Die Fahne hängt wieder draussen, die Musik ist ganz Deutsch (Pocher: “Schwarz & Weiß”, Sportfreunde Stiller): Morgen ist Länderspiel! Deutschland tritt an gegen Fußball-Zwerg San Marino. Das 13:0 im September ist unvergessen. Nürnberg ist heiß auf Klose & Co: Am Samstag hat der “Club” erst den DFB-Pokal gewonnen, jetzt heißt es wieder feiern.
Nachtrag, 2. Juni, am Abend: Deutschland gewinnt mit 6:0 nicht ganz so überragend wie letztes Jahr.
Sportfreunde Stiller weiter dominierend
7. August 2006
Da soll mal jemand sagen, die Euphorie sei weg: Die Sportfreunde Stiller dominieren weiterhin die Charts. Bei Freenet sind die Sportfreunde weiterhin auf Platz 1 - vor Grönemeier (”Zeit, dass sich was dreht”). In den offiziellen Charts, ermittelt von media control, ist “‘54, ‘74, ‘90, 2006″ immerhin auf Platz 2. Nur geschlagen von Xaiver Naidoo. Zwar gibt es die 2010er Version nicht mehr kostenlos im Internet, aber sie wird wohl gerne gekauft.
Nach der WM musste ich mir von manchen Menschen anhören, die Euphorie sei nicht mehr existent. Ich habe einen anderen Eindruck - besonders bei solchen Meldungen. Am Frankfurter Flughafen wurde ich gestern Nacht auch noch im WM 2006-Deutschland begrüßt; KIA wirbt weiterhin als offizieller Sponsor. Ob die Euphorie bis zur EM 2008 anhält? Bald spielen wir unser erstes EM-Qualifikationsspiel. Na, gegen wen? Gegen die Schweden, die wir im Achtelfinale vor wenigen Wochen mit 2:0 besiegten.
Mit “‘54, ‘74, ‘90, 2006″ feierten die Sportfreunde Stiller einen großen Erfolg. Im Stadion wurde das Lied gesungen, in den Bahnhöfen, auf den Straßen. Von jung und von alt, von Mädchen und von Jungs. Es war sozusagen die inoffizielle WM-Hymne. Sogar die DFB-Funktionäre standen deswegen mit der jungen Musikgruppe in Kontakt.
Leider hat es für den WM-Titel 2006 nicht gereicht. Kein Problem, dachten die Sportfreunde. Jetzt heißt das Lied (kostenloser Download) eben “‘54, ‘74, ‘90, 2010″. Das ist sogar plausibel: Es gab eine Rechnung mit den Zahlen unserer WM-Erfolg, mit der man auf 2006 kam. Allerdings wurde nicht mit vierstelligen Jahreszahlen gerechnet. Die neue Rechnung, mit der auch ich auf 2010 komme: 1990 + 1974 - 1954. Angefangen mit dem letzten WM-Sieg, plus der Sieg 1974 im eigenen Land, minus das Wunder von Bern. Perfekt!
Südafrika, wir kommen!