bundeskanzlerin Merkel
Foto: Bundesregierung/Bergmann
N24, n-tv und Phoenix haben gestern und heute die Ankunft der Staats- und Regierungschefs live übertragen. Dank des Fernsehens bin ich stets aktuell über alles beim G8-Gipfel informiert, das Internet rundet ab. Heute hatte es Merkel unter anderem mit George W. Bush zu tun. War Merkel eher ernst, schien Bush zurzeit noch gut gelaunt zu sein - andauernd grinste er. Als ein etwas nervöser Übersetzer gerade dabei war, Bushs Worte vor Journalisten von Englisch in das Deutsche zu übersetzen, blickte Bush lächelnd auf den Mann - nach dem Motto: Respekt, was du da machst! Und Phoenix war live dabei. Gott sei Dank ohne irgendwelche Kommentare, so dass der Zuschauer wirklich alles ungefiltert mitbekam. Toll, nicht?
SPD-Sprecher Arnold fordert: Raus aus der Bundeswehr!
16. März 2007
Oberstleutnant Jürgen Rose stellte in dieser Woche einen Antrag auf Befreierung von allen Aufgaben, die mit dem geplanten Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan zu tun haben. Nachdem das Verteidigungsministerium den Antrag Roses als eilig markierte, gab es heute die Entscheidung: Der Soldat wird wie gewünscht versetzt. Damit verweigerte ein erster Angehöriger der Bundeswehr den Dienst mit den Tornados in Afghanistan. “Der Einsatz ist völkerrechtswidrig, weil mit den Tornados der Kreuzzug von US-Präsident George W. Bush gegen den Terrorismus unterstützt wird”, sagte der Leutnant zur Begründung seiner Weigerung.
Der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Rainer Arnold, forderte in der Netzeitung nun, Rose müsse aus der deutschen Armee austreten. “Ein bisschen Soldat sein, das geht nicht”, meint er. Traurig, derartiges aus dem Mund eines Politikers zu hören, der im Bundestag unser Grundgesetz verteidigen soll, in dem unmissverständlich der Passus steht, Angehörige des deutschen Staates könnten den Dienst an der Waffe verweigern. Es muss auch die Möglichkeit geben, einen einzelnen Einsatz abzulehnen, wenn ein Soldat dies nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, wie Rose.
Ich bin zwar nicht grundsätzlich gegen den Einsatz von Abfangjägern der Luftwaffe eingestellt, habe jedoch Verständnis für den Oberstleutnant. Wie auch die Grünen: “Tatsache ist, dass die Tornados zur Unterstützung der Stabilisierungs-Operation in Afghanistan dienen, aber aller Voraussicht nach vor allem auch der Unterstützung des Kampfes im Süden des Landes”, so der zuständige Politiker Winfried Nachtwei zur Netzeitung. Die Linkspartei klagte übrigens gegen den vom Bundestag beschlossenen Einsatz der Tornados im Süden Afghanistans, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Klage zweier Bundestagsabgeordnete der CDU/CSU-Fraktion ablehnte.
Millionen Amerikaner strafen Bush ab
8. November 2006
US-Präsident George W. Bush hat zwar noch zwei Jahre Zeit im Weißen Haus, bis er definitiv gehen muss - seine zwei Amtsperioden sind dann zuende. Er wurde aber schon heute abgestraft. Durch die Wahlen zum Repräsentantenhaus verlor Bushs Partei, die Republikaner, die Mehrheit. Jetzt haben die Demokraten das Sagen. Danke, Amerikaner!
Ahmadinedschad und Bush im TV-Duell
29. August 2006
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad schlägt ein Live-TV-Duell mit dem US-amerikanischen Präsidenten George Bush vor. Voraussetzung dafür sei, dass es keine Zensur geben wird. Lustig, auf welche Ideen der Präsident kommt(, um zu provozieren). Aber, irgendwie - wäre doch auch lustig, so ein Duell im Fernsehen, nicht?