Es gibt Journalisten, die gibt es nicht. Hans-Jürgen Jakobs ist so einer. Jakobs verantwortet das Medien-Ressort der “Süddeutsche Zeitung”.

Am 26. November began ein Artikel von ihm folgendermaßen: “Der 31. August 2006 war ein besonderer Tag für Ulrich Wickert (…)” Ein anderer, über Nina Ruge, am gleichen Tag so: “Der 3. Februar 1997 war ein besonderer Tag für Nina Ruge (…)”

Man könnte jetzt sagen, ihm war langweilig, oder er war müde, vielleicht wollte er auch nur witzig sein. Aber nein, letztes Jahr schrieb er über den Börsengang von Premiere: “Mittwoch war ein besonderer Tag für ARD und ZDF (…)”

Und es gibt noch mehr solche Sätze. Das hört sich stark so an, als ob Jakobs gerade das Formulieren lernt. Oder so, wie es “la deutsche vita” auf der Seite von Stefan Niggemeier formulierte: “Ein Glück, dass Herr Jakobs nicht über den 11. September schreiben musste.”