Ich behaupte.es
12. April 2008
Etwas nettes hat sich Simon aus Hagen überlegt: behaupte.es. Mit einem Mausklick lässt sich eine Behauptung aufstellen, die die User entweder mit Ja oder Nein bewerten können. Gleich zu Beginn bekommen die populären Blogger Robert Basic und Stefan Niggemeier ihr Fett weg. Ich stelle die Behauptung auf: Die SPD ist keine Volkspartei mehr.
LG Hamburg fordert Kontrolle von Kommentaren in Blogs
6. Dezember 2007
In einem Urteil entschied das Landgericht Hamburg, dass der Journalist Stefan Niggemeier auf seinem Weblog alle Kommentare bei “brisanten” Themen vorab kontrollieren müsse, damit keine verleumderischen oder sonst beleidigenden Beiträge öffentlich werden. Damit bestätigten die Richter eine entsprechende einstweilige Verfügung der Firma Callactive, ein umstrittener Betreiber von Quiz-Sendungen im Fernsehn.
Dadurch folgte das Landgericht seinem Ruf, die offene Konversation im Internet zugunsten von Unternehmen zu opfern. Die Richter schlugen Herrn Niggemeier z. B. vor, er könne sich ja zwei, drei Stunden am Stück hinsetzen, um zeitnah die geschriebene Kommentare zu veröffentlichen. Dass unter stefan-niggemeier.de zuweilen intensiv und i. d. R. über den ganzen Tag kommentiert wird, blieb von den Juristen unbeachtet. Im Übrigen zeigt der - soweit die von Niggemeier zitierten Passagen - konsequente Einsatz des Wortes “Forum” statt korrekterweise “Blogs”, dass die Richter mit dem Medium noch nicht ganz vertraut sind.
Letztendlich haben solche Urteile Einfluss auf die Zukunft des Internets, auf die Zukunft von Foren und Weblogs. Herr Niggemeier wird Berufung einlegen - ich wünsche ihm dabei viel Erfolg.
Zeit Online: Wie geht’s weiter?
7. November 2007
Umbruch bei “Zeit Online”: Gero von Randow ist nunmehr nur noch kommissarischer Chefredakteur des Online-Ablegers der renommierten Wochenzeitung “Die Zeit”. Spätestens bis Februar soll er gänzlich abtreten und durch eine neue Person ersetzt werden. In Zukunft soll von Randow nur noch über Sicherheitspolitik schreiben - sowohl für Print als auch Online. Warum das Ganze? Gründe sind nicht bekannt, es gibt nur Spekulationen: Sieht von Randow seine Arbeit als gescheitert? Zuletzt gingen die Besucherzahlen zurück und die Leser sind alles andere als mit dem Layout zufrieden - nur der Inhalt stimmt. Wollte man ihn womöglich intern nicht mehr, weil man, vor allem in Person von Giovanni di Lorenzo, eh nicht an das Internet als journalistisches Medium glaubt?
Über dieses Thema hat sich Stefan Niggemeier ausführlich Gedanken gemacht und sieht derzeit wenig Chancen, dass sich “Zeit Online” groß verbessern wird. Die Widerstände von Seiten der Print-Mutter sind zu groß, das Projekt letztendlich zu teuer und mit di Lorenzo ist ein mächtiger Internet-Feind als “Zeit”-Chefredakteur beschäftigt.
Der einzige Lichtblick, der das - so oder so - inhaltlich gute “Zeit Online” weiter aufwerten wird: Der ehemalige Bundesaußenminister, Joschka Fischer, wird zukünftig (ausschließlich) für “Zeit Online” wöchentlich Kolumnen schreiben.
Wir dürfen gespannt sein.
PI versus Niggemeier, Islam versus deutsche Kultur
29. Oktober 2007
Stefan Niggemeier meldete sich wieder einmal zu Wort - in einem Artikel in der “FAS”, die den Titel “Freier Hass für freie Bürger” trägt. Darin berichtet er über das Weblog “Politically Incorrect” (PI), das kürzlich erst aus “Google News” entfernt wurde. Laut Niggemeier sei es nicht mehr als der “unautorisierte, über die Stränge schlagende Fanklub von Broder und seinen Kollegen aus dem Netzwerk ‘Die Achse des Guten’”. Gewagt, gewagt. Henryk M. Broder ist Autor beim SPIEGEL und schrieb das Buch “Hurra, wir kapitulieren!”, über das Einknicken vor dem Islamismus. Aus einem ähnlichen Schlag ist Udo Ulfkotte, wohl nur noch etwas stärker. Beide beschreiben in ihren, wie ich finde lesenswerten, wenn auch nicht unumstrittenen Büchern, wie die Muslime versuchen, den Islam nach Deutschland zu bringen und ein Kalifat zu errichten.
