Die Medien sind bereit - ist es auch die Mannschaft?
15. Januar 2007
Die Handball-Euphorie beginnt zu entfachen. In einer Umfrage auf ZDF.de glauben 55 Prozent der Teilnehmer (bislang: 1 920), dass Deutschland die Weltmeisterschaft im eigenen Land gewinnt.
Traurig ist man hingegen in Berlin: In der Hauptstadt wird lediglich ein Spiel veranstaltet. Immerhin wird die Handball-WM in Berlin eröffnet - am Freitag um 17:30 Uhr Deutschland gegen Brasilien (live im ZDF und auf www.zdf.de). Das Spiel ist natürlich ausverkauft, 10 000 Sportverrückte finden in der Max-Schmeling-Halle Platz. “Wir hätten auch 20 000 Karten für das Eröffnungsspiel verkaufen können”, sagte WM-Botschafter Bob Hanning auf ZDF.de.
Erste gut besuchte General Interest-Webseiten sind bereit auf das größte Sportereignis 2007 in Deutschland. Die ARD bewirbt ihr Handball-WM-Spezial genauso auf der Startseite wie das ZDF. Auch Spiegel Online ist vorbereitet für die Meisterschaft. Focus Online sammelt seine Beiträge ebenfalls auf einer extra Seite.
Erhard Wunderlich (Handball-Weltmeister 1978) kritisierte auf der Netzeitung den deutschen Bundestrainer Heiner Brand, die Verantwortlichen hätten “definitiv zu wenig getan”, um eine Euphorie in Deutschland zu entfachen. Aber: Das dachten wir im vergangenen Jahr zum Start der Fußball-WM ja auch. Wunderlich sieht durchaus eine Chance für die deutsche Mannschaft, in den nächsten Wochen weit zu kommen - nach dem Halbfinale sei alles drinnen. “Ich glaube, dass die Mannschaft so charakterstark ist, dass sie nervlich mit dem Druck, der auf ihr lasten wird, gut umgehen kann.”
Am Wochenende verlor Deutschland das letzte offizielle Testspiel vor dem WM-Start. Ägypten gewann in München mit 30:29 gegen eine verletzungsbedingt schwache deutsche Mannschaft. Laut dem deutschen Trainer sollen die wichtigen Spieler bis zum Start am Freitag wieder fit sein.
Jetzt fehlen nur noch Siege - und Fanmeilen.
Hessen feiert Geburtstag
1. Dezember 2006
Herzlichen Glückwunsch, Hessen, mein Bundesland, zu deinem 60. Geburtstag! Im Übrigen gilt seit heute das neue “Ladenöffnungsgesetz”. In manchen Geschäften, wie im Main-Taunus-Zentrum, kann jetzt bis 22 Uhr eingekauft werden - wie im Sommer während der WM.
Die Schweden weggeputzt
17. August 2006
Der Einstand von Jogi Löw ist mit Bravour geglückt! Die deutsche Nationalmannschaft gewann gestern Abend verdient mit 3:0 gegen eine schwache Mannschaft aus Schweden. Das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können. Mir hat einmal wieder das Offensivspiel in der ersten Halbzeit gefallen, als der doppelte Torschütze Klose noch auf dem Platz war - Wahnsinn! Gefreut hat mich auch die Euphorie im Stadion… Die Mannschaft wurde mit großem Applaus begrüßt - vor 53 000 Zuschauern (ausverkauft) “Auf Schalke”. Die Stimmung war genauso wie während der WM. Nur in der zweiten Spielhälfte wurde es ruhiger - verständlich, wenn man 3:0 vorne liegt und es einiges an Auswechlungen gab.
Gestern hatte ich wieder eine Fahne und einen Schal von mir auf das Dach gelegt. Einige Autofahrer haben geschaut. Übrigens: Es fahren auf den Straßen noch einige Autos mit diesen schwarz-rot-goldenen Autofähnchen herum.
Was freue ich mich auf die EM. Das erste Qualifikationsspiel ist in wenigen Wochen, gegen Irland.
Mit “‘54, ‘74, ‘90, 2006″ feierten die Sportfreunde Stiller einen großen Erfolg. Im Stadion wurde das Lied gesungen, in den Bahnhöfen, auf den Straßen. Von jung und von alt, von Mädchen und von Jungs. Es war sozusagen die inoffizielle WM-Hymne. Sogar die DFB-Funktionäre standen deswegen mit der jungen Musikgruppe in Kontakt.
Leider hat es für den WM-Titel 2006 nicht gereicht. Kein Problem, dachten die Sportfreunde. Jetzt heißt das Lied (kostenloser Download) eben “‘54, ‘74, ‘90, 2010″. Das ist sogar plausibel: Es gab eine Rechnung mit den Zahlen unserer WM-Erfolg, mit der man auf 2006 kam. Allerdings wurde nicht mit vierstelligen Jahreszahlen gerechnet. Die neue Rechnung, mit der auch ich auf 2010 komme: 1990 + 1974 - 1954. Angefangen mit dem letzten WM-Sieg, plus der Sieg 1974 im eigenen Land, minus das Wunder von Bern. Perfekt!
Südafrika, wir kommen!
Schiff beschädigt Main Arena
29. Juni 2006
Heidewitzka! Ein aus Bürgstadt stammendes Schiff hat heute Nacht gegen 1.00 Uhr die “Main Arena” beschädigt, meldet die Nachrichtenagentur AP. Derzeit wird überprüft, ob die Technik Schaden genommen hat. Laut ersten Angaben “wurde an der Leinwand eine Strebe verbogen, sowie mehrere Warnschilder beschädigt”.
Die Main Arena ist ein “Public Viewing”-Bereich in Frankfurt am Main, bei dem bei jedem WM-Spiel tausende von Menschen zuschauen. Ich war selbst schon einmal dort und plane ggf. vor dem Finale ein weiteres Mal dort hinzufahren. Heute Abend soll die Leinwand, die mitten im Main steht, für ein Kulturprogramm verwendet werden. Ob das aufgrund der Schäden möglich sein wird, oder die Veranstaltung abgesagt werden muss, bleibt bislang offen.