sueddeutsche.de ist veredelt

18. Dezember 2006

sueddeutsche.de ist jetzt (endlich?) veredelt, wie bereits am 10. Dezember vorab berichtet. Das neue Layout sieht zwar besser aus als das alte, haut mich allerdings nicht vom Hocker. Lustig ist hingegen, dass Hans-Jürgen Jakobs heute seinen besonderen Tag hatte - er ist jetzt Chefredakteur der Nachrichtenseite. Na dann: Alles Gute!

DER SPIEGEL berichtet in seiner neusten Ausgabe (50/2006) über die Bemühungen des Süddeutschen Verlags, sueddeutsche.de auf Vordermann zu bringen. So soll die Anzahl an Redakteure verdoppelt werden - auf 25. Außerdem nannte der Spiegel den Link (www.sueddeutsche.de/veredelung) zu einem neuem Layout. Hätte er das nicht machen sollen? Inzwischen ist die Seite nämlich offline gegangen. Stattdessen landet man auf der Suchfunktion von sueddeutsche.de. Glücklicherweise gibt es Menschen, die mitdenken - wie der Fontblog, auf dem ein Screenshot vom neuen sueddeutsche.de gepostet wurde. Großartiges scheint uns mit dem sueddeutsche-Redesign jedoch nicht zu erwarten.

Sonntag ist bald SamStag

7. November 2006

Die Zeitung liest man vom Montag bis Freitag, meistens noch am Samstag - und in den letzten Jahren immer häufiger auch am Sonntag. Da gibt es die “BILD am Sonntag” (BamS), die - ehrlichgesagt - kein Mensch braucht, die “Welt am Sonntag” (WamS), und vor fünf Jahren versuchte sich die Frankfurter Allgemeine (FAZ) mit einem Sonntagsblatt, um dem Axel Springer Verlag nicht die gesamten Sonntagsleser kampflos zu überlassen. Inzwischen ist die “Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung” (FAS) beliebter als die WamS - der Aufwärtstrend hält an.

Die gleichen Überlegungen wie vor wenigen Jahren in Frankfurt haben jetzt auch die Münchner. Der “Süddeutsche Verlag” hat kürzlich einen Entwurf einer Sonntagsausgabe vorgestellt - einem ausgewählten Publikum von Medienprofis, die beurteilen sollten, ob das Projekt Erfolg haben könnte, berichtet der “Spiegel” in seiner neusten Ausgabe. Die Experten waren begeistert. Inzwischen arbeiten rund 30 Mitarbeiter an der “Süddeutsche am Sonntag” (SamS) getauften Zeitung, um sie zu entwickeln. Zurzeit befindet sich das Projekt in der Marktforschung.

Ursprünglich wollte die Verlagsleitung langsam vorgehen und zeigt sich nun überrascht von der Euphorie in der Redaktion. Die hauseigenen Journalisten waren schon immer ein wenig traurig, der Konkurrenz aus Berlin und Frankfurt am Sonntag die ganzen
Leser zu “schenken”. Inzwischen hat es aber auch der Verlagschef eilig. Die SamS könnte bereits im kommenden Sommer starten, schreibt der “Spiegel”.

Eine gute Idee ist es allemal. Die SamS könnte den Zeitungsmarkt beleben und dürfte eine Alternative zur FAS und WamS sein. Schaun mehr mal, würde jetzt “Kaiser” Franz Beckenbauer sagen.