Es gehört fest zur deutschen Fernsehgeschichte und versammelt einmal im Jahr Millionen Zuschauer vor den Fernsehern: “Dinner for One”.

1963 vom NDR produziert, genießt “Dinner for One”, oder: “Der neunzigste Geburtstag”, im deutschsprachigen Raum Kultstatus. Über zehn Millionen Menschen verfolgten insgesamt den Film letztes Jahr in Deutschland.

Miss Sophie (May Warden) begeht ihren 90. Geburtstag. Sie lädt vier ihrer Freunde - Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom - ein, die allesamt aber längst, der letzte vor vielen Jahren, verstorben sind. Also muss Butler James (Freddie Frinton) die Rolle des Quartettes übernehmen. Er serviert nicht nur das Essen und die Getränke, sondern trinkt auch für die vier “anwesenden” Gäste mit - stets alkoholische Getränke: Champagner, Portwein, Sherry und Weißwein.

Legendär ist die Frage von James: “The same procedure as last year, Miss Sophie?”. Sie erwidert: “The same procedure as every year, James”, wobei die Betonung auf “every”, zu Deutsch: “jedes”, liegt. Diesen Dialog gibt es vor jedem Gang. Da James jedoch durch die Alkoholika schnell angetrunken ist, wird sein Englisch von Getränk zu Getränk schlechter, später nur noch nuschelnd zu verstehen. Außerdem fällt er über einen am Boden liegenden Tigerkopf. Unvergessen ist auch sein Rülpser und das “Skall!”.

Vor dem Beginn der eigentlichen Dialoge zwischen Miss Sophie und James gibt es eine erläuternde Einleitung, gesprochen von Heinz Piper. “Dinner for One” gefällt vor allem durch die vielen kleinen und versteckten Witze, die das Publikum, im Hintergrund zu hören, stets lachen lässt.

International verbreitet

“Dinner for One” gibt es in mehreren Fassungen. Das Schweizer Fernsehen hat eine kürzere Version (11 Minuten, anstatt 18 in Deutschland) gedreht. Ferner existiert noch eine dänische Fassung, wo alle vier Gäste noch leben. Kultstatus hat der Film auch in Norwegen, Schweden, Südafrika und Österreich. In England wurde “Dinner for One” bereits ausgestrahlt, ist allerdings nicht weit verbreitet. Da die deutsche Fassung englischsprachig ist, unterscheiden sich die Versionen in beiden Ländern nicht. Seinen Ursprung soll der Film in England haben: Lauri Wylie schrieb die Geschichte dazu bereits in den 20er Jahren. Ab 1945 soll der Film im englischen Varieté-Theater Winter Gardens aufgeführt worden sein. Im deutschen Fernsehen feierte “Dinner for One” am 9. Dezember 1961 seine Premiere.

Diesjährige Sendetermine

Im Folgenden dokumentiere ich alle Sendetermine am Montag, den 31. Dezember 2007. Darunter auch interessante Formate wie “Dinner for One auf Hessisch”. (Der orginale Film ist kursiv markiert.)

  • 13:35 Uhr, Dinner for One - up Platt, NDR
  • 14 Uhr, Dinner for One auf Hessisch, HR
  • 14:05 Uhr, Dinner for One - das Dinner, NDR
  • 16:05 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 16:30 Uhr, Dinner for Wan(ne), WDR
  • 16:35 Uhr, Dinner for One auf Hessisch, NDR
  • 17:25 Uhr, Dinner for One - die Dokumentation, NDR
  • 17:55 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 18:50 Uhr, Dinner for One, WDR
  • 19 Uhr, Dinner for One, BR
  • 19 Uhr, Dinner for One, MDR
  • 19:05 Uhr, Dinner for One, RBB
  • 19:10 Uhr, Dinner for One, HR
  • 19:30 Uhr, Dinner for One - up Platt, EinsLive
  • 19:40 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 22:35 Uhr, Dinner for One, HR
  • 23:40 Uhr, Dinner for One, NDR
  • 00:02 Uhr, Dinner for One, BR
  • 00:50 Uhr, Dinner for One auf Hessisch, HR
  • 04:15 Uhr, Dinner for One - up Platt, EinsLive
  • 04:30 Uhr, Dinner for One - die Dokumentation, NDR

Dieser Artikel ist eine überarbeitete Version von einem Text aus 2005, den ich bei TVBlogger schrieb. Eine weitere Zusammenfassung gibt es auf der gleichen Seite von Daniel Richter.

