Professor beleidigt den Handball-Sport
19. Februar 2007
Ich komme ja aus der Fußballer-Ecke und konnte mich erst einige Wochen vor der Handball-WM groß für den Ball begeistern, der statt mit dem Fuß mit der Hand gespielt wird. Zuvor blieb meine Handball-Euphorie auf manche Besuche von Spielen (mein Vater ist Schiedsrichter) und ein wenig Rumschalten im Videotext reduziert. Trotz alledem ist für mich der Handball derzeit interessanter als der Fußball.
Inzwischen fühlen sich schon Fußball-”Kolumnisten” an der neuen Handball-Begeisterung im Land der Deutschen gestört. Beispiel: Prof. Dr. Klaus Hansen aus der Fußballer-Lobby zieht den zweitbeliebtesten Mannschaftssport in Deutschland in den Dreck. Er behauptet, Handball sei ein Mädchensport, und Argumente ála “ein benutzter Handball sieht aus wie ausgekotzt” zeugen nicht gerade von Intelligenz, Herr Professor! Allerdings wollte Herr Hansen auch nur mal provozieren. Das hat er geschafft, wie man in den vielen Kommentaren zu dem Artikel lesen kann.
Post Scriptum, Herr Professor: Wallau-Massenheim ist keine Handball-Hochburg (mehr). Der Verein spielt inzwischen in der Regionalliga, da der Verein Insolvenz anmelden musste.
Handball-WM: Ein voller Erfolg, ein Wintermärchen
5. Februar 2007
Endlich. Es war überfällig. Die Gesellschaft ist beim Handball angekommen und feiert den Sieg der deutschen Nationalmannschaft. Lauter Hupkonzerte, wenn auch noch deutlich unter dem Niveau nach Spielen bei der Fußball-WM. Und feiernde Fans vor dem Alten Rathaus in Köln. Werdet Handballer!, fordert uns Achim Achilles auf. “Es ist eine Mafia”, beklagt sich der französische Trainer Claude Onesta über uns. Derjenige Trainer, der schon sagte, Deutschland würde bevorzugt werden; derjenige, der nach der Niederlage Frankreichs gegen die Deutschen nicht zur Pressekonferenz kam. “Es gibt einen Weltmeister, viele Verlierer, auch schlechte”, kommentiert Spiegel Online, und meint den Onesta.
Bis zu 20 Millionen Menschen sahen das gestrige Finale gegen Polen. Einschaltquoten, wie man sie sich bei der ARD vor der Handball-WM nicht hätte erträumen lassen. Und die Handballer konnten auch nie davon träumen. Die Meisterschaft im eigenen Land schrieb TV-Rekorde.
Die Weltmeisterschaft endet so, wie ich es mir zu Beginn gewünscht habe: Mit einem Wintermärchen.
Gewiss: Dieser Blog kannte in den letzten Tagen viel Handball. Vielleicht auch zu viel. Die Zugriffsstatistiken hingegen sprechen eine andere Sprache: 224 waren es gestern, 156 vorgestern, heute schon 131 - im Januar lag der Durchschnitt bei 47.
Die Handball-WM war ein voller Erfolg. Für die Deutschen, aber auch für mich.
Deutschland ist Handball-Weltmeister!
4. Februar 2007
Kurz und schmerzlos: WIR SIND WELTMEISTER! Am Ende stand es 29:24 für uns gegen Polen. Dritter bei der WM wurde Dänemark.
Finaaaaleeee, ohooo!
1. Februar 2007
Was soll man schon sagen? FINAAAAAAAAALEEEEE! Deutschland hat es geschafft: Mit 32:31 siegte die Mannschaft gegen Frankreich nach einer spannenden Partie. Gespielt wurden insgesamt 80 Minuten - regulär 60 und zweimal zwei fünf Minuten Nachspielzeit. Bester Mann war unser Henning Fritz! Klasse hat auch Lars Kaufmann gespielt. Und vier Siebenmeter verwandelte souverän unser Kapitän Markus Baur. Eher enttäuschend spielte Pascal Hens, der zu oft das Tor nicht traf, vor allem wegen seiner Überhastigkeit. Aber, wie gesagt: FINALE! Gespielt wird am Sonntag. Jungs, ihr werdet Weltmeister!
Spielberichte:
- Spiegel Online Bericht / Liveticker
- Netzeitung
- sport.ARD.de Bericht / Liveticker
- ZDF.de
- stern.de
- Focus Online
Sogar der Bundestag hat den Sieg gefeiert.
