Der Kampf ARD/ZDF versus Kommerz
1. Mai 2008
Die kommerziellen Medien möchten die Offensive der Öffentlich-Rechtlichen (ÖR) im Internet gerne verhindern und kämpfen seit Monaten energisch in ihren Publikationen und vor der Politik gegen einen Ausbau. Jetzt schlägt die ARD zurück - mit einem 45-minütigen Film, der heute Abend ausgestrahlt wurde. Zwar kamen auch die Privaten ausgiebig zu Wort, doch wurde vor allem dem Sender RTL Propaganda kontra ÖR vorgeworfen.
“Spiegel”-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron zeigte sich hingegen kompromissbereit und nannte etwa tagesschau.de einen “fairen Wettbewerber”, man beobachte sich gegenseitig. Allerdings verwäre er sich einer Erweiterung. Andere Gesprächspartner nannten die Finanzkraft der ÖR als eine Gefahr, die Privaten könnten nicht mithalten.
Der Film beschäftigte sich alleine zehn Minuten lang dann auch mit den Gefahren der Privatsender. Der Autor des Filmes, Thomas Leif (SWR), demonstrierte die Schattenseiten von RTL, Sat.1, ProSieben & Co. und kritisierte zugleich die laschen Kontrollen der Landesmedienanstalten. Eine Kernaussage des Filmes war, dass es bei den Privaten an Qualität fehle. Um dies zu untermauern, sprach ein “Insider” über die Rationalisierung bei Sat.1, die vom Unternehmen “McKinsey” gesteuert wurde, welche in der Konsequenz das Informationsprogramm verringte.
Sehenswert war der Film sicherlich, doch spannend wird die Reaktion der kommerziellen Sender. Möge der Bessere gewinnen …
Ist der exklusive Deal nicht der elegante Weg?
17. Dezember 2007
Marco ist aus dem Gefängnis und befindet sich inzwischen zurück in Deutschland. Zwar ist längst noch kein Urteil gefallen, doch bis zur Weiterverhandlung in der Türkei im April kann der 17-Jährige erst einmal ausspannen. Er wolle sich jetzt erst einmal eine Woche zurück ziehen und von seinen Eltern verwöhnen lassen, lies er durch einen seiner Rechtsanwälte ausrichten. Zugleich strahlte RTL jedoch gestern ein exklusives Interview mit Marco aus, eine Welle der Entrüstung bricht seit dem aus.
Es ist allerdings einfach, Marco und seiner Familie aufgrund dieser Berichterstattung etwas Verwerfliches vorzuwerfen.
Die Familie Weiss im Allgemeinen und Marco im Besonderen befinden sich in einer schweren Lage, die nicht nur dadurch geprägt ist, dass Marco acht Monate im Gefängnis saß; dazu kommt, dass Familie Weiss von der deutschen Presse quasi belagert wird. Es ist jetzt abzuwägen, was besser für sie ist. Aus moralischer Sicht ist der exklusive Deal mit RTL eher verwerflich, außerdem stellt sich Marco nicht der freien Presse, sodass ARD, ZDF, dpa, Reuters & Co. kein eigenes Material zum Versenden haben. Nun wäre dies aber mit einem großen, medialen Rummel verbunden gewesen, mit vielen Reporterteams, die auf einen einreden. Ist es da nicht interessanter, sich nur einem Team zu offenbaren, das zwar viel gezeigt bekommt, sich ansonsten aber eher zurückhält, mit einem in das Feld geht und dort in Ruhe interviewt, das mit einem vor einem “Kamin” sitzt und freundliche Fragen stellt und sogar darauf hinweist, man würde zum eigentlichen Problem keine Fragen stellen? Ich glaube, dies ist für Marco und seine Familie viel besser, und hat den positiven Nebeneffekt, dass es Geld bringt, das der Familie, die wenig hat, ebenfalls hilft.
Dass wir immer nur das Negative bei einem solchen, von RTL natürlich ausgeschlachtenen Exklusiv-Deal sehen, finde ich sehr schade und zeigt die Verbortheit vieler Menschen in unserer Gesellschaft. Dafür sollten sich diejenige genauso schämen, wie sie von Marco und seiner Familie Scham fordern.
