ITNE: Wahlhilfe für SPD Eschborn?
8. Mai 2007
Das “Infoteam Niederhöchstadt Eschborn” (ITNE) hat ergeizige Ziele: Sie möchten eine Mobilfunkanlage des Anbieters O2 aus Niederhöchstadt verbannen. Grundsätzlich ist nichts dagegen einzuwenden, hat sich das Thema inzwischen doch zum spannenden, kommunalen Thema gemausert.
Von alldem profitiert zurzeit der SPD-Mann Reinhard Birkert; immerhin ist doch bald Bürgermeisterwahl. Das ITNE hat sich auf die Seite von Birkert gestellt, da sie sich nach der für sie unbefriedigende Diskussion mit dem amtierenden Bürgermeister Wilhelm Speckhardt (CDU) nach neuen Möglichkeiten sehnen.
Dass das ITNE ein gutes Instrument sein kann, um Bürgermeister zu werden, hat Herr Bickert in der Vergangenheit sicherlich schon bemerkt. Mehrmals die Woche versendet das Infoteam eine Pressemitteilung, stets (und oftmals prominent) abgedruckt in der Lokalpresse, vornehmlich im Eschborner Stadtspiegel, das eigentlich ein gutes Lokalblättchen ist. Inzwischen gibt das ITNE auf seiner Website sogar eine Wahlempfehlung ab - die, natürlich, eindeutig für Bickert ausfällt.
Kritik gibt es dafür vom Vorsitzenden der Jungen Union in Eschborn, Christian Herkströter. Er spricht von einer Entlarvung des Infoteames, das “jetzt, nachdem es mit seinen Vorstellungen in Verhandlungen gescheitert ist, auf die Hilfe des SPD-Kandidaten setzt und hier wohl zur ‘5. Kolonne’ des SPD-Wahlkampfes zusammen schrumpft.”
Schade eigentlich, gibt sich das ITNE auf seinem interessanten Online-Magazin doch eigentlich als mehr oder wenig unabhängige Website.
ZEIT-Leser erheben sich gegen Werbung
12. November 2006
Zahlreiche Leser von ZEIT Online haben sich in dieser Woche wegen einer neuen Werbeform beschwert: Eine Vorschaltseite. Bevor der User also die eigentliche Seite sehen darf, muss er seine volle Aufmerksamkeit auf ein einzelnes Unternehmen (hier: O2) richten. Nach 15 Sekunden soll er weitergeleitet werden, oder er klickt (manuell) auf einen Link, der ihn weiterführt. Solche Werbeformen sind mir ansonsten nur von Spieleseiten bekannt - auf einer renomierten Seite wie ZEIT Online aber eher fehlplatziert.
Im “Meckerblog” von ZEIT Online diskutieren seitdem einige Leser der Internetseite. Eingeschaltet haben sich auch Chefredakteur Gero von Randow und der ZEIT-Geschäftsführer. Diverse ZEIT-Abonnenten kündigten an, die Online-Ausgabe nicht mehr zu besuchen. Verständlich.
Heute ist übrigens keine Vorschaltseite geschaltet.