Köhler (selber) wählen - wieso denn nicht?
26. Juni 2007
Bundespräsident Horst Köhler schlug am Sonntag bei der letzten Sendung von Sabine Christiansen in der ARD vor, sein Amt in Zukunft direkt vom Volk wählen zu lassen. Mehr Demokratie also. Warum auch nicht? Klar: Es würde einen Wahlkampf geben. Andererseits: Warum muss das höchste Amt im Lande vom Parlament vergeben werden, sollte nicht das Volk in einer Demokratie das Recht dazu haben? Meiner Meinung nach wäre es nicht einmal notwendig, dem Bundespräsidenten mehr Möglichkeiten einzuräumen. Durch das Recht, Gesetze zu kassieren, kann er sich genügend beteiligen. Nur mehr in die Tagespolitik einschalten, so wie Köhler es letztens öfters gemacht hat, das wäre gut - quasi als die bessere Stimme der Politik, die überlegendere.
Sabine Christiansen in der Krise?!
14. Dezember 2006
Am vergangenen Sonntag diskutierte ARD-Talkerin Sabine Christiansen über das Thema “Die Russen kommen”. Zugast war unter anderem der russische Botschafter, seine Exzellenz Vladimir Kotenev. Kommen sollte auch der Kreml-Kritiker Garri Kasparow - allerdings lud Christiansen den Schachweltmeister kurz zuvor wieder aus; wegen technischen Gründen, so die offizielle Erklärung.
Kasparow und viele andere gehen hingegen davon aus, es gab Druck vom Botschafter Kotenev. Dieser soll, so Medienberichte, gesagt haben, er würde nicht zusammen mit Kasparow bei Christiansen auftreten - er oder der Kreml-Kritiker. Die Redaktion entschied sich für den Diplomaten.
Einige zweifeln an Christiansens Darstellung, es habe keinen Druck vom Botschafter gegeben. Auch der Chef der FDP-Landtagsfraktion, Jörg-Uwe Hahn, der im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunk sitzt. Dieser forderte vom Rundfunkratchef, “dass bis zur Klärung dieses Vorgangs Frau Christiansen keine Möglichkeit erhält, weiterhin in der Prime Time am Sonntagabend bei der ARD zu moderieren”. Eine gute Idee.
Zuletzt fiel Frau Christiansen negativ auf, als sie Ende November über so genannte “Killerspiele” debattierte und die Gäste recht einseitig ausgewählt wurden (vgl. meinen Kommentar auf GamePorts und Readers Edition). Es darf zumindest angenommen werden, dass die Frau - bald verlässt sie ja die ARD - in einer kleinen Krise steckt, oder zumindest derzeit einiges an Fehlern macht.
Schröder trifft die “Bösen”
5. November 2006
Erst in dieser Woche habe ich mir am Abend den Altbundeskanzler Gerhard Schröder angesehen - bei Beckmann. Heute stellt er sich seinen Kritikern, bei Sabine Christiansen. Heiner Geißler (CDU), Ottmar Schreiner (SPD) und Max Schön (Unternehmer) möchten mit unserem Lieblingsbuchautor abrechnen - oder auch nicht. Da darf man doch gespannt sein! Also, nicht vergessen: Heute Abend, 21:45 Uhr, ARD. Und übrigens: Dass Oskar Lafontaine auch dabei ist, wie Bild Online berichtet, was - zugegeben - lustig wäre, kann irgendwie nicht stimmen. Zumindest steht auf der Seite von Christiansen davon nichts. Und der glaube ich mehr als der BILD.