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Langsam aber sicher wird die Netzeitung (NZ) moderner und nutzt die Möglichkeiten des Web 2.0. Erst Anfang März ist mir aufgefallen, dass sie YouTube-Videos in die Seite integriert. Nun gibt es auch einen Videoblog über YouTube bei Deutschlands erster Zeitung, die ausschließlich im Internet erscheint. Autor und Sprecher ist Jürgen Kuttner, seines Zeichens Radiomoderator und Vater der schnuckeligen Sarah Kuttner, die viele sowohl von MTV als auch von VIVA kennen. In der ersten Folge ihres Vaters geht es um “Superstars”, DSDS wird auf die Schippe genommen, stolze 17 Minuten und eine Sekunde laaaang. Man muss etwas Humor haben, um diese “Kuttner-Show” (Klasse Name!!! Von der Tochter geklaut) zu mögen, insgesamt ist sie aber ganz durchschnittlich, die zweite Folge werde ich mir anschauen.

Focus Online ist ein wenig spät dran, denn die Relaunch-Woche war vor zwei Wochen. Trotz alledem sollte die Veränderung auf einer der am stärksten frequentierten “GI”-Seite im Internet nicht untergehen. Neben einer übersichtlicheren und helleren Seite, spricht Chefredakteur und Jonet-Gründer Jochen Wegner von “Web 2.0″. Leider beschränkt sich das auf eine Pseudo-Community und der Möglichkeit, Artikel zu kommentieren - wobei letzteres zu seltsamen Meinungen (”Weitere Kommentare”, ganz unten) von Lesern führen kann, wie Stefan Niggemeier erkannte.

Fazit: Um einiges besser als das alte Focus Online. Allerdings auch kein großer Schritt. Als Nebenquelle bleibt focus.de für mich attraktiv.

Diese Tage scheinen eine Relaunch-Woche zu symbolisieren. Nachdem gestern “Welt Online” seine neue Seite gezeigt hat, folgt heute eine meiner Lieblingsseiten: Die Netzeitung.

Erst gestern sagte ich zu einem Freund, dass die NZ auch endlich mal ihr altes Layout wechseln sollte. Na, das ging dann aber schnell!

Großartiges hat sich allerdings nicht geändert. Die Seite sieht lediglich etwas aufgeräumter auf… Die Schriftart ist schöner und die Inhalte werden moderner dargestellt. Das Menü hingegen blieb leider gleich. Neu ist lediglich, dass das Readers Edition (RE)-Logo unter die Navigation gewandert ist. Neue RE-Artikel werden nicht mehr auf der Startseite angezeigt.

Dafür gibt es nun eine neue rechte Navigation. Auf jeder Seite stehen die drei neusten “Smalltalk”-Meldungen; ergo boulevardesque Themen. Das gefällt mir weniger. Weiterhin zeigt die Netzeitung eine “Live Top 5″ an. Je nach Ressort ändert sich das rechte Menü ein wenig, wird ersetzt durch Börsenticker oder Spezials aus den jeweiligen Bereichen.

Web 2.0-typische Funktionen vermisse ich trotz alledem weiterhin bei der Netzeitung. Nichtsdestotrotz bin ich zufrieden mit diesem (kleinen) Relaunch, der die angestaubte NZ ein wenig frischer macht.

Angeblich sollte das neue Welt.de bereits am vergangenen Freitag starten. Jetzt wurde Dienstag draus. Unter www.welt.de steht seit wenigen Minuten ein neuer Auftritt. Erstes Fazit: Aus dem abgrundtief hässlischen Layout wurde ein modernes, seriöses. Kurz: Toll gemacht! Auch funktionell gefällt mit die Seite (absofort “Welt Online”) gut.

Chefredakteur Christian Keese schreibt, dass der Inhalt der Seite in einem Newsroom von den Redakteuren der Print-WELT, der Welt Kompakt und von Welt Online gestaltet wird: “Bei der Welt-Gruppe ist jeder Journalist immer auch ein Onliner.” Und: “Dutzende von Beiträgen pro Tag werden exklusiv für Online produziert.” Das hört sich schon einmal gut an.

Dank der Mitarbeit von Peter Schink und Thomas Wanhoff gibt es zahlreiche Weblogs und viele Web 2.0-Funktionen. Darunter die Wortwolke (”Tag clouds”) in jedem Artikel, wie sie bereits auch Spiegel Online hat, oder wie bei mir im Einsatz. Wanhoff hat sich vor allem um den Videobereich gekümmert, schreibt er auf seinem Weblog.

