Die Menschheit lebt von Gewohnheiten. Wer verzichtet schon darauf, jeden Morgen seine Kellogs um Punkt 7.00 Uhr zu essen - und keine Minute später? Ähnlich verhält sich das mit Software. Im konkreten Fall: Das WoltLab Burning Board (wBB). Seit letzten Montag ist bekanntlich die erste öffentliche Demo zur dritten Generation zu bestaunen. Die Resonanz ist geteilt: Die eine Hälfte findet es gut, die andere nicht. Wie soll es sonst auch sein?

Das schönste am wBB 3 ist allerdings, dass es neue Wege geht. Nicht nur eine andere Struktur, das ein oder andere neue “Feature”. Nein, es wird vieles ganz anders gemacht. Das ist gut. Ich sage deshalb, wenn ich über das wBB 3 rede, gerne, “Qualität vor Quantität” zeichnet die Forensoftware aus. Das wird (wie soll es auch sein) von manchen Personen WoltLab als Schwäche ausgelegt.

Die Mehrheit scheint gar keinen großen Gefallen daran gefunden haben, dass das wBB 3 Neuerungen fördert - gerne auch Innovationen genannt. So wird die Forenansicht ungewöhnlich gestaltet. Der Fokus liegt dabei deutlich auf der Usability. Der Großteil der Community allerdings möchte lieber ein Forum haben, das wie das wBB 2 (die aktuelle “stable”-Version) ist. Da kann ich nur den Kopf schütteln.

Als aktuelles Beispiel möchte ich die Anzeige des letzten Beitrages nennen. Sie wird auf der Startseite angezeigt. Im wBB 2 findet sich diese auf der rechten Seite. Im wBB 3 war die Anzeige bislang unter dem Forennamen (und der -beschreibung) angezeigt. Der Druck zahlreicher User hat allerdings Arian “Cyrus” Glander dazu veranlasst, die letzten Beiträge wieder rechts anzugeben. Testweise, wie er betont. Er möchte die Resonanz der User abwarten. Die werden, da bin ich mir ziemlich sicher, die rechte Seite bevorzugen - immerhin war das bislang immer so.

Ich finde es sehr schade, dass der Großteil der Community nicht bereit ist, Neuerungen mit zu tragen. WoltLab möchte neue Wege bestreiten, muss auf Druck der User aber immer mehr auf das Klassische zurückkehren. Ein Rückschritt. Schade.