Es gibt Journalisten, die gibt es nicht. Hans-Jürgen Jakobs ist so einer. Jakobs verantwortet das Medien-Ressort der “Süddeutsche Zeitung”.

Am 26. November began ein Artikel von ihm folgendermaßen: “Der 31. August 2006 war ein besonderer Tag für Ulrich Wickert (…)” Ein anderer, über Nina Ruge, am gleichen Tag so: “Der 3. Februar 1997 war ein besonderer Tag für Nina Ruge (…)”

Man könnte jetzt sagen, ihm war langweilig, oder er war müde, vielleicht wollte er auch nur witzig sein. Aber nein, letztes Jahr schrieb er über den Börsengang von Premiere: “Mittwoch war ein besonderer Tag für ARD und ZDF (…)”

Und es gibt noch mehr solche Sätze. Das hört sich stark so an, als ob Jakobs gerade das Formulieren lernt. Oder so, wie es “la deutsche vita” auf der Seite von Stefan Niggemeier formulierte: “Ein Glück, dass Herr Jakobs nicht über den 11. September schreiben musste.”

Wiedersehen, Wickert!

31. August 2006

Soeben ging die 15-jährige Ära von Ulrich Wickert bei den Tagesthemen zu Ende. Ich habe ihn oft und sehr gerne gesehen in den letzten Monaten. 1942 in Tokio, Japan, geboren, war er als ARD-Korrespondent in Paris und als Studioleiter in New York. Vom 1. Juli 1991 an moderierte er die Tagesthemen. Ganz verlässt er das Fernsehen allerdings (glücklicherweise) noch nicht: Vor kurzem feierte seine Literatursendung “Wickerts Bücher” Premiere.