Mit dem italienischen Fußball geht es Berg ab. Nach dem - zweifelhaften - Sieg der Weltmeisterschaft 2006, geprägt vom Wettbewerbsskandal und zuletzt Gewalt in Stadien, und dem ein oder anderen schlechten Spiel, muss Italien eine weitere Niederlage verkraften. Gestern entschied die UEFA, die Europameisterschaft des Fußballs 2012 an Polen und Ukraine zu vergeben.

Bis zum gestrigen Tag fühlten sich die Südeuropäer jedoch noch als Favorit. Entsprechend die Reaktionen in Italien. Die Gazzetta dello Sport schreibt: “Italien wurde auf den Arm genommen.” Gewagt. Die Sportministerin Giovanna Melandri spricht von einer “politischen Entscheidung”. Große Enttäuschung im Land des Weltmeisters.

Vielleicht sollte man bei unseren Quasi-Nachbarn die Strategie grundsätzlich überdenken. Ich freue mich für Polen und Ukraine und darüber, dass Italien 2012 die EM nicht austragen darf. Es gibt andere Länder, die es eher verdient hätten. Zwei davon sind 2008 Gastgeber.

Der FC Valencia ist im Viertelfinale der UEFA Champions League, nach einem 0:0-Unentschieden gegen Inter Mailand. Nach dem Pfiff kam es jedoch zur Rangelei, größtenteils vom Frust der Italiener provoziert.

Valencias Abwehrspieler David Navarro, der auf der Bank saß, kam auf den Rasen und mischte sich in die Tumulte gar ein und brach dem Mailänder Nicolás Burdisso die Nase. Danach rannte Navarro über das Feld, gejagt von Inter-Spielern. Er konnte sich jedoch in die Kabine retten, in der die Streitigkeiten fortgesetzt wurden. Die UEFA kündigte an, die Vorfälle in den kommenden Tagen zu untersuchen.

Weitere Informationen und ein in den Artikel integriertes Video gibt es auf der Netzeitung (NZ). Apropos: Seit wann werden YouTube-Videos in NZ-Texten eingefügt?