Bohlen begegnet Fans: “Dieter, du hast die Haare schön”
10. März 2007
Heute Abend geht es weiter mit Deutschlands populärster Casting-Sendung: “Deutschland sucht den Superstar”, kurz DSDS. Stets Freund und Feind: “Poptitan” Dieter Bohlen. Bevor die zweite Mottoshow beginnt, besuchte das DSDS-Jurymitglied zwei Filialen des Möbelhauses “Mann Mobilia”. Hunderte kreischende Fans freuten sich.
Es sollte ein kurzer Besuch in der Filiale in Eschborn bei Frankfurt am Main werden: 13 bis 14 Uhr, kündigte das Unternehmen in dieser Woche per einseitiger Annonce zwei Mal in der Lokalpresse an. Die Medien selbst blieben zurückhaltend und spendierten dem Besuch des Musikproduzenten nur ein paar Zeilen. Bevor er Eschborn besuchte, war er in Wiesbaden - auch bei “Mann Mobilia”.
Bohlen kam fünf Minuten zu spät in das dritten Obergeschoss des erst vor einigen Monaten eröffneten Möbelhauses. Zehn Bodyguards sorgten für Recht und Ordnung, das Sicherheitsunternehmen “LOGO Security” wurde extra angefordert, sonst schützt LOGO die Heimspiele des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt.
Hunderte Fans, zumeist jung, versammelten sich um die Absperrung. Sie sahen Bohlen schon vor 13 Uhr: Zahlreiche Papp-Bohlens wurden aufgestellt. Jeder wollte nach vorne und als “Diiieter” dann endlich kam, war das Geschrei groß. “Dieter, du hast die Haare schön” bzw. “Wir ham die Haare schön” war an diesem Mittag der Alternativspruch zum kurzen “Diiieter”.
“Diiieter” verteilte einige Autogrammkarten. Ein kleines Mädchen schrie, sie habe von Bohlen kürzlich in der Zeitung gelesen und sich das gemerkt. Dieter lächelte, verstand erst nicht, aber er freute sich - wie der ganze Trubel um ihm irgendwie doch lustig war. “Mann Mobilia”-Mitarbeiter ließen sich mit dem Musikproduzent fotografieren, den Fans blieb nur ein Erinnerungsfoto von der Ferne. Nur diejenigen, die einen Platz ganz vorne an der Absperrung erkämpft, oder sich auf die zum Verkauf stehenden Schlafzimmer-Betten gestellt hatten, bekamen freie Sicht auf Bohlen, der stets von Fotografen und der Lokalpresse begleitet wurde.

Unter den Fans begehrt: Eine Autogrammkarte des “Poptitans” / Bild: Mayk Azzato
Dabei war auch Bohlens Heimatsender RTL: Ausgerüstet mit einem gelben RTL-Mikrofon, einer teuren Kamera mit starkem Licht und einem Mikrofon an langer Stange nahmen die Fernsehjournalisten des Privatsenders alles auf.
Bohlen kam an diesem Mittag, weil er Kunde von “Mann Mobilia” ist. Und RTL hat durch diese Aufnahmen nettes Material, um die Popularität des “Poptitans” im Fernsehen zur Schau zu stellen. Die Fans spielten mit, “Diiieter”-Rufe sei Dank.
“Ach, sieht der alt aus”, sagt eine ältere Dame, die sich einen Platz weit vorne ergatterte hatte und förmlich nach einem Autogramm bettelte. Sie bekam von Bohlen keines. Sie musste sich ein vorgeschriebenes geben lassen - von einem Mitarbeiter.
Nach einer halben Stunde war der ganze Spaß zu Ende, 15 Minuten früher als geplant. Von draussen kamen immer noch Besucher, die nach Bohlen fragten. Aber er war bereits auf dem Weg zum “Mann Mobilia”-Helikopter. Auch dort standen einige Fans. Security war dabei. RTL ebenso. Die Besucher winkten dem “Poptitan”. Er saß im Hubschrauber und grinste. Er fand das toll. Dann war er weg aus Eschborn. Für immer.