Weltmeister Spanien besiegt
30. Januar 2007
In einem spannenden und bis zur letzten Minute unklaren Spiel gewinnt Deutschland mit 27:25 gegen Weltmeister Spanien. Damit stehen wir im … (tada:) Halbfinale! Jetzt gehts gegen Frankreich oder Kroatien - die heute Abend gegeneinander antreten.
Unbesiegt in der Hauptrunde
28. Januar 2007
Mit dem 33:28-Sieg gegen Island hat Deutschland die Hauptrunde unbesiegt überstanden. Vor einem feiernden Publikum (”Oh, wie ist das schön - sowas hat man lange nicht gesehn …”) verabschieden sich die deutschen Handballer damit auch aus der Westfalenhalle. Das Viertelfinale am Dienstag wird in Köln ausgetragen. Sofern Deutschland das Spiel gewinnt, stehen noch zwei weitere Spiele an - darunter entweder das Spiel um Platz 3 oder das Finale, beide am 4. Februar in Köln. Spieler des heutigen Tages ist Pascal Hens. Mir hat außerdem unsere Nummer 2 im Tor, Johannes Bitter, sehr gut gefallen.
Grandios: Westfalen feiern den alten Fritz
27. Januar 2007
Wer hätte das gedacht? Deutschland, vor der Handball-WM verletzungsgeschwächt, besiegen den Europameister, die quasi Unbesiegbaren - Frankreich? Unsere Jungs haben es mit viel Kampfeinsatz geschafft: Am Ende stand es 29:26. Damit steht Deutschland im Viertelfinale.
Das Spiel war schnell. Der deutschen Mannschaft gelang es mit Bravour, zeitweise einen Vorsprung von sieben Toren auf die Franzosen zu haben. Frankreich stellte gegen Ende seine Taktik auf ein starkes offensives Spiel um und kam dadurch einem Ausgleich bedrohlich nahe. In den letzten fünf Spielminuten sprachen die spanischen Schiedsrichter einige Zeitstrafen aus. Henning Fritz (”Der alte Fritz”) hielt trotz der Hektik gleich zwei Siebenmeter (”Er steht da wie eine Wand”), im Gegenzug verwandelte Markus Baur einen für uns.
Die Fans in der Westfalenhalle zu Dortmund standen viele Minuten auf den Beinen, um die Mannschaft lautstark zu unterstützen. Nach dem Abpfiff gabs “Ooooh, wie ist das schön”-Gesänge.
Deutschland in Handball-Euphorie? Jaaa!
Morgen zeigt das ZDF das Spiel gegen Island. ARD-Experte Stefan Kretzschmar, nach dem Spiel völlig aus dem Häuschen, glaubt für morgen an einen Sieg unserer Mannschaft - und das Viertelfinale? Reine Formsache!
Deutschland distanziert Tunesien
25. Januar 2007
Am Ende einer überragenden Vorstellung gewann Deutschland soeben verdient mit 35:28 gegen Tunesien. Am Samstag geht es weiter gegen Frankreich. Eine gute Partie zeigte unter anderem Christian Zeitz.
Deutschland: Grandiose Vorstellung
24. Januar 2007
Es ist, als ob unsere Jungs die Niederlage gegen Polen wett machen wollten: Bei einem Handball-Fest besiegte die deutsche Nationalmannschaft die Slowenen mit 35:29. Unsere beiden Torhüter - Henning Fritz (Nr. 1) und Johannes Bitter (Nr. 2) - gaben sich nichts. Mit viel Kampfeinsatz hielten sie was zu halten war - und einiges mehr. Ein gutes Spiel machten auch Pascal Hens (”player of the match”) und Florian Kehrmann. Die Zuschauer im Gerry Weber Stadion feierten schon wie Weltmeister. Die Chancen, bei dieser Handball-WM weit zu kommen, sind gut.
Morgen gehts weiter gegen Tunesien (live im ZDF).
Blöde Polen besiegen Kehrmann & Co.
22. Januar 2007
Knapp daneben ist auch vorbei: Gegen eine sehr starke polnische Mannschaft verlor Deutschland mit 25:27. Zwei deutsche Spieler wurden zudem mit einer Roten Karte bestraft. Im Gegensatz zum Fußball bedeutet eine Rote Karte jedoch lediglich, dass der sanktionierte Spieler nicht mehr ins Spiel darf und die Mannschaft für zwei Minuten mit einem Spieler weniger auf dem Platz steht. Gut gespielt hat u.a. Florian Kehrmann. Nun geht es in der Hauptrunde am Mittwoch weiter mit der Handball-WM. Noch ist alles drinnen für uns.