Leider fehlen mir die sozialen Lesezeichen (”Social Bookmarks”), wie sie das Internet-Angebot des Sterns hat. Dafür gibt es endlich eine Auflistung aller Redakteure inklusive einer kleinen Biographie - super! Unter “zweite Meldung” werden zudem die Artikel von den Konkurrenzseiten eingeblendet, was ich sehr fair finde. Daran sollten sich auch andere Nachrichtenportale ein Vorbild nehmen. Bislang gab es lediglich das “News im Web” der Netzeitung, die hierbei eine Vorreiterrolle einnahm.

Ich bin gespannt, wie sich das neue Welt Online macht. Letztendlich zählt der Inhalt.

P.S.: Bitte, Timo! Ach: Und die Benachrichtung, die ich von Welt Online bekommen sollte, sobald der Relaunch vollzogen ist - ja, die kam noch nicht an.

Das stark in die Kritik geratene Studentenportal StudiVZ hat den Besitzer gewechselt. Der Verlag Holtzbrinck (Die Zeit, Handelsblatt) hat das Web 2.0-StartUp-Unternehmen für “deutlich unter 100 Millionen Euro” erworben; Spiegel Online meldete gestern, StudiVZ ging für 100 Millionen weg. Andere Medien sprechen von 50 bis 85 Millionen. Eine offizielle Summe wurde nicht genannt.

Das Holtzbrinck-Tochterunternehmen “Holtzbrinck Ventures GmbH” ist bereits an der Community beteiligt gewesen, mit einem Startkapital von zwei Millionen Euro.

Eine interessante Wendung. In letzter Zeit gab es für StudiVZ nur negative Presse. Holtzbrinck macht aus dem Unternehmen sicherlich wieder ein Prestigeprojekt. Der Verlag hat genügend Erfahrungen gesammelt und kann sich als Inhaber der renomierten “Die Zeit” sicherlich keine (weiteren) Missgeschicke bei StudiVZ leisten. Übrigens: Die beiden Gründer sind weiterhin in die Community in Führungspositionen einbezogen.

Dr. Michael Maier verlässt zum Ende des Jahres die Netzeitung (NZ). Der ehemalige Chefredakteur des Stern gründete 2000 die NZ und war seit dem ihr Chefredakteur. Maier positionierte die NZ zu einem der führenden Nachrichtenportale. Im vergangenen Jahr wurde die Webseite öfters in anderen Medien erwähnt als der Markführer Spiegel Online.

Die Chefredaktion wird zukünftig von einer Doppelspitze besetzt. Michael Angele (Leiter des NZ-Feuilletons) und Matthias Ehlert (Blattmacher der FAZ) übernehmen das Erbe. Maier hingegen möchte sich zukünftig intensiv mit dem Web 2.0 beschäftigen und hat dazu die Blogform Verlags GmbH gegründet. Das erste Projekt ist bekannt: Die Readers Edition, welche Maier vom Netzeitung-Inhaber Orkla Media erworben hat.

Wie es genau mit der Readers Edition weitergehen wird, steht noch nicht fest. Allerdings soll es weiterhin eine Kooperation mit der Netzeitung geben. Maier freut sich bereits auf die Weiterentwicklung des Projekts - genauso wie ich.

Am Samstag las ich in der “Frankfurter Neuen Presse” im überregionalen Teil einen einseitigen Artikel zum Thema Web 2.0. Ganz unten, in einem erläuternden Kasten, wurde TVBlogger im gleichen Atemzug wie BILDblog als so genanntes “A-Blog” genannt. Kürzlich berichtete außerdem die “Frankfurter Rundschau” über BILDblog und TVBlogger - als Beispiele für gutbesuchte Seiten. Schön, was aus der Seite von Daniel Richter geworden ist, ein alter (ehemaliger) Internetfreund von mir. Ich schrieb auch eine lange Zeit für “TVB”.

Inzwischen wird das Projekt ergänzt durch weitere Projekte. Diese Woche startete das TVWiki, welches schon zu meinem Abschied aus der Redaktion Anfang des Jahres in Arbeit war. Eine nette Idee. Und heute kam dazu: Ein Forum. Ein vBulletin 3.6. Daniel nennt das Forum Fernsehtalk - inspiriert von Dominik Hahn, ein alter Hase aus der Boardunity. Es gab ja schon einmal ein Forum von “TVB” - damals floppte es. Floppt es auch diesesmal? Immerhin: Die Besucherzahlen sind auf TVBlogger größer als damals. Mehr als 10 000 Besucher kommen täglich vorbei - darunter zahlreiche Stammbesucher. Trotzdem: Die Inhalte sind in letzter Zeit schon weniger geworden, beziehungsweise werden erst am Abend eingestellt. Ob es die Redaktion schafft, noch zwei weitere Projekte zu betreuen, die viel Pflege brauchen? Oder sollte man sich nicht lieber auf die eigentliche Arbeit konzentrieren? - Das Schreiben.