Die vierte DSDS-Staffel ist vorrüber; trotzdem ist die Interesse daran weiterhin unbeschreiblich. Die User interessiert vor allem die Frage mit dem “Knebelvertrag”. Sowohl generell als auch auf Max Buskohl bezogen. Außerdem betont die BILD-Zeitung ja stets, dass Sieger Mark Medlock schwul sei. Dauerbrenner ist die Band Silvashado (wann kommt eine CD?), bei der DSDS-Kandidatin Francisca Urio singen soll. Achja: Wo kommt überhaupt Lisa Bund her?

Themawechsel. Sagen Sie mir bitte, wie oft Stefan Kretzschmar in der ARD gewesen ist. Interessant ist auch der Aspekt, was die Al-Qaida mit einer “sozialen Bewegung” zu tun haben soll. Apropos Al-Qaida: Es gab schon seit längerem kein Anschlag mehr auf die USA (Gott sei Dank). Aber Gabor Steingart wäre möglicherweise demnächst mitten drinnen: Wechselt er doch im Sommer seinen Arbeitsplatz nach Washington D.C.

Orientierung ist nicht jedermanns Sache, oder warum fragen sich einige, wie man zum HSV-Handball kommt? Was ist überhaupt mit Lukas Podolski los? Einst erzielte er gegen San Marino vier Tore. Und heute? Kein Super-Poldi mehr.

Top-Thema von heute: Wer wird neuer französischer Präsident. Die Franzosen entscheiden am heutigen Sonntag in der Stichwahl: Gewinnt Royal oder Sarkozy? Einige beschäftigen sich noch mit dem Fernsehduell am Mittwoch, zu dem es auch einen Stream gab.

Zu guter Letzt wollte jemand vom WDR wissen, wie Lanzarote im Juli ist. Na, hat da etwa jemand statt gearbeitet seinen Sommerurlaub geplant?

Was das hier alles soll? Mehr bei Timo Heuer.

Die Zeitungen haben sich bereits auf die WM vorbereitet (wie die Online-Medien); unsere Nationalmannschaft hatte derweil Probleme mit dem ICE - Kyrill sei Dank. Jetzt kann es endlich los gehen. Pünktlich zum Eröffnungsspiel heute Abend um 17:30 Uhr in Berlin, ist auch unser wichtigster Spieler - Florian Kehrmann - wieder genesen. “Ich habe keine Probleme mehr mit der Hand”, sagte der Rechtsaußen.

Dann bleibt nur noch zu wissen, wann die WM heute im Fernsehen kommt. Eine Viertelstunde lang zeigt der WDR um 16 Uhr das “WM-Magazin”, das ZDF überträgt die Eröffnungsfeier und das Spiel Deutschland versus Brasilien ab 17:05 Uhr live. Morgen ab 20 Uhr zeigt das DSF das zweite Spiel dieser WM: Dänemark gegen Ungarn, live aus Kiel. Weitere Sendetermine gibt es auf handballimfernsehen.de.

Am vergangenen Sonntag diskutierte ARD-Talkerin Sabine Christiansen über das Thema “Die Russen kommen”. Zugast war unter anderem der russische Botschafter, seine Exzellenz Vladimir Kotenev. Kommen sollte auch der Kreml-Kritiker Garri Kasparow - allerdings lud Christiansen den Schachweltmeister kurz zuvor wieder aus; wegen technischen Gründen, so die offizielle Erklärung.

Kasparow und viele andere gehen hingegen davon aus, es gab Druck vom Botschafter Kotenev. Dieser soll, so Medienberichte, gesagt haben, er würde nicht zusammen mit Kasparow bei Christiansen auftreten - er oder der Kreml-Kritiker. Die Redaktion entschied sich für den Diplomaten.

Einige zweifeln an Christiansens Darstellung, es habe keinen Druck vom Botschafter gegeben. Auch der Chef der FDP-Landtagsfraktion, Jörg-Uwe Hahn, der im Rundfunkrat des Hessischen Rundfunk sitzt. Dieser forderte vom Rundfunkratchef, “dass bis zur Klärung dieses Vorgangs Frau Christiansen keine Möglichkeit erhält, weiterhin in der Prime Time am Sonntagabend bei der ARD zu moderieren”. Eine gute Idee.

Zuletzt fiel Frau Christiansen negativ auf, als sie Ende November über so genannte “Killerspiele” debattierte und die Gäste recht einseitig ausgewählt wurden (vgl. meinen Kommentar auf GamePorts und Readers Edition). Es darf zumindest angenommen werden, dass die Frau - bald verlässt sie ja die ARD - in einer kleinen Krise steckt, oder zumindest derzeit einiges an Fehlern macht.