Auf und ab: TVBlogger - das Ende, oder ein Neuanfang?
5. August 2007
Eigentlich war TVBlogger nur eine Idee. Ein interessantes Medium, und eine neue Möglichkeit, im Netz zu publizieren - aus viel mehr bestand der Antrieb Daniel Richters nicht, als er mit seiner Seite anno 2004 online ging. Aus einer witzigen Idee, wurde eines der meistbesuchten Online-Magazine zum Thema Medien. Doch ob des quantiativen Erfolges: Qualitativ hält “TVB” harten Kontrollen selten Bestand.
Nun, vielleicht muss TVBlogger kein redaktionelles Wunder darstellen, eventuell ist das für den Charme der Seite gar besser. Ein Weblog ist weiterhin etwas persönliches, in den allermeisten Fällen subjektiv. Eine objektive Berichterstattung läuft dem zuwider; ein SPIEGEL als Weblog - unvorstellbar!
Der Erfolg für die Seite kam eher plötzlich: Gute Platzierungen bei Google sorgten dafür, dass TVBlogger schnell als eine der ersten Anlaufstelle bei einigen Themen besucht wurde. Zum ersten Mal sichtbar war dies bei der ProSieben-Eigenproduktion “Mein Vater, seine Neue und ich”: Einige Hundert Kommentare pupertierender Jugendlicher erfreuten sich an der jungen Schauspielerin Sydney Gersina - und brachten dem Weblog hohe Besucherzahlen; die Kommentarfunktion, alsbald geschlossen.
Netzeitung, n-tv.de: “Alle nannten die Seite”
Doch der Durchbruch kam für die Seite bei “Deutschland sucht den Superstar”. Analysen, Kommentare, Quotenmeldungen und Live-Ticker zur RTL-Sendung brachte TVBlogger nicht nur die Kritik ein, sie sei von RTL bezahlt. Gleichzeitig sorgte die Casting-Sendung für Abstürze des Servers und hohe Besucherzahlen. Der Hype zahlte sich am Ende aus: TVBlogger brachte eine skurille Geschichte, die renommierten Nachrichtenagenturen ddp und dpa nahmen die Geschichte auf - netzeitung.de, n-tv.de, das Weblog von TV Spielfilm, alle nannten die Seite.
Bei einer anderen Geschichte machte die “Bild”-Zeitung mit der Geschichte auf, das Ausscheiden von Didi Knoblauch sei bereits im RTL-Videotext aufgetaucht, bevor die Ergebnisse bekannt wurden. TVBlogger berichtete als erste Seite überhaupt. Doch leider, Ernüchterung: Keine Nennung der Quelle in der “Bild”; Enttäuschung auch wegen den geschätzten Kollegen: DWDL.de nannte ebenfalls sich selbst als Quelle statt den jungen Medien-Publizisten den Erfolg zu gönnen.
Der Triumph durch DSDS, ausgebaut später bei “Germanys Next Topmodel” & Co., wurde zur erst im Frühjahr zu Ende gegangenen Staffel IV jedoch brav verschwiegen. Kommentare wurden gesperrt, die Berichterstattung gedrosselt. Ein neuer Führungsstil: Statt Bänker Richter übernahm federführend Verkäufer Michael Pliet.
Ein-Mann-Chefredaktion: “Informativ, doch öfters fehlerbelastet”
Pliet, ein junger, engagierter Hesse, ist der Chefredakteur neben Daniel Richter und in diesem Jahr der mit Abstand aktivste Redakteur. Seine Artikel: Informativ, doch öfters fehlerbelastet - mit bezeichnend für das neue TVBlogger. Einige Leser kehrten der Seite den Rücken, Kritik wurde immer lauter. Doch statt sich selbst zu hinterfragen, versucht die vermeindliche Ein-Mann-Chefredaktion zu erklären, wie man mit Kritik umgeht - ein typisches Instrument bekannt aus Foren, wo eine Gemeinschaft kurz davor ist, sich selbst aufzulösen.
