TV-Tipp: Die Passion Christi
6. April 2007
ProSieben zeigt heute Abend den Spielfilm “Die Passion Christi” mit Mel Gibson. Der Spielfilm kam 2004 in die Kinos und gilt seit jeher als umstritten. Ein Vorwurf ist, dass der Film Antisemitismus, also Judenfeindlichkeit zeigt. Außerdem sei er zu brutal. Heute Abend um 22:20 Uhr feiert “Die Passion Christi” seine Free TV-Premiere; in Österreich strahlt der ORF den Film aus.
Grund für die heutige Ausstrahlung ist der Karfreitag, der heute von den Christen in aller Welt gefeiert wird. Unter den Protestanten, denen ich angehöre, ist der Karfreitag der höchste religiöse Feiertag.
Die Netzeitung sucht ihre Identität - und einen Käufer
23. Februar 2007
Die Netzeitung steht mal wieder zum Verkauf. Der bisherige Inhaber - Orkla Media - möchte sich von der “ersten deutschen Tageszeitung, die ausschließlich im Internet erscheint”, trennen, schrieb heute die “Süddeutsche Zeitung” (SZ).
Autor Christoph Kappes machte sogleich die Schwächen der NZ aus: Es stehe kein Print-Verlag dahinter und mit lediglich zwölf Redakteuren in Berlin sei man ein Objekt, das schnell zu übersehen sei. Außerdem habe man den Titel des meistzitierte Online-Medium Deutschlands letztes Jahr wieder an “Spiegel Online” (SpOn) verloren, nachdem man 2005 noch der Sieger gewesen war.
Nicht gerade Friede, Freude, Eierkuchen bei der NZ, die doch ansonsten einen guten Eindruck macht, stets nach dem Motto “kurz, schnell, prägnant, witzig”. Egal, ob man auf SpOn surft, oder bei der kleinen NZ: Informiert ist man bei beiden, gleich schnell und gleich gut.
Kappes hingegen fehlen Hintergrundberichte, Reportagen und viele weitere Texte, die Arbeit machen. Aufgrund des geringen Personals seien solche Artikel jedoch nicht zu machen, so der SZ-Redakteur. Zumindest nicht so häufig. Andere Webseiten können hier hingegen punkten, zum Beispiel “Welt Online”, die erst diese Woche quasi einen Neustart hinlegten. Dank eines “Newsrooms” und der dadurch entstehenden Synenergien aus Onliner und Print`ler entstehen auf welt.de umfangreiche Berichte - sowohl top-aktuelle als auch Hintergrundberichte und Reportagen. Auch SpOn oder das renommierte Zeit Online haben hierbei eine bessere Ausgangsposition gegenüber der NZ - dank finanzstarken Geldgebern im Hintergrund und vielen Mitarbeitern.
Die NZ hingegen macht ihre Geschichten auf Basis von Agenturmeldungen: Oftmals stehen hinter dem Kürzel “(NZ)” am Ende der Artikel Meldungen von AP, dpa oder der evangelischen Nachrichtenagentur epd. Zukünftig, so einer der neuen Chefredakteure, Matthias Ehlert, könnte man mehr Lokaljournalismus betreiben, indem Themen aus der Blogosphäre “rückübersetzt ins Web 1.0″ werden. Das könne das Profil seiner Internet-Zeitung verbessern.
Zurück zum Verkauf: Zwei potentielle Verkäufer stehen bereits zur Diskussion. Darunter die Heuschrecke David Montgomery (bitte nicht!), oder aber der Verlag Holtzbrinck (Die Zeit, Handelsblatt). Sei noch zu klären, ob das Kartellamt hierbei mitspielt. Montgomery ist bereits in Berlin mit einer Publikation vertreten und die NZ ist am Radiosender 100,6 Motor FM beteiligt. Alles so eine Sache.
Währenddessen machte sich die NZ diese Woche ein wenig schöner. Die Meinungen gehen unter den Lesern zwar auseinander, trotz alledem dürften solche Neuerungen das eigene Potential bei Kaufinteressenten erhöhen. Und boulevardesque Bereiche wie den neuen “Small Talk”, der auf jeder Seite verlinkt ist, sorgen für mehr Klickzahlen. Im vergangenen Monat habe die NZ zirka 20 Millionen Page Impressions generiert, schreibt die SZ - da kann SpOn mit zirka 400 Millionen nur müde lächeln.
Die nächsten Wochen werden also wieder einmal interessante werden. Zum einen für mich als NZ-Leser und zum anderen für den deutschen Online-Journalismus, bei dem die NZ eine wichtige Rolle spielt.
(via onlinejournalismus.de)
Reformationstag
30. Oktober 2006
Morgen ist Reformationstag. Die evangelische Kirche feiert die Reformation der Kirche, eingeleitet unter anderem durch Martin Luther.