Wiener Polizisten begehen “Völkerrechtsbruch”
28. Juni 2007
Ärger gab es in Wien, der österreichischen Hauptstadt. Die dort ansässige SPIEGEL-Korrespondentin Marion Kraske wurde von zwei Polizisten wegen Überfährt einer roten Ampel mit ihrem Fahrrad zu einer Geldstrafe verdonnert. Da sie weder Geld noch einen Personalausweis dabei hatte, sollte die Journalisten abgeführt werden. Doch sie weigerte sich, und ihr Vorschlag, im Büro des Spiegels zwecks Klärung ihrer Identität anrufen zu dürfen, wurde abgelehnt. Als sie dann versuchte, die deutsche Botschaft mittels ihres Mobiltelefons zu kontaktieren, sei ihr es abgenommen worden. Dann kam es gar noch zu einem, wenn auch ungewollten Schlag in das Gesicht eines Polizisten, was von der Wiener Polizei als “Ohrfreige” bezeichnet wird.
Resultat der “Lappalie”: Eine Note der deutschen Botschaft an das Außenministerium von Österreich, einen bösen Brief des Spiegels an den Polizeipräsidenten und eine nette Geldstrafe in Höhe von 281 Euro für Frau Kraske. Ärzte stellten bei ihr Prellungen fest. Derweil sprachen die deutschen Diplomaten von einem “Völkerrechtsbruch”. Tja, so endet eine Geschichte, wenn man sich mit einem wichtigen, deutschem Medium anlegt.
Bundeswehr im inneren Einsatz
7. Juni 2007
Auf Autobahnbrücken der A19 setzt die Bundeswehr Spähpanzer des Typs Fennek ein. Kritik dafür von der Linkspartei: “Diese militärische Präsenz erinnert an bürgerkriegsähnliche Zustände und ist vom Grundgesetz nicht gedeckt”, so Ulrich Maurer. Angeblich sind die Wagen mit je drei Mann Besatzung als Unterstützung für die Polizei im Einsatz - insgesamt zehn Stück. Die Bewaffnung sei abmontiert, heißt es. Das “G8-TV” (aus den Reihen der Demonstranten) fragte vor Ort die Soldaten nach einer Rechtsgrundlage für ihren Einsatz im Inneren. Eine Antwort gab es nicht.
Live aus dem Wald
6. Juni 2007
Berichterstattung live aus den Wäldern um Heiligendamm - das gibt es im tagesschau.de-Weblog, den ganzen Tag über. So lobe ich mir eine Vor Ort-Berichterstattung. Derweil berichtet Spiegel Online von Einschränkungen im Medienzentrum. Auf der gleichen Seite wird bildhaft das “wahre Kräfteverhältnis” beim G8-Gipfel dargestellt: Eine große Gruppe von Journalisten steht vor einem Haufen Polizisten, die auf dem Weg sind, die Massen an Demonstranten aufzuhalten.
Das Rhein-Main-Gebiet im Fahrrad-Fieber
1. Mai 2007
Einmal im Jahr, zum 1. Mai, sind plötzlich ganz viele Menschen mit Fahrräder im Rhein-Main-Gebiet unterwegs. So auch heute, motiviert durch den Radklassiker “Rund um den Heinnger-Turm”. Nachdem sich eine kleine Ausreisergruppe zeitweise einen Vorsprung von vier Minuten und zehn Sekunden gebaut hatte, setzte sich Patrik Sinkewitz auf der Darmstädter Landstraße gleich zwei Mal ab (die Fahrer überquerten die Straße mehrmals) und gewann als zweiter Hesse in der Geschichte sein (quasi) Heimrennen.

Die Spitzengruppe bei der Einfahrt in einen Kreisel (Oberursel). / Bild: Frederic Schneider
Nachdem ich im letzten Jahr das erste Mal beim Rennen live dabei war, stand ich heute gleich an drei Stellen: Zuerst in Oberursel, wie auch im vergangenen Jahr, danach in Kelkheim und zu guter letzt in Eschborn, das seinerseits Rennpremiere feierte. Über eine Millionen Zuschauer sollen auf der Strecke dabei gewesen sein; in Eppstein standen die Menschen in mehreren Reihen, genauso wie am Mammolshainer Berg, wo ein wenig Tour de France-Stimmung aufkam - auch hier standen hunderte von Menschen dicht an dicht, um die Elite live zu erleben.

Fahrer im Hauptfeld, darunter ein CSC-Fahrer. / Bild: Frederic Schneider
Viele Menschen auf Motorrädern kontrollierten (Rennleitung), sicherten (Polizei), fotografierten (Presse) und filmten (hr-Fernsehen) das Rennen. Ich weiß nicht, wie oft ich selbst gezeigt wurde im Fernsehen, mir wurde nur berichtet, man habe mich für wenige Sekunden - in kurzer Hose und Eintracht-Trikot - hier in Eschborn live in der ARD gesehen. Ich habe meine Eindrücke auf meiner Mini DV-Kamera aufgenommen und werde sie demnächst auf PC schneiden und alsbald kostenfrei veröffentlichen.