Doch trotz der vielen Kritik, bleibt bei TVBlogger der Charme eines Blogs, einer übersichtlichen Seite, abseits als Alternative zu DWDL, zu Quotenmeter und wie sie alle heißen. Gerne wird von diesen Seiten geleugnet, TVBlogger sei gar kein Medienmagazin. Dabei gelingt den TVBloggern, trotz vieler Macken, zu unterhalten.
Es wäre schade, wenn das Projekt untergehen würde. Redaktionelle Änderungen und eine Besinnung auf die Kernkompetenzen wären etwas, das man in Erwägung ziehen sollte. Vor allem, um an alte Erfolge anzuknüpfen - und nicht nur damit zu werben, quantitativ weiterhin interessant zu sein, hohen vierstelligen Besucherzahlen sei Dank.
Hinweis: Ich war selber lange Zeit bei TVBlogger und vor allem bei der Berichterstattung über DSDS intensiv einbezogen. Dieser Beitrag soll nicht als Abbrechnung, sondern vielmehr als Weckruf für die Verantwortlichen verstanden werden.
Geld, statt Superstar
29. April 2007
Das Format hatte über zehn Millionen Zuschauer. Kämpfte gegen Quotengirant “Wetten, dass..?”. Am Ende bleibt ein Durchgeknallter und ein Blauäugiger übrig. “Deutschland sucht den Superstar” macht viel Geld, aber keinen Superstar, meint Frederic Schneider.
“Ich hab’ die Haare schön”, trällerte eine kräftige Frau einst in ein Mikrofon des Kölner Senders RTL. Es ist nur wenige Monate her, als diese Szene, gedreht auf Mallorca, im freien Fernsehen gezeigt wurde. Seit dem sind aus tausenden Kandidaten zwei Favoriten geworden. In der Kouriösität hat sich jedoch nichts verändert: DSDS ist und bleibt ein medial hervorragend inszeniertes Konzept. Monoton und frech wie eh und je.
Dass es bei Deutschlands Suche nach seinem Superstar weniger um Talent, als vielmehr um Vermarktbarkeit geht, bewies in gewohnter Manier der gestrige Abend. Lisa Bund, die in einem kleinem Geschäft in Hattersheim (bei Frankfurt am Main) arbeitet, und sich dort in das Goldene Buch der Stadt eintragen durfte - was bei den älteren MitbürgerInnen zu viel Unmut führte -, unterlag, trotz besserer Stimme, einem 16-jährigen Bub. Klar, der Junge sieht doch irgendwie smart aus, blaue Augen hat er; stets brav und der ideale Freund für pubertierende Mädchen, im DSDS-Jagon auch “Zahnspangenfraktion” genannt. Übrigens heißen “Tokio Hotel”-Fans genauso.
Dabei war Martin Stosch, wohnhaft in Bayern, letzte Woche noch rausgeflogen. Bis Max Buskohl erkannte, dass DSDS nichts für ihn ist. Lieber wolle er mit seiner Band “Empty Trash” auf Tour gehen, statt ein von Dieter “Poptitan” Bohlen komponiertes Lied auf Platz 1 der deutschen Charts zu singen. Also ging er - freiwillig. Nachgerückt ist Stosch, der zusammen mit dem verrückten Mark Medlock aus Offenbach um den Sieg kämpft - um einen Plattenvertrag und einen Nummer 1-Hit. Lisa Bund kehrt zurück an ihre Arbeitsstelle, außer jemand hat mit dem jungen Mädchen Erbahmen und lässt sie einen Song aufnehmen.

