Mahler: “Heil Hitler, Herr Friedman”
1. November 2007
Michel Friedman, deutscher Journalist jüdischer Herkunft, hat sich in einem Interview (Teil I, Teil II) dem bekennenden NPD-Anwalt und ehemaligen RAF-Kämpfer Horst Mahler gestellt. Das ursprüngliche Ziel des Gespräches für die Vanity Fair war die RAF, doch kam Friedman nur selten dazu.
Mahler begrüßte Friedman stattdessen zu Beginn mit “Heil Hitler, Herr Friedman” und leugnete den Holocaust. Nach seiner Auffassung streben die Juden die Weltherrschaft an und ziehen im Hintergrund die Strippen der USA und Deutschlands. Gott wolle, dass das Deutsche Reich wieder aufersteht und dafür kämpfe er. “Die jüdische Macht ist am Ende, und das wird sich auch rumsprechen”, so Mahler. Juden bräuchten “Gewalt, um sich als Opfer wieder darzustellen”, denn dies sei ihre Masche, um ihre Ziele zu erreichen.
Friedman hat als Privatperson Anzeige gegen Mahler nach dem Interview Anfang Oktober erstattet.
Ein trauriges, doch in einer gewissen Art und Weise bildendes Gespräch, um verstehen zu können, wie Neo-Nazis ticken.
Herman: Gefundenes Fressen für die Medien
10. Oktober 2007
Ich habe mir gestern, wie so oft, Johannes B. Kerner im ZDF angesehen. Seine Art ist zwar manchmal seltsam, aber meistens sind seine Sendungen sehenswert. Gestern Abend sah ich mich in diesem Eindruck bestätigt. Grund: Eva Herman war zu Besuch, die aufgrund einer (positiven) Aussage zum Dritten Reich hart kritisiert und vom NDR sogar entlassen wurde.
Kerner hatte gestern die Hoffnung, Herman würde ihre Aussagen zurückziehen - oder zumindest relativieren. Doch sie wiederholte lieber ihre Worte, meinte, wenn man nicht über die damalige Rolle der Frau reden könnte, dann doch auch nicht über die Autobahnen, gebaut von Nazi-Deutschland. Und sie beharrte darauf, die Presse verstehe sie falsch.
Als Senta Berger und Margarethe Schreinemakers aus ganzer Empörung wegen Herman gehen wollten, entschied sich Kerner lieber gegen die ehemalige “Tagesschau”-Sprecherin und bat sie, die Sendung zu verlassen.
Großes Tennis deutscher Fernsehgeschichte - und ein gefundenes Fressen für die Medien. Sie mag vielleicht in einigen Punkten meiner Meinung sein, aber ihr Auftreten und einige ihrer Thesen sind schlicht und einfach an der Realität vorbei. So braucht sich Frau Herman nicht zu wundern, erneut von den Kommentartoren kritisiert zu werden.
RTL 2 zeigt Schindlers Liste
6. Januar 2007
RTL 2 zeigt heute Abend um 20:15 Uhr den Spielfilm Schindlers Liste. Darin geht es um Nazi-Deutschland und die Juden im Allgemeinen und Oskar Schindler im Besonderen, der viele judenstämmige Deutsche vor dem Tod bewahrte. Regisseur ist Steven Spielberg gewesen; der Film wurde mit sieben Oscar ausgezeichnet.
“Die Deutschen haben kein Monopol auf das Hakenkreuz”
8. August 2006
Google Earth ist für manchen Spaß zu haben und ist inzwischen auch für die Wissenschaft ein nützliches Werkzeug. Hin und wieder offenbart es jedoch etwas Kurioses. Wie zum Beispiel einen Brunnen in Belgien, der wie ein Hakenkreuz gebaut ist. Peinlich für die Stadt. übertroffen wird dieses nur noch durch die Aussage vom Architekten, die da wäre: “Die Deutschen haben kein Monopol auf das Hakenkreuz - es ist ein Symbol für den Sonnengott.” Die spinnen, die Belgier!