Das deutsche Team Sparkasse mit seinem Mannschaftswagen. / Bild: Frederic Schneider
So geht ein interessanter Tag eigentlich schon zur Mittagszeit zu Ende: Um 10:25 Uhr extra für das Rennen aufgestanden, und um 16:15 Uhr mit einem hessischen Sieger den Fernseher wieder aus gemacht. Toll!
Schüler demonstrieren gegen Schimmelpilz
21. Februar 2007
Zirka 1.000 Schüler der Graf-Friedrich-Schule (GFS) in Diepholz demonstrierten heute gegen zahlreiche Mängel ihrer Schule. Kritisiert wird unter anderem, dass viele Räume von Schimmelpilz betroffen sind. Obwohl der Landkreis kurzfristig versuchte, den Pilz zu entfernen, kommt er immer wieder. Ein weiterer Kritikpunkt ist fehlender Brandschutz.

Bild: Markus Stahmann
Die Schülerschaft, vor allem aber der Aktionskreis-GFS-Neubau fordert den Neubau der Schule. Das Argument der Organisation: Renovieren reicht nicht, da der Pilz immer wieder kommt - wie bereits schon x-mal geschehen. Der Landkreis hingegen scheut die hohen Kosten: Laut einer Rechnung, die heute nach der Demonstration präsentiert wurde, würde er zwischen 6,5 und 9,2 Millionen kosten; eine Sanierung beläuft sich auf 5,5 bis 8,4 Millionen Euro - je nach Szenario.

Bild: Markus Stahmann
Für die heutige Demo gab es zahlreiche Auflagen. So waren einige Polizisten anwesend, oder Ordner, denen gefolgt werden musste. Trotz alledem genehmigte der Landkreis Diepholz, dass die Schüler auf der Bundesstraße laufen durften. Anwesend waren außerdem diverse Medien, darunter Sat.1 Niedersachsen und der NDR.
Mehr bei Markus Stahmann im Weblog.
Neues von der Feldbergschule
7. Februar 2007
Ich muss mal etwas erzählen: Nicht schlecht habe ich heute Vormittag gestaunt, als ich aus dem Fenster meines Klassenzimmers plötzlich Polizeiwagen sah. Glücklicherweise stand die zweite große Pause bevor, sodass ich mir die Sache etwas genauer anschauen konnte - genauso wie viele andere meiner MitschülerInnen. Schnell stellte sich heraus, dass die Polizei im unmittelbar an der Schule gelegenen Weiher etwas suchte. Dazu waren zwei Polizeitaucher anwesend, außerdem stand ein Polizeikran in der Nähe. Viele Schaulustige auf der anliegenden Straße blickten verduzt auf die paar Wagen der Ordnungshüter - ja, was war denn hier los?
Laut offizieller Verlautbarung, und was man so von den Lehrern erfahren konnte, suchten sie Diebesgut, das die bösen Buben in das Wasser geschmissen hatten. “Es konnten mehrere Metallbehälter, darunter auch Geldkassetten und Wertbehälter gefunden werden”, heißt es in der Polizeipresse.
Die SV lebt!
Interessant war, endlich etwas von unserer Schülervertretung (SV) zu hören. Durch den Kreisschülerrats-Vorsitzenden Lars Stockmann bin ich inzwischen etwas über die Arbeit der SV informiert und bedaure deswegen, dass unsere Vertretung nicht aktiv ist. Ich weiß nicht einmal, wie unser Schulsprecher heißt - obwohl: angeblich gibt es nicht einmal einen. Heute allerdings gabs mal wieder etwas aus der Ecke: Für den Valentnistag gibt es für jeden Schüler die Möglichkeit, zum Preis von 1,50 Euro seiner Liebsten bzw. seinem Liebsten eine Rose zu schenken, übermittelt durch die SV. Ach, wie süß!
Verrückter Klassenkamerad
Ein Klassenkamerad von mir, der allgemein etwas verrückt ist, bediente sich gleich dieser Dienstleistung, um eine Rose für eine Lehrerin auf meiner Schule zu bestellen. Die Frau gilt unter den (männlichen) Schülern als sehr hübsch, und mein seltsamer Klassenkamerad … naja, man kann es sich schon denken. Kurz: Er hat die 1,50 Euro für die Frau investiert und auf die Karte (die gibts auf die Rose obendrein!) im Namen einer meiner Lehrer geschrieben. Ob das für meinen Kameraden gut ausgeht?
Zwei Webseiten?
Vor kurzem ging feldbergschule.de online, eine Webseite, die irgendwie etwas mit der “offiziellen Webseite” meiner Schule zu tun hat, andererseits auch nicht. Warum es jetzt plötzlich zwei Seiten gibt, kann ich mir nicht erklären. Zudem ist feldbergschule.de seit kurzem die Startseite auf den Schulcomputern (was die knapp 100 Besucher heute auch erklärt).