Die Finalisten Martin Stosch und Mark Medlock mit der unterlegenen Lisa Bund. / Bild: RTL & Gregorowius
Freilich muss sie sich dafür in Geduld üben: Acht Wochen nach dem Finale (kommenden Samstagabend) darf sie ohne RTLs Erlaubnis nirgends auftreten, so steht es im Vertrag (oftmals “Knebelvertrag” genannt). Mit diesem Problem hatte diese Woche erst Stefan Raab zu tun, der Max Buskohl gerne in seiner Sendung “TV total” (ProSieben) auftreten lassen wollte; bis Buskohls Band auf Platz 1 der Charts sei. RTL sagte nein, und Raab wehrte sich mit “Freiheit für Max Buskohl”-Rufen im Studio, zusammen mit seinem Publikum, das bewaffnet mit Schildern (”RTL ist kriminell”, “1, 2, 3, gibt den Buskohl frei”) den Auftstand probte. Kündigte er Mittwoch und Donnerstag in seiner Sendung noch eine Demonstration im DSDS-Studio (”Wir haben rund 120 Karten”) an, blieb es in der Realität gestern bei - nichts. Kein Wort von den Superstars-Moderatoren über die Forderung des TV-Entertainers, kein Raab-Anhänger, der Buskohls Freiheit forderte.
Nun steht der schrille Bohlen-Liebling Medlock im Finale, zusammen mit dem 16-jährigen Mädchenschwarm Martin Stosch. Wer am Ende siegt, ist eigentlich auch egal. Es gibt traditionell nur einen wahren Sieger und der kommt vom Rhein: RTL.
Abschied vom DSDS-Schauen
29. April 2007
“Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) ist für mich gestorben. Zumindest für diese Staffel. Dabei schien es Mitte der Woche noch spannend zu werden: Zwischen Stefan Raab (”TV total”) und der RTL-Presseabteilung gab es einige Wortgefechte, hervorragend medial insziniert (ich berichtete). Nach dem freiwilligen Aus von Max Buskohl, wollte Raab den Sänger mit seiner Band “Empty Trash” zu sich einladen; RTL sagte nein, Raab griff - wie oft - zu satirischen Mitteln und kreierte ein Bild mit der Aufschrift: “Seit 196 Tagen Gefangener von R.T.L.” Geschafft hat es Stefan Raab immerhin auf den Titel der BILD-Zeitung. Das hatte sowohl etwas für ProSieben, als auch für RTL: Die zuletzt immer schwacher gewordenen Einschaltquoten (”TV total”) verbesserten sich von einem Tag zum anderen, und es gab wieder einen Grund, DSDS zu schauen.
Spannend wurde die angekündigte Demonstration von Raab (”Wir haben 120 Karten für die Sendung”) für die Freiheit Buskohls gestern Abend (ab 20:15 Uhr) erwartet. Aber sie kam nicht. Schade, eigentlich. DSDS wird immer monotoner, etwas Abwechslung hätte gut getan. Seit gestern gibt es keinen Grund mehr, weiter zuzuschauen. Denn: Verarschen, so sagt ein bürgerlicher Spruch, kann ich mich selber.
Martin Stosch, der 16-jährige Mädchenschwarm mit blauen Augen, kehrte auf die Bühne zurück, obwohl die Zuschauer ihn letzten Samstag noch rausgewählt hatten. Er trat als Ersatz für Buskohl auf. Vor einer Woche unterlag er sowohl Buskohl, Frau Bund, sowie Herrn Medlock. Nunmehr kämpft der Blauäugige gegen Bohlens Liebling um den Sieg - um einen Plattenvertrag und mindestens einem Nummer 1-Hit.
Ich hatte mich so auf ein rein hessisches Finale gefreut, zwischen Lisa Bund (Hattersheim) und Mark Medlock (Offenbach). Jetzt kämpft der “Schwule” (Spiegel Online) gegen den Schwarm. Ohne mich.
RTL: Keine Hilfe für TV total
26. April 2007
Eigentlich doch eine nette Idee: Max Buskohl bei “TV total” solange auftreten lassen, bis er mit seiner Gruppe “Empty Trash” auf dem ersten Platz der Hitparade ist. Leider, leider macht RTL dem einen Strich durch die Rechnung. Laut den DSDS-Reglements darf ein Teilnehmer des Castings bis acht Wochen nach dem Finale (im Mai) ohne der Erlaubnis von RTL keine anderen Verpflichtungen wahrnehmen.
Dabei appellierte Stefan Raab doch gestern Abend so schön an RTL, er sagte vor laufender Kamera: “Ein junger Mann, 18-jährig, fast noch ein Kind, der nur das tun will, was sein Herz ihm sagt, für den Musik die Luft zum Atmen ist - und ihr wollt ihm einfach den Sauerstoffhahn abdrehen?”
Keine Chance, sagte RTL-Pressesprecherin Anke Eickmeyer auf meine Anfrage. “Warum sollten wir den schwachen Quoten von TV total auf die Sprünge helfen?”, fragt sie. “Wir verstehen ja das Interesse von ProSieben, von der Öffentlichkeit, die wir mit DSDS haben, profitieren zu wollen. Allerdings sind wir bei der Suche nach Hilfsmaßnahmen für TV total die falsche Adresse.” Und einen Seitenhieb gibt es obendrein: “Vielleicht ärgert Stefan Raab ja auch, dass er erst kürzlich mit Schlag den Raab gegen DSDS so deutlich verloren hat.”
Ja, da scheint es so, als spielt gerade RTL gegen ProSieben, DSDS-Presseabteilung versus Stefan Raab. Wer am Ende der Sieger ist, steht offen. Übrigens bot Raab dem Max ja an, die Kosten zu übernehmen, falls Buskohl dem Vertrag mit RTL zuwiderhandelt und eine Vertragsstrafe aufgebruhmt bekommt. Auch das stößt bei Frau Eickmeyer auf Unmut: “Wir finden es bedenklich, dass unser Wettbewerber ProSieben Teilnehmer an RTL-Sendungen wie Max öffentlich zum Vertragsbruch aufruft.”
Zu guter letzt: Raab kündigte an, am Samstag (20:15 Uhr, live RTL) während der Sendung für die “Freiheit” von Max zu demonstrieren. Er habe über 100 Karten für das Studio, kündigte er gestern auf ProSieben an. Ob das hohle Pharsen sind, oder ein lustiger Plan ist, erfahren wir spätestens am Samstagabend.
Singt Max Buskohl bei Raab? Ja, nein?
25. April 2007
Ich mag sueddeutsche.de ja eigentlich und schaue immer wieder vorbei, aber - nein, so läuft das nicht … In einem Bericht über Max Buskohl, der freiwillig bei DSDS ausschied, kommt es zu einem fatalten Widerspruch. In der Überschrift heißt es, Max dürfe nicht bei Stefan Raab auftreten, im Bild, direkt links daneben, heißt es: “‘Superstar’ Max singt jetzt bei Stefan Raab.” Ja, was denn nun?

Darf er, oder darf er nicht? Was denn nun? - Screenshot von sueddeutsche.de
Laut einer dpa-Meldung, auf die sich die Online-SZ bezieht, hat Sender RTL Buskohl einen Auftritt in TV total zumindest verboten. Laut Vertrag dürfe Max bis acht Wochen nach dem Finale von DSDS nicht wo anders ohne RTLs Erlaubnis auftreten.
Henry Maske sei Dank
31. März 2007
Seit Jahren suche ich diese beiden Lieder, dank dem Comeback von Henry Maske, was gleich live auf RTL gezeigt wird, habe ich sie endlich gefunden:
Time To Say Goodbye von Sarah Brightman und Andrea Bocelli
Conquest Of Paradise von Vangelis
Vor allem ersteres ist traurig, aber genial zugleich. Bislang habe ich beide Lieder nicht mit Maske in Verbindung gebracht… da hatte ich wohl eine schwere Wissenslücke, wie mir mein Kousin und Alexander Trust gerade klar gemacht haben.
DSDS-Live: Dritte Mottoshow
11. März 2007
Heute Abend ging es weiter mit “Deutschland sucht den Superstar” (DSDS). Zum zweiten Mal in diesem Jahr gab es auf diesem Weblog einen Liveticker. Das heutige Motto lautete: “Power of Love”
Bohlen begegnet Fans: “Dieter, du hast die Haare schön”
10. März 2007
Heute Abend geht es weiter mit Deutschlands populärster Casting-Sendung: “Deutschland sucht den Superstar”, kurz DSDS. Stets Freund und Feind: “Poptitan” Dieter Bohlen. Bevor die zweite Mottoshow beginnt, besuchte das DSDS-Jurymitglied zwei Filialen des Möbelhauses “Mann Mobilia”. Hunderte kreischende Fans freuten sich.
Es sollte ein kurzer Besuch in der Filiale in Eschborn bei Frankfurt am Main werden: 13 bis 14 Uhr, kündigte das Unternehmen in dieser Woche per einseitiger Annonce zwei Mal in der Lokalpresse an. Die Medien selbst blieben zurückhaltend und spendierten dem Besuch des Musikproduzenten nur ein paar Zeilen. Bevor er Eschborn besuchte, war er in Wiesbaden - auch bei “Mann Mobilia”.
Bohlen kam fünf Minuten zu spät in das dritten Obergeschoss des erst vor einigen Monaten eröffneten Möbelhauses. Zehn Bodyguards sorgten für Recht und Ordnung, das Sicherheitsunternehmen “LOGO Security” wurde extra angefordert, sonst schützt LOGO die Heimspiele des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt.
Hunderte Fans, zumeist jung, versammelten sich um die Absperrung. Sie sahen Bohlen schon vor 13 Uhr: Zahlreiche Papp-Bohlens wurden aufgestellt. Jeder wollte nach vorne und als “Diiieter” dann endlich kam, war das Geschrei groß. “Dieter, du hast die Haare schön” bzw. “Wir ham die Haare schön” war an diesem Mittag der Alternativspruch zum kurzen “Diiieter”.
“Diiieter” verteilte einige Autogrammkarten. Ein kleines Mädchen schrie, sie habe von Bohlen kürzlich in der Zeitung gelesen und sich das gemerkt. Dieter lächelte, verstand erst nicht, aber er freute sich - wie der ganze Trubel um ihm irgendwie doch lustig war. “Mann Mobilia”-Mitarbeiter ließen sich mit dem Musikproduzent fotografieren, den Fans blieb nur ein Erinnerungsfoto von der Ferne. Nur diejenigen, die einen Platz ganz vorne an der Absperrung erkämpft, oder sich auf die zum Verkauf stehenden Schlafzimmer-Betten gestellt hatten, bekamen freie Sicht auf Bohlen, der stets von Fotografen und der Lokalpresse begleitet wurde.

Unter den Fans begehrt: Eine Autogrammkarte des “Poptitans” / Bild: Mayk Azzato
Dabei war auch Bohlens Heimatsender RTL: Ausgerüstet mit einem gelben RTL-Mikrofon, einer teuren Kamera mit starkem Licht und einem Mikrofon an langer Stange nahmen die Fernsehjournalisten des Privatsenders alles auf.
Bohlen kam an diesem Mittag, weil er Kunde von “Mann Mobilia” ist. Und RTL hat durch diese Aufnahmen nettes Material, um die Popularität des “Poptitans” im Fernsehen zur Schau zu stellen. Die Fans spielten mit, “Diiieter”-Rufe sei Dank.
“Ach, sieht der alt aus”, sagt eine ältere Dame, die sich einen Platz weit vorne ergatterte hatte und förmlich nach einem Autogramm bettelte. Sie bekam von Bohlen keines. Sie musste sich ein vorgeschriebenes geben lassen - von einem Mitarbeiter.
Nach einer halben Stunde war der ganze Spaß zu Ende, 15 Minuten früher als geplant. Von draussen kamen immer noch Besucher, die nach Bohlen fragten. Aber er war bereits auf dem Weg zum “Mann Mobilia”-Helikopter. Auch dort standen einige Fans. Security war dabei. RTL ebenso. Die Besucher winkten dem “Poptitan”. Er saß im Hubschrauber und grinste. Er fand das toll. Dann war er weg aus Eschborn. Für immer.