© Frederic Schneider

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Ich muss mich jetzt selbst ein wenig lächerlich machen - und zwar für eine Wortschöpfung, die mir im Winterurlaub in der Ramsau, Österreich, plötzlich durch den Kopf ging. Und zwar geht es um den Begriff “Pinter” als Alternative zum inzwischen verbrauchten und durch die Presse zuweilen auch missbrauchten “Kampfhund”. Mal schauen, wann “Pinter” als Alternativwort im Duden steht.

Mittlerweile habe ich mir schon angewöhnt, “Pinter” zu sagen, genauso wie ein kleiner Teil meiner Familie. Bislang wurde der Begriff auf Seiten meiner Familienmitglieder lediglich als ironischer Seitenhieb auf mich benutzt. Das darf sich ab heute ändern.

Auuufwiedersehen!

21. Dezember 2006

Morgen geht es in die Ramsau. Ich wünsche allen Lesern meines Blogs frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in das neue Jahr. Weiter geht es mit dieser Seite Ende der ersten Januarwoche.

Ach, war des en scheenes Wochenende - in Österreich! Von Freitag bis zum Brückentag am vergangene Montag war ich im Kurzurlaub im schönen Alpenland, in der Ramsau zum Wandern. Zu meiner großen Freude war parallel die Nationalratswahl, bei dieser die ÖVP der SPÖ unterlag, beide Volksparteien jedoch voraussichtlich in eine Große Koalition gehen, wie bei uns Deutschen die CDU mit der SPD - nur das bei unseren Nachbarn nicht die Christdemokraten, sondern die Sozialdemokraten die Wahl gewonnen haben.

Angetreten war auch ein Herr Hans-Peter Martin (Artikel in DER ZEIT, 31. August). 1957 in Bregenz geboren, war der promovierte Jurist Korrespondent für das deutsche Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Später kanidierte Martin für die SPÖ bei der Europawahl (1999) als Spitzenkandidat; seit dem ist er Mitglied des Europaparlaments. Den Sozialdemokraten trat er jedoch nie bei.

Bei der diesjährigen Nationalratswahl in “Austria” versuchte er sich mit einer eigenen “Partei”, der so genannten “Liste Dr. Martin”. 2004 hatte er bereits Erfolg mit ihr: 13,98 Prozentpunkte der Stimmen sicherten ihm einen weiteren Platz ohne die SPÖ im Europaparlament. Bei den diesjährigen Wahlen jedoch unterlag er - deutlich. Nur 2,83 Prozentpunkte verwehren seiner Liste den Einzug nach Wien.

Und wer ist schuld an dieser Niederlage? Ja, natürlich - der ORF ist schuld! Man habe ihm nicht die Möglichkeit gegeben, die Wähler zu erreichen. Und, vor allem: Zehn Millionen Euro hat er auch nicht. Zehn Millionen! Die braucht man, um in den Nationalrat einzuziehen, so Herr Dr. Martin am Sonntagnachmittag im ORF 2-Interview, kurz nach den ersten Wahlergebnissen. Die ORF-Moderatorin, schier verzweifelt, hätte am liebsten das Gespräch wegen den Vorwürfen gegen den ORF beendet, musste versuchen, den Demokraten zu bändigen. Sie überlebte das Gespräch. Die Vorwürfe bleiben.

Ob Herr Martin bei der nächsten Wahl noch einmal Glück hat? Oder wird der böse, böse ORF (Öffentlich-Rechtlich) entlarft, dass er der Liste keine Stimme gegeben hat? Mh…?