Das Blog PI betreibt die gleiche Arbeit und berichtet regelmäßig über die “Machenschaften” der Islamisten, stellt dabei jedoch jeden Muslim unter Generalverdacht - ganz nach dem Motto: “Eine Kuh, die im Pferdestall geboren wird, bleibt eine Kuh.” Das geht ein wenig zu weit, wie ich finde. Doch sollte gleichzeitig Niggemeier nicht auch auf den Anti-Anti-Islam-Zug springen und PI, trotz ihrer extremen Art, eine falsche Islamophobie unterstellen. Entsprechende Reaktionen bekam er, die auf seinem Weblog in Auszügen zitiert sind.
In letzter Zeit nimmt das Thema an Fahrt zu und Ulfkotte und Konsorten erhalten stetigen Zuspruch.
Der Kurnaz der Woche
7. September 2007
… ist Moritz Waldhauser, seines Zeichens Autor. Unter murat-kurnaz.blogspot.com schrieb er Tage lang unter dem Namen “Murat Kurnaz” - und viele User vielen darauf ein. Sogar “Focus Online” und “ZDF online” nahmen sich der Sache an. Erst ein Beitrag bei Stefan Niggemeier und Recherchen Dritter brachten Waldhauser heute dazu, sein wahres Ich zu offenbaren - inzwischen war Kurnaz’ Rechtsanwalt eingeschaltet.
Laut eigenen Angaben identifiziert sich Waldhauser mit dem ehemaligen Gefangenen von Guantánamo und sah das Blog als literarisches Projekt.
Abmahnung für einen Beitrag von Sonntagnacht
14. August 2007
Erneut wurde Stefan Niggemeier abgemahnt. Wieder einmal vom Unternehmen Callactive, die ihn nach seinen Angaben “mundtot” machen wollen. Anstoß für die Abmahnung ist ein Kommentar, der Sonntagnacht verfasst und bereits um kurz nach 11 Uhr von Niggemeier wieder entfernt wurde. Das Unternehmen wirft ihm nun vor, er sei ein “Störer” und müsste alle Kommentare vor ihrer Veröffentlichung prüfen - anno 2007 etwas, das kein normaler Forenadministrator größerer Foren leisten könnte.
Es stellt sich allerdings die Frage, wie das Unternehmen Kommentare sogar Sonntagnacht bzw. Sonntagmorgen schon entdeckt. Was mir dazu als Möglichkeiten so einfällt: 1. Zufall. 2. Alle Kommentare werden automatisch “geparst” und zur Auswertung - an wen auch immer - geschickt. 3. Der Kommentar wurde bewusst - von wem auch immer - gestreut. Natürlich ist nichts dergleichen bewiesen oder ähnliches.
tagesschau.de freut sich, Niggemeier weniger
19. Juni 2007
Gratulation! Das Weblog von tagesschau.de und der ARD aktuell-Redaktion wurden mit dem “Grimme Online Award” ausgezeichnet. Damit wird erstmal ein GI-Onlinemedium dafür prämiert, mit dem Trend zu gehen und redaktionelles und nicht nur thematisches zu bloggen. Derzeit macht so etwas lediglich noch ZEIT online, wenn in der Vergangenheit auch eher schlecht als recht. Ein weiterer Preisträger ist Stefan Niggemeier, der allerdings mit dem Gedanken spielt, den populären Preis abzulehnen. Der Grund ist, dass die Gewinner durch “eine peinliche Panne und die rasche Verbreitung in verschiedenen Weblogs” bereits vor der Verleihung morgen bekannt geworden sind. Peinlich.
Niggemeier: Das Alphatierchen in der Blogosphäre
26. Mai 2007
Wer auf die “Deutsche Journalistenschule” darf, hat es geschafft. Er gehört mit zur Elite des journalistischen Nachwuchses. Die Schule ist zusammen mit der Henri-Nannen-Schule in Hamburg die populärste Lehrstätte für Schreiberlinge. Günther Jauch lernte einst sein Handwerk in München, Sandra Maischberger auch, oder Ulrich Wilhelm, der derzeitige Chef des Bundespresseamtes.
Stefan Niggemeier, Jahrgang 1969, in Harderberg (Landkreis Osnabrück) geboren, darf sich mit zu den “renommierten Journalisten” zählen, die Wikipedia auflistet. Er ist vor allem ein Mensch, der lieber über Menschen schreibt, die selbst schreiben. Quasi der Kontrolleur der Kontrolleure. Medienjournalisten haben wenig zu befürchten, sie können frei schreiben, was sie von ihren Kollegen halten - und das ist meist etwas Schlechtes, Lob kommt selten. Niggemeier durfte das einst bei der Süddeutschen Zeitung praktizieren. Heute gehört ihm mit einem Kollegen das BILDblog, sein eines Standbein. Das andere: Freier Mitarbeiter für die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (FAS).
Mehr als 40.000 Menschen lesen täglich das BILDblog, lesen, welche Fehler die BILD-Zeitung während ihrer Arbeit macht. 2004 wurde die Seite dafür von der Deutschen Welle ausgezeichnet, 2005 folgte der Leuchtturm-Preis des Netzwerk Recherche, vor wenigen Woche haben Stefan Niggemeier und Konsorten den dritten Platz des “LeadAwards” belegt, für das “beste Weblog des Jahres”. Und, nicht zu vergessen: 2005 der Grimme Online Award.
Apropos Grimme: Im letzten Jahr muss es gewesen sein, als plötzlich Niggemeiers privates Blog in der Öffentlichkeitswirkung ähnlichen Zuspruch genoss wie das BILDblog. Für den diesjährigen Online Award wurde Niggemeier privat vorgeschlagen.
Sein Erfolgsrezept: Medien kritisieren, stets dran bleiben, auch mal Themen herausnehmen, die skandalträchtig sind. “Kurz korrigiert” heißt das in der Niggemeier-Sprache, der “Nachtrag, UHRZEIT” ist ebenfalls ein Markenzeichen des Medienjournalisten. Kurz: Stefan Niggemeier hat die Zeichen der Zeit erkannt, sahnt einen Preis nach dem anderen ab, sitzt plötzlich in jeder Jury - kürzlich bewertete er Brickfilme, von denen er zuvor nie etwas gehört hatte.
Nachdem er die BILD-Zeitung bearbeitet hat, folgt nun ein neues Ziel: 9Live und das gesamte System von “HotButton”-Abzockern. Erst kürzlich gab es einen Schlagabtausch via der FOP-Achse: Fernsehen-Online-Print. Niggemeier legte sich mit Max Schradin an, der live in 9Live eine Kolumne aus der FAS vorgelesen hatte. Derartige Aktionen machen Niggemeier kult - und zum ersten, wahren Gewinner der Blogosphäre in Deutschland.
Erste Ansicht vom neuem Tagesspiegel Online
16. Mai 2007
Tagesspiegel Online plant einen Relaunch seiner Website für die kommenden Tage. Stefan Niggemeier hat eben ein Weblog entdeckt, in dem Mercedes Bunz und Markus Horeld über das bloggen, was die Redaktion bewegt.

Innenansichten: Das neue Layout von Tagesspiegel Online.
Das Layout sieht - ja, es ist überraschend mal etwas anderes: es sieht gut aus. Nicht perfekt, aber gut. Allerdings scheint das Blog noch nicht für die Öffentlichkeit gedacht sein: Der Standard-Artikel “Hallo Welt!” von Wordpress ist noch vorhanden.
ARD & Niggemeier versus 9Live & Max Schradin
15. Mai 2007
Stefan Niggemeier hat unlängst nicht nur den Kampf als BILDblog-Gründer gegen die BILD-Zeitung aufgenommen. In seinem für den Grimme Online Award nominierten Blog versucht er nun, die dunklen Seiten von Gewinnspielsendern auf zu decken. Niggemeier, 1969 in Harderberg geboren, lernte einst auf der Deutschen Journalistenschule und arbeitete für die Süddeutsche.
Heute verbringt er die Hälfte seiner Arbeitszeit mit dem BILDblog, die andere als Medienjournalist für die renommierte “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (FAS). Kürzlich schrieb er eine lustige, pointenreiche Kolumne über 9Live und dessen Moderator Max Schradin.
Die Diskussion über die Schummelvorwürfe an 9Live, wegen denen ich mich schon bei der Landesmedienanstalt Bayern beschwert habe, scheint nun in eine heiße Phase zu gehen: Kürzlich berichtete die ARD-Sendung “Panorama” kritisch über 9Live, nun der Artikel von Stefan Niggemeier.
Der betroffene Max Schradin nimmt die Schelte von “Panorama” und Herrn Niggemeier jedoch - noch - sportlich und versuchte stattdessen, seine Zuschauer vom Gegenteil zu überzeugen, oder ihnen Niggemeiers Text in der FAS vor zu lesen. Lustig ist der Kerl auf